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Nr. 03/19.05.2009
Den Blick nach vorn: Die Branchenmesse AUTOMATICA kommt 2010 genau zum richtigen Zeitpunkt
Den Blick nach vorn: Die Branchenmesse AUTOMATICA kommt 2010 genau zum richtigen Zeitpunkt
 
Wer stehen bleibt, hat verloren: Gerade  in Krisenzeiten sollten Unternehmen nicht in eine „Schockstarre“ verfallen, sondern Aktivitäten entwickeln: Automatisieren und Prozesse verbessern. Das schafft Flexibilität, für den Fall, dass die Produktion nicht komplett ausgelastet ist, und Kapazität für den Aufschwung.
 
Zwar dauert es bis zur nächsten AUTOMATICA (08. bis 11. Juni 2010), der internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik in München, noch über ein Jahr, aber ihre Thematik ist aktueller denn je. Gerade wenn keine Erfolgszahlen gemeldet werden und wenn die Produktion um mehrere Gänge zurückgeschaltet wird, ist der richtige Zeitpunkt, um Prozesse zu durchdenken und zu optimieren. Unternehmen sollten dafür Sorge tragen, dass sich ihre Produktionsanlagen auch mit geringeren Stückzahlen wirtschaftlich betreiben lassen. Auch die Startbedingungen, wenn neue Produkte den Markt wieder ankurbeln sollen, müssen jetzt geschaffen werden. Der Schlüssel zu höherer Flexibilität und Wirtschaftlichkeit ist die Automatisierung.
 
Mit Prognosen halten sich Unternehmen und Verbände zurzeit sehr zurück. Kaum vorhersehbar ist, was sich in den kommenden Monaten, im Gesamtjahr 2009 und im folgenden Jahr noch ereignen kann. Da macht die Automatisierungsbranche keine Ausnahme. Doch sie hat einige Vorteile auf ihrer Seite. Zum einen hat sie hervorragende Jahre hinter sich. Laut Statistik des Branchenverbandes VDMA verzeichnete die Branche Robotik und Automation (R+A) in den vergangenen Jahren ein jeweils zweistelliges Wachstum. Die im gleichnamigen VDMA-Fachverband zusammengeschlossenen Hersteller von Industrieller Bildverarbeitung, Montage- und Handhabungstechnik sowie Robotik konnten sogar noch im letzten Jahr Rekorde verzeichnen – mit einem Wachstum um 13% erreichten sie 2008 einen Spitzenumsatz von 9,3 Milliarden Euro. Hintergrund für das hohe Wachstum war der fortgesetzte, weltweite Trend zur Automatisierung.
 
Schon im 4. Quartal 2008 deuteten rückläufige Auftragseingänge das Ende des Wachstumszyklus an – wie sehr sich diese Entwicklung durch die Finanz- und Wirtschaftskrise zu einer dramatischen Abwärtsspirale entwickeln würde, wurde erst nach der Jahreswende nach und nach erkennbar. Mit Blick auf die im ersten Quartal 2009 um 48% rückläufigen Auftragseingänge prognostiziert VDMA Robotik + Automation für 2009 einen Rückgang des Branchenumsatzes um gut 20% auf 7,3 Milliarden Euro und damit auf das Niveau des Jahres 2006. Insgesamt leidet die Automatisierungstechnik sehr darunter, dass die Anwender – und hier insbesondere die Automobilindustrie und ihre Zulieferer - Projekte und damit auch die Beschaffung von Produktionsmitteln verschieben.
 
Im Verband ist man dennoch zuversichtlich, dass die deutschen Hersteller gestärkt aus der Krise hervorgehen. Dr. Michael Wenzel, stellvertretender Vorsitzender des VDMA-Fachverbands R+A und Geschäftsführer von Reis Robotics, betont: „ Der Bedarf an Automatisierung ist ungebrochen. Unsere Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht und gehen krisenfester in den Abschwung, als dies beispielsweise in den 90er Jahren der Fall war. Ihr Angebot genießt weltweit besten Ruf, so dass sie die ersten sein werden, die von einer Konjunkturbelebung, wo auch immer, profitieren.“
 
Diese positive Einschätzung ist durchaus begründet. Denn während in Hochphasen das Hauptaugenmerk der Unternehmen meist ausschließlich der laufenden Produktion und dem Geld verdienen gilt und sie keine Zeit für Zukunftsprojekte haben, steht jetzt wieder mehr Zeit für strategische Weichenstellungen zur Verfügung. Innovative Unternehmen werden diese Zeit nutzen, ist Dr. Michael Wenzel überzeugt: „Die Automatisierung ist der Schlüssel zum Erfolg – vor allem für produzierende Unternehmen in Europa. Sie trägt dazu bei, Kosten zu senken und gegenüber Produkten aus Niedriglohnländern wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit Unterstützung von Robotik und Automation werden aber auch Produkte verbessert: Ihre Funktionsdichte nimmt zu, und sie erfüllen selbst höchste Qualitätsansprüche.“
 
Während derzeit die bereits in starkem Maße automatisierte Automobilindustrie Pause macht, erwarten Branchenexperten steigende Automatisierungsbemühungen in der sogenannten General Industry (alle Industrien außer Automotive): Diese Sektoren haben einiges nachzuholen. Bei ihnen sind die Prozesse zwar oft automatisiert – aber im Gegensatz zur Autoindustrie weitgehend starr. Wegen einer immer mehr auf Individualität bedachten Kundschaft muss die Produktionsausstattung aber flexibel sein. Ein Beispiel für diese Entwicklung gibt die Verpackungsindustrie: Jahrelang war dort der Robotereinsatz – ein sehr flexibler Teil der Automatisierung – auf Palettieraufgaben beschränkt. Heute ist dieses Marktsegment ein Musterbeispiel für vielfältige Formen der Automatisierung.
 
Weiteres Wachstum und Impulse für die Automatisierung werden außer von den Verpackungsmaschinen-Herstellern insbesondere im Bereich der Nahrungsmittelmaschinen-, der Pharma- und Kosmetikindustrie, der Medizintechnik, bei den Life Sciences sowie bei der Photovoltaikindustrie erwartet. Letztere bietet besonders große Chancen: Allein in Deutschland stieg die installierte Leistung aller Photovoltaikanlagen von 3,8 Gigawatt im Jahr 2007 auf 5,3 Gigawatt (Spitzenleistung) in 2008. Weltweit gesehen hat sich die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen im vergangenen Jahr sogar fast verdoppelt – was nur mit entsprechender Produktionsautomatisierung möglich war.
 
Marktforscher und Analysten prognostizieren der Solarindustrie für 2009 eine durch die Auswirkungen der gegenwärtigen Finanzkrise schwächere Wachstumsdynamik. Doch sie sind zuversichtlich. Denn der Bedarf an Photovoltaikanlagen wird durch neue Förderprogramme in Osteuropa, den USA und in China zunehmend stimuliert. Zugleich sind die Hersteller der Solaranlagen darauf bedacht, die Preise und damit die Herstellungskosten in den nächsten Jahren soweit zu senken, bis die Solarstromkosten zumindest auf dem Niveau klassischer Stromquellen angekommen sind.
 
Mit Automatisierungsmaßnahmen wurden in dieser Branche in den vergangenen Jahren große Erfolge erzielt, was sich unter den genannten Voraussetzungen fortsetzen wird. Um dafür alle Möglichkeiten auszuloten, bietet die AUTOMATICA das ideale Forum, ist sich Anja H. Schneider, Projektleiterin der Münchener Fachmesse, sicher: „Schon 2008 konnte die AUTOMATICA großes Interesse aus der Photovoltaik-Branche registrieren, zumal die Fachmesse Intersolar parallel stattfand. Die Nachfrage aus der Photovoltaik wird sich 2010 fortsetzen. Denn es ist genau der richtige Zeitpunkt, um mit der Automatisierung durchzustarten.“
 
Innovation durch Automatisierung ist und bleibt für produzierende Unternehmen in Deutschland eine große Chance, um gegen die kostengünstige und immer besser werdende Konkurrenz aus dem Ausland bestehen zu können. „Eine Messe wie die AUTOMATICA 2010 eignet sich perfekt dazu, neue Anregungen zu sammeln und in den eigenen Betrieb zu transferieren“, erklärt Projektleiterin Anja H. Schneider. „Unser Angebot ist vielfältig: Die Schlüsseltechnologien Montage- und Handhabungstechnik, Robotik sowie Industrielle Bildverarbeitung bilden die Kernbereiche. Die dazugehörigen Technologien untergliedern sich in die Themen Positioniersysteme, Antriebstechnik, Sensorik, Steuerungstechnik, Sicherheitstechnik, Versorgungstechnik, Software, Dienstleistungen und Dienstleister sowie Forschung und Technologie.“ Damit stellt die AUTOMATICA 2010 das gesamte Spektrum der Automation dar und bildet komplette Wertschöpfungsketten ab – von der Komponente bis zum System und von der Applikation bis hin zu den Dienstleistungen.
 
 
Bildmaterial:
   
B01_Aut09_DrWenzel
© Reis Robotics
B01_Automatica09_DrWenzel.jpg
Dr. Michael Wenzel: "Robotics and automation are the key to improving products and increasing their functional density. They also contribute to fulfilling even the highest demands for quality."
 
B02_Aut_ASchneider
© Messe München GmbH
B02_Automatica09_ASchneider.jpg
Anja H. Schneider: "A trade fair such as AUTOMATICA 2010 is perfectly suited for getting new ideas and implementing in your own operations."
 
B03_Aut_Montage_detail
© VDMA
B03_Automatica09_Montage detail.jpg
The key to higher flexibility and profitability is in automation.
 
PI03_Aut_BU4
© Messe München GmbH
B04_Automatica09_Industrielle Bildverarbeitung.jpg
The need for automation continues unabated, because many products can no longer be produced without automation.
 
 
Weitere Informationen im Internet unter: www.automatica-munich.com
 
 
Über die AUTOMATICA
Internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik

Die AUTOMATICA ist die internationale Fachmesse, die alle Segmente des Bereiches Robotik + Automation unter einem Dach vereint. Sie findet seit 2004 im zweijährigen Rhythmus auf dem Gelände der Neuen Messe München statt. Fokus der Messe ist, die komplette Wertschöpfungskette darzustellen. Hinter dem industriegetriebenen Konzept der AUTOMATICA stehen die Messe München GmbH und VDMA Robotik + Automation, ideell-fachlicher Träger der Messe. Die Aussteller- und Besucherzahlen der AUTOMATICA sind von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer im Auftrag der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) geprüft und international durch UFI (Global Association of the Exhibition Industry) zertifiziert.
 
 
Über die Messe München International (MMI)
Die Messe München International (MMI) ist mit rund 40 Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien einer der weltweit führenden Messeveranstalter. Über 30.000 Aussteller aus mehr als 100 Ländern und mehr als zwei Millionen Besucher aus über 200 Ländern nehmen jährlich an den Veranstaltungen in München teil. Darüber hinaus veranstaltet die MMI Fachmessen in Asien, in Russland, im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit sechs Auslandsbeteiligungsgesellschaften in Europa und Asien sowie 66 Auslandsvertretungen, die 89 Länder betreuen, verfügt die MMI über ein weltweites Netzwerk.
 
 
Ansprechpartner für die Presse:
AUTOMATICA
Claudia Huber - Pressereferentin
Tel. (+49 89) 949 - 20862
Fax (+49 89) 949 - 20869
e-mail: claudia.huber@messe-muenchen.de
 
VDMA Robotik + Automation
Thilo Brodtmann, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation
Tel. (+49 69) 6603 - 1590
Fax (+49 69) 6603 - 2590
e-mail: thilo.brodtmann@vdma.org


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