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Nr. 04/02.11.2011
Leichtbau wird Top-Thema auf der AUTOMATICA 2012
München.Faserverbundwerkstoffe gehören zu den Materialien der Zukunft. Die sogenannten Composites sind durch ihr geringes Gewicht und ihre enorme Belastbarkeit nicht nur in der Luft- und Raumfahrt begehrt. Ebenso setzen die Automobilindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Windenergietechnik hohe Erwartungen in diese Werkstoffe. Der Umsatzverlauf der Leichtbauteile zeigt schon jetzt steil nach oben. Mit ihrer automatisierten Herstellung werden Composite-Teile endgültig zum Höhenflug ansetzen. Daher hat die AUTOMATICA 2012, die vom 22. bis 25. Mai auf dem Gelände der Neuen Messe München stattfindet, das Thema „Automatisierte Composite Produktion“ zu einem ihrer Top-Themen erklärt. Mit einer vielschichtigen Aktion wird die internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik dazu beitragen, die Herausforderung einer automatisierten Fertigung von Leichtbauteilen aus Faserverbundwerkstoffen zu meistern.

Leichtbau ist ein besonderer Trend, der sich durch viele produzierende Branchen zieht und gewaltiges Wachstum zu verzeichnen hat. Nach Expertenschätzungen soll sich das Umsatzvolumen von Faserverbundwerkstoffen – darunter hauptsächlich Carbonfaser verstärkte Kunststoffe (CFK) – bis zum Jahr 2015 auf 14 Mrd. Euro verdoppeln. Größtes Manko: Sie müssen noch immer weitgehend manuell gefertigt werden. In der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie im Rennsport, wo CFK-Bauteile nur in Kleinserien benötigt werden, spielt die teure Produktionsweise nur eine untergeordnete Rolle.
Anders, wenn Composite-Teile in Großserie benötigt werden, wie zum Beispiel im Automobilbau. Gerade für kommende Elektrofahrzeuge sind Leichtbauteile von großer Bedeutung – aber nur bezahlbar, wenn sie automatisiert hergestellt und montiert werden können. Kein Wunder, dass in den letzten Jahren Anstrengungen unternommen wurden, um die automatisierte Produktion und Montage von Leichtbaukomponenten voranzutreiben.

Aufbruchsstimmung unter Maschinen- und Anlagenbauern
Doch zum Einsatz in der Serienproduktion sind prozesssichere Verfahren mit kurzen Zykluszeiten und hoher wiederholbarer Präzision notwendig, um große Stückzahlen kostengünstig zu produzieren. Die Herausforderungen einer solchen automatisierten Composite-Bauteil-Fertigung sind vielschichtig, denn die Automatisierung betrifft das flexible Flechten oder Stricken von Formteilen, das Zuschneiden der Gewebe oder Verbundplatten, das Einlegen, Pressen und Entnehmen der Teile, die Verbundtechnologien (Laminieren, Injektion, Vakuumtiefziehen, Kleben) sowie das Handling zwischen den Verarbeitungszentren und die Montage der Bauteile. Außerdem werden industrielle Online-Qualitätssicherungsverfahren benötigt.
Zahlreiche Maschinen- und Anlagenbauer rüsten sich, diesen zentralen Zukunftsmarkt zu besetzen und Anlagen für die automatisierte Fertigung von Composite-Bauteilen zu entwickeln. Die technologischen Ansätze kommen aus unterschiedlichen Branchen wie der Textilmaschinenindustrie oder der Metall- und Kunststoffverarbeitung. Doch komplette, industrietaugliche Konzepte sind noch Mangelware.

Sonderschau „Automatisierte Composite Produktion“ zeigt alle Facetten
Die Verantwortlichen der AUTOMATICA haben sich entschlossen, die Stärken der ganzheitlichen Automatisierungsmesse in die Dienste der automatisierten Composite Produktion zu stellen. Das Thema „Automatisierte Fertigung von Leichtbaukomponenten“ soll mit dem Know-how aus den Bereichen Montage- und Handhabungstechnik, Robotik sowie Industrielle Bildverarbeitung dargestellt werden.
Armin Wittmann, Projektleiter der AUTOMATICA, erklärt: „Die AUTOMATICA 2012 stellt mit der neuen Sonderschau „Automated Composite Production“ Automatisierungskonzepte entlang der Prozesskette vor. Sie bietet Plattformen für den Austausch der Experten untereinander sowie mit Entscheidern und Produktionsverantwortlichen aus den Anwenderindustrien. Denn der Wissenstransfer zwischen Ausrüster, Automatisierer und Anwender ist ein zentraler Aspekt für die schnelle Marktverbreitung von Composite-Bauteilen.“
Um die aktuellen Trends bei der automatisierten Composite Produktion umfassend abzubilden, hat die AUTOMATICA ein mehrteiliges Maßnahmen-Paket geschnürt. Projektleiter Armin Wittmann ist überzeugt, dass der neue Ausstellungsbereich durch ein attraktives Rahmenangebot zum Anziehungsmagneten für Aussteller und Besucher wird: „Zu den Highlights zählt beispielsweise die ‚Automated Composite Production Innovation Area‘, wo wir in Kooperation mit Forschungsinstituten automatisierte Faserverbund-Fertigungslösungen im Live-Betrieb zeigen.“

Messebegleitender Fachkongress gibt zusätzliche Impulse
Unterstützung erhält die AUTOMATICA unter anderem von Prof. Dr.-Ing. Klaus Drechsler, Leiter des Lehrstuhls für Carbon Composites an der TU München: „Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass ausgereifte Robotik-, Handling- und Montage-Konzepte aus anderen Branchen durchaus auf die Bedürfnisse der Composite-Industrie übertragen werden können. Auf der AUTOMATICA erhält unsere Branche wichtige Impulse für neue Automatisierungslösungen.“ Dabei spielt der Informationsaustausch zwischen Experten eine dominierende Rolle. Dem trägt die AUTOMATICA mit zwei Formaten Rechnung: Messebegleitend findet erneut ein Fachkongress der SAMPE (Society for the Advancement of Material and Process Engineering) unter der Leitung von Professor Drechsler zu diesem Themenbereich statt.
Darüber hinaus richtet die AUTOMATICA im Rahmen der Sonderschau mit der „Composite Technology Lounge“ eine Plattform ein, wo sich Experten und Interessenten austauschen bzw. über die neuesten Trends und Aktivitäten informieren können.
 
klein_ArminWittmann_Projektleiter AUTOMATICA 2012klein_SAMPE Kongressleiter Prof. Dr. Klaus Drechsler_TU München_Automatica2010_hr2769klein_Halle B1 Leichtbau_Automatica2010_hr3269
Armin Wittmann, Projektleiter
AUTOMATICA
Prof. Dr.-Ing. Klaus Drechsler, Leiter des Lehrstuhls für Carbon Composites an der TU München
Halle B1 "Carbon Composites" 2010
klein_SAMPE Kongress 2010_Automatica2010_hr2781
Fachkongress der SAMPE (Society for the Advancement of Material and Process Engineering)


Über die AUTOMATICA
Internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik

Die AUTOMATICA ist die internationale Fachmesse, die alle Segmente des Bereiches Robotik + Automation unter einem Dach vereint. Sie findet seit 2004 im zweijährigen Rhythmus auf dem Gelände der Neuen Messe München statt. Fokus der Messe ist, die komplette Wertschöpfungskette darzustellen. Hinter dem industriegetriebenen Konzept der AUTOMATICA stehen die Messe München GmbH und VDMA Robotik + Automation, ideell-fachlicher Träger der Messe. Die Aussteller- und Besucherzahlen der AUTOMATICA sind von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer im Auftrag der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) geprüft und international durch UFI (Global Association of the Exhibition Industry) zertifiziert.

Über die Messe München International (MMI)
Die Messe München International (MMI) ist mit rund 40 Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien einer der weltweit führenden Messeveranstalter. Über 30.000 Aussteller aus mehr als 100 Ländern und mehr als zwei Millionen Besucher aus über 200 Ländern nehmen jährlich an den Veranstaltungen in München teil. Darüber hinaus veranstaltet die MMI Fachmessen in Asien, in Russland, im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit sechs Auslandsbeteiligungsgesellschaften in Europa und Asien sowie 64 Auslandsvertretungen, die mehr als 90 messerelevante Länder der Welt betreuen, verfügt die MMI über ein weltweites Netzwerk. Als global tätiges Unternehmen leistet die Messe München International bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit einen wesentlichen Beitrag. Weitere Informationen unter www.messe-muenchen.de.


Ansprechpartner für die Presse:

AUTOMATICA

Claudia Huber – Pressereferentin Messe München GmbH
Tel. (+49 89) 949 - 21471
Fax (+49 89) 949 – 97 21471
E-Mail: claudia.huber@messe-muenchen.de

VDMA Robotik + Automation
Thilo Brodtmann, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation
Tel. (+49 69) 6603 - 1590
Fax (+49 69) 6603 - 2590
E-Mail: thilo.brodtmann@vdma.org
www.vdma.org/r+a

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