München. Sensoren spielen im Maschinen- und Anlagenbau eine immer wichtigere
Rolle. Daher konzentrieren sich die Sensorik-Anbieter darauf, den
Umgang mit den kleinen Informationslieferanten zu verbessern. Sie
vereinfachen die Einbindung der Sensorik in die gesamte Anlage, treiben
gleichzeitig die Miniaturisierung der Komponenten voran und erweitern
die Funktionalitäten. Auf der internationalen Leitmesse für
Automation und Mechatronik, der AUTOMATICA 2010, die vom 8. bis 11.
Juni 2010 auf dem Gelände der Messe München stattfindet,
werden die neuesten Entwicklungen präsentiert.
Im Maschinen- und Anlagenbau arbeiten Mechanik, Elektronik,
Regelungstechnik und Informatik schon seit langem Hand in Hand –
wofür der Überbegriff „Mechatronik“ geschaffen
wurde. Heute gibt es eine Vielfalt an mechatronischen Lösungen, in
denen meist verhältnismäßig kleine Komponenten eine
große Rolle spielen: die Sensoren. Ihre Informationen sorgen
für Prozessanpassungen ebenso wie für die Sicherheit von
Mensch und Maschine. Letztendlich wird ihnen immer häufiger die
Verantwortung für einwandfreie Produktqualität
übertragen.
Die Sensorik befindet sich in einer Aufwärtsspirale: Der Bedarf
steigt, mit ihm die Produktionszahlen, wodurch sich
kostengünstiger produzieren lässt und eine Vielzahl an
Weiterentwicklungen den Bedarf anheizen. Ein Phänomen, das aus der
Konsumerelektronik gut bekannt ist.
Auch die Fortschritte in der Sensorik erinnern an moderne Produkte des
täglichen Lebens. Sie werden kleiner – trotz
größeren Funktionsumfangs – und einfacher zu bedienen.
Außerdem gibt es sogar für spezielle Einsatzfälle
bereits Lösungen von der Stange, wie zum Beispiel besonders
robuste Sensoren, die den aggressiven Reinigungsmethoden der
Lebensmittelindustrie standhalten.
Trend: leichtere Handhabung und einheitliche Standards
Durch die Bank arbeiten die führenden Sensor-Hersteller daran, den
Umgang mit ihren Produkten zu erleichtern. Sie sollen einfacher
eingebaut, konfiguriert, parametrisiert und diagnostiziert werden
können. Dazu haben sich mehrere Unternehmen an einem Konsortium
beteiligt, das ein standardisiertes Kommunikationssystem entwickelte,
um die einfache Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an ein
Automatisierungssystem zu ermöglichen. Das Ergebnis heißt
‚IO-Link’ und begeistert die Branche.
Überall wird es
als der gegenwärtige Trend bezeichnet. Laut Albert Feinäugle,
IO-Link-Experte von Balluff, beseitigt IO-Link den
Kommunikationsengpass zwischen Steuerungs- und Prozessebene und ist
fast mit der USB-Schnittstelle im Rechnerbereich vergleichbar:
„Beides sind kostengünstige, störungsunempfindliche
Punkt-zu-Punkt-Verbindungen für die Signalübertragung, die
sich in Plug&Play-Manier betreiben lassen.“ Durch die
ausreichende dreiadrige Verbindung verringert sich nicht nur der
Installationsaufwand drastisch, auch die Einsparungen auf Materialseite
sind enorm.

Führende Sensorik-Hersteller haben die IO-Link-Entwicklung aktiv
vorangetrieben. Der neue Kommunikationsstandard ermöglicht das
einfache Einbinden, Parametrieren und Diagnostizieren von Sensoren und
Aktuatoren in Anlagen.
Bild: Sick
„Man muss nicht mehr in die Maschine kriechen“
Sensorhersteller Baumer bestätigt den Trend zu IO-Link. Laut Dr.
Volker Uwira, Leiter Key Account Management, findet er immer mehr
Beachtung, und der Nutzen wird mehr und mehr erkannt. Die Vorteile
seien vielfältig und beträfen auch die einfache Diagnose
eingesetzter Sensoren. Er erklärt: „Man muss nicht mehr in
die Maschine kriechen, um zu prüfen, ob der Sensor verschmutzt
oder beschädigt ist. Das lässt sich aus der Distanz über
die SPS überwachen. Und bei Bedarf ist der Sensor ohne
großen Konfigurationsaufwand und ohne aufwendiges Teachen
austauschbar.“ Alle Sensorhersteller haben inzwischen eine
Vielzahl von IO-Link-Produkten im Programm, die sie auf der AUTOMATICA
2010 präsentieren werden.
Erweitertes Ausstellungsangebot auf der AUTOMATICA 2010
Die AUTOMATICA 2010 wird im Bereich elektrische Automation breiter
aufgestellt sein als die Vorveranstaltungen. Insbesondere aus dem
Bereich Sensorik werden sich mehr Aussteller präsentieren. Das
Thema Sensorik wird erstmals gemeinsam mit Industrieller
Bildverarbeitung in der Halle B 2 gezeigt werden und einen Schwerpunkt
bilden. Die Sick AG ist in diesem Jahr erstmals als Aussteller mit von
der Partie. Für Roland Noz, Geschäftsführer der Sick
Vertriebs-GmbH, eine besonders wichtige Veranstaltung: „Wir sehen
die AUTOMATICA als zentralen, internationalen Treffpunkt für
Hersteller und Anwender von Montage, Handhabungstechnik, Robotik,
industrieller Bildverarbeitung, auf der alle ergänzenden
Technologien vertreten sind. Sie ist für unsere Zielgruppen, wie
zum Beispiel die Automobilindustrie, eine sehr gute Plattform. Wir
haben innerhalb der Sensorik das breiteste Portfolio und werden davon
einen auf die Messe zugeschnittenen Ausschnitt auch zeigen.“ Im
Vordergrund stehen dabei jedoch nicht die einzelnen Produkte, sondern
gesamte Lösungen und Beratungsleistungen. Denn bei der rasant
fortschreitenden Entwicklung in der Sensorik, ist es für Anwender
schwer, den Überblick zu behalten.

Aktive Feldbusverteiler IO-Link-Master erlauben den einfachen Anschluss
mehrerer IO-Link-Sensoren an Bussysteme wie zum Beispiel Profibus.
Bild: Balluff
Technologien wachsen zusammen – Beispiel Sensorik und BildverarbeitungAm Beispiel von Vision-Sensoren wird der Fortschritt besonders
deutlich. Nicht nur, dass sie immer kleiner werden, vor allem steigt
der Funktionsumfang. Durch Verbesserungen hinsichtlich Auflösung,
Geschwindigkeit und Reichweite sowie die Verlagerung von
„Intelligenz“ in den Sensor erobern die Sensoren
mittlerweile Einsatzgebiete, die lange Jahre komplexen
Bildverarbeitungssystemen vorbehalten waren. Dabei bieten sie Vorteile
wie deutlich geringere Kosten, kompaktere Baumaße und einfaches
Konfigurieren übers Netzwerk.

Die Fortschritte bei Vision-Sensoren sind enorm und noch lange nicht zu Ende.
Die neuen Baumer VeriSens-Sensoren im Edelstahlgehäuse sind zum
Beispiel für die Installation im Hygienebereich konzipiert.
Ethernetschnittstelle und Digital I/O ermöglicht die einfache
Anlagenintegration und Konfiguration.
Bild: Baumer
Für Integratoren und Endanwender sind das schlagende Argumente.
Doch die Zielgruppe achtet auch aufs Detail, zum Beispiel die
Befestigungsmöglichkeiten der Komponenten. Ein Beispiel: Bei
seinen Gabellichtschranken führte Sensopart vor drei Jahren die
Befestigung mittels Schwalbenschwanz und rückseitigen
Gewindehülsen ein. Im Vergleich zu Standardbefestigungsbohrungen,
die oftmals den Anwender einige Bastelarbeit zumuteten, ist diese
Lösung besonders flexibel zu montieren und spart wertvolle
Arbeitszeit. Aufgrund des Erfolgs hat Sensopart diese Montageart bei
weiteren Produkten eingeführt.

Einfache Bedienung bis ins Detail: Die Gabellichtschranke von Sensopart
erspart die Ausrichtung, die speziell bei dem für die
Kleinteileerkennung notwendigen feinen Lichtstrahl sonst viel
Fingerspitzengefühl erfordert. Auch die
Befestigungsmöglichkeiten mit dem Schwalbenschwanz erleichtern dem
Anwender die Installation.
Bild: Sensopart
Die Möglichkeiten durch den Einsatz von Sensorik-Produkten werden
immer vielfältiger. Die AUTOMATICA verschafft den Fachbesuchern
einen umfassenden Marktüberblick über neue Anwendungen. Sie
bietet Raum für praxisnahe Fachdialoge zwischen Herstellern und
Lösungssuchenden aus allen produzierenden Branchen.
Informationen im Internet unter:
http://www.automatica-munich.com/
Über die AUTOMATICA
Internationale Fachmesse für Automation und MechatronikDie AUTOMATICA ist die internationale Fachmesse, die alle Segmente des
Bereiches Robotik + Automation unter einem Dach vereint. Sie findet
seit 2004 im zweijährigen Rhythmus auf dem Gelände der Neuen
Messe München statt. Fokus der Messe ist, die komplette
Wertschöpfungskette darzustellen. Hinter dem industriegetriebenen
Konzept der AUTOMATICA stehen die Messe München GmbH und VDMA
Robotik + Automation, ideell-fachlicher Träger der Messe. Die
Aussteller- und Besucherzahlen der AUTOMATICA sind von einem
unabhängigen Wirtschaftsprüfer im Auftrag der Gesellschaft
zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM)
geprüft und international durch UFI (Global Association of the
Exhibition Industry) zertifiziert.
Über die Messe München International (MMI)Die Messe München International (MMI) ist mit rund 40 Fachmessen
für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien
einer der weltweit führenden Messeveranstalter. Über 30.000
Aussteller aus mehr als 100 Ländern und mehr als zwei Millionen
Besucher aus über 200 Ländern nehmen jährlich an den
Veranstaltungen in München teil. Darüber hinaus veranstaltet
die MMI Fachmessen in Asien, in Russland, im Mittleren Osten und in
Südamerika. Mit sechs Auslandsbeteiligungsgesellschaften in Europa
und Asien sowie 64 Auslandsvertretungen, die mehr als 90 messerelevante
Länder der Welt betreuen, verfügt die MMI über ein
weltweites Netzwerk. Als global tätiges Unternehmen leistet die
Messe München International bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit
einen wesentlichen Beitrag.
Weitere Informationen unter
www.messe-muenchen.de.
Ansprechpartner für die Presse:
AUTOMATICAClaudia Huber - Pressereferentin
Tel. (+49 89) 949 - 20862
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Tel. (+49 69) 6603 - 1590
Fax (+49 69) 6603 - 2590
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