Den Blick nach vorn: Die Branchenmesse
AUTOMATICA kommt 2010 genau zum richtigen Zeitpunkt Wer stehen
bleibt, hat verloren: Gerade in
Krisenzeiten sollten Unternehmen nicht in eine „Schockstarre“ verfallen,
sondern Aktivitäten entwickeln: Automatisieren und Prozesse verbessern. Das
schafft Flexibilität, für den Fall, dass die Produktion nicht komplett
ausgelastet ist, und Kapazität für den Aufschwung.
Zwar dauert es bis zur nächsten AUTOMATICA (08. bis
11. Juni 2010), der internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik in
München, noch über ein Jahr, aber ihre Thematik ist aktueller denn je. Gerade
wenn keine Erfolgszahlen gemeldet werden und wenn die Produktion um mehrere
Gänge zurückgeschaltet wird, ist der richtige Zeitpunkt, um Prozesse zu
durchdenken und zu optimieren. Unternehmen sollten dafür Sorge tragen, dass
sich ihre Produktionsanlagen auch mit geringeren Stückzahlen wirtschaftlich
betreiben lassen. Auch die Startbedingungen, wenn neue Produkte den Markt
wieder ankurbeln sollen, müssen jetzt geschaffen werden. Der Schlüssel zu
höherer Flexibilität und Wirtschaftlichkeit ist die Automatisierung.
Mit Prognosen halten sich Unternehmen und Verbände
zurzeit sehr zurück. Kaum vorhersehbar ist, was sich in den kommenden Monaten,
im Gesamtjahr 2009 und im folgenden Jahr noch ereignen kann. Da macht die
Automatisierungsbranche keine Ausnahme. Doch sie hat einige Vorteile auf ihrer
Seite. Zum einen hat sie hervorragende Jahre hinter sich. Laut Statistik des
Branchenverbandes VDMA verzeichnete die Branche Robotik und Automation (R+A) in
den vergangenen Jahren ein jeweils zweistelliges Wachstum. Die im gleichnamigen
VDMA-Fachverband zusammengeschlossenen Hersteller von Industrieller
Bildverarbeitung, Montage- und Handhabungstechnik sowie Robotik konnten sogar noch
im letzten Jahr Rekorde verzeichnen – mit einem Wachstum um 13% erreichten sie 2008
einen Spitzenumsatz von 9,3 Milliarden Euro. Hintergrund für das hohe Wachstum
war der fortgesetzte, weltweite Trend zur Automatisierung.
Schon im 4. Quartal 2008 deuteten rückläufige
Auftragseingänge das Ende des Wachstumszyklus an – wie sehr sich diese
Entwicklung durch die Finanz- und Wirtschaftskrise zu einer dramatischen
Abwärtsspirale entwickeln würde, wurde erst nach der Jahreswende nach und nach
erkennbar. Mit Blick auf die im ersten Quartal 2009 um 48% rückläufigen
Auftragseingänge prognostiziert VDMA Robotik + Automation für 2009 einen
Rückgang des Branchenumsatzes um gut 20% auf 7,3 Milliarden Euro und damit auf
das Niveau des Jahres 2006. Insgesamt leidet die Automatisierungstechnik sehr
darunter, dass die Anwender – und hier insbesondere die Automobilindustrie und
ihre Zulieferer - Projekte und damit auch die Beschaffung von
Produktionsmitteln verschieben.
Im Verband ist man dennoch zuversichtlich, dass die
deutschen Hersteller gestärkt aus der Krise hervorgehen. Dr. Michael Wenzel,
stellvertretender Vorsitzender des VDMA-Fachverbands R+A und Geschäftsführer
von Reis Robotics, betont: „ Der Bedarf an Automatisierung ist ungebrochen. Unsere
Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht und gehen krisenfester in den
Abschwung, als dies beispielsweise in den 90er Jahren der Fall war. Ihr Angebot
genießt weltweit besten Ruf, so dass sie die ersten sein werden, die von einer
Konjunkturbelebung, wo auch immer, profitieren.“
Diese positive Einschätzung ist durchaus begründet.
Denn während in Hochphasen das Hauptaugenmerk der Unternehmen meist
ausschließlich der laufenden Produktion und dem Geld verdienen gilt und sie
keine Zeit für Zukunftsprojekte haben, steht jetzt wieder mehr Zeit für
strategische Weichenstellungen zur Verfügung. Innovative Unternehmen werden
diese Zeit nutzen, ist Dr. Michael Wenzel überzeugt: „Die Automatisierung ist der Schlüssel zum
Erfolg – vor allem für produzierende Unternehmen in Europa. Sie trägt dazu bei,
Kosten zu senken und gegenüber Produkten aus Niedriglohnländern
wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit Unterstützung von Robotik und Automation
werden aber auch Produkte verbessert: Ihre Funktionsdichte nimmt zu, und sie
erfüllen selbst höchste Qualitätsansprüche.“
Während derzeit die bereits in starkem Maße
automatisierte Automobilindustrie Pause macht, erwarten Branchenexperten
steigende Automatisierungsbemühungen in der sogenannten General Industry (alle
Industrien außer Automotive): Diese Sektoren haben einiges nachzuholen. Bei
ihnen sind die Prozesse zwar oft automatisiert – aber im Gegensatz zur
Autoindustrie weitgehend starr. Wegen einer immer mehr auf Individualität
bedachten Kundschaft muss die Produktionsausstattung aber flexibel sein. Ein
Beispiel für diese Entwicklung gibt die Verpackungsindustrie: Jahrelang war
dort der Robotereinsatz – ein sehr flexibler Teil der Automatisierung – auf
Palettieraufgaben beschränkt. Heute ist dieses Marktsegment ein Musterbeispiel
für vielfältige Formen der Automatisierung.
Weiteres Wachstum und Impulse für die Automatisierung
werden außer von den Verpackungsmaschinen-Herstellern insbesondere im
Bereich der Nahrungsmittelmaschinen-, der Pharma- und Kosmetikindustrie, der Medizintechnik,
bei den Life Sciences sowie bei der Photovoltaikindustrie erwartet. Letztere bietet besonders große Chancen: Allein in
Deutschland stieg die installierte Leistung aller Photovoltaikanlagen von 3,8
Gigawatt im Jahr 2007 auf 5,3 Gigawatt (Spitzenleistung) in 2008. Weltweit
gesehen hat sich die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen im vergangenen
Jahr sogar fast verdoppelt – was nur mit entsprechender Produktionsautomatisierung
möglich war.
Marktforscher und Analysten prognostizieren der
Solarindustrie für 2009 eine durch die Auswirkungen der gegenwärtigen
Finanzkrise schwächere Wachstumsdynamik. Doch sie sind zuversichtlich. Denn der
Bedarf an Photovoltaikanlagen wird durch neue Förderprogramme in Osteuropa, den
USA und in China
zunehmend stimuliert. Zugleich sind die Hersteller der Solaranlagen darauf
bedacht, die Preise und damit die Herstellungskosten in den nächsten Jahren soweit
zu senken, bis die Solarstromkosten zumindest auf dem Niveau klassischer Stromquellen
angekommen sind.
Mit Automatisierungsmaßnahmen wurden in dieser
Branche in den vergangenen Jahren große Erfolge erzielt, was sich unter den
genannten Voraussetzungen fortsetzen wird. Um dafür alle Möglichkeiten
auszuloten, bietet die AUTOMATICA das ideale Forum, ist sich Anja H. Schneider,
Projektleiterin der Münchener Fachmesse, sicher: „Schon 2008 konnte die AUTOMATICA
großes Interesse aus der Photovoltaik-Branche registrieren, zumal die Fachmesse
Intersolar parallel stattfand. Die Nachfrage aus der Photovoltaik wird sich 2010
fortsetzen. Denn es ist genau der richtige Zeitpunkt, um mit der
Automatisierung durchzustarten.“
Innovation durch Automatisierung ist und bleibt für
produzierende Unternehmen in Deutschland eine große Chance, um gegen die
kostengünstige und immer besser werdende Konkurrenz aus dem Ausland bestehen zu
können. „Eine Messe wie die AUTOMATICA 2010 eignet sich perfekt dazu, neue
Anregungen zu sammeln und in den eigenen Betrieb zu transferieren“, erklärt
Projektleiterin Anja H. Schneider. „Unser Angebot ist vielfältig: Die
Schlüsseltechnologien Montage- und Handhabungstechnik, Robotik sowie
Industrielle Bildverarbeitung bilden die Kernbereiche. Die dazugehörigen
Technologien untergliedern sich in die Themen Positioniersysteme, Antriebstechnik,
Sensorik, Steuerungstechnik, Sicherheitstechnik, Versorgungstechnik, Software,
Dienstleistungen und Dienstleister sowie Forschung und Technologie.“ Damit
stellt die AUTOMATICA 2010 das gesamte Spektrum der Automation dar und bildet
komplette Wertschöpfungsketten ab – von der Komponente bis zum System und von
der Applikation bis hin zu den Dienstleistungen.
Bildmaterial: 
© Reis
Robotics
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Dr. Michael Wenzel:
"Robotics and automation are the key to improving products and increasing
their functional density. They also contribute to fulfilling even the highest
demands for quality."

© Messe München GmbH
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Anja H. Schneider:
"A trade fair such as AUTOMATICA 2010 is perfectly suited for getting new
ideas and implementing in your own operations."

© VDMA
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The key to
higher flexibility and profitability is in automation.

© Messe München GmbH
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Bildverarbeitung.jpg
The need for automation continues unabated, because
many products can no longer be produced without automation.
Weitere Informationen im Internet unter:
www.automatica-munich.com Über die
AUTOMATICA
Internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik Die
AUTOMATICA ist die internationale Fachmesse, die alle Segmente des Bereiches
Robotik + Automation unter einem Dach vereint. Sie findet seit 2004 im
zweijährigen Rhythmus auf dem Gelände der Neuen Messe München statt. Fokus der
Messe ist, die komplette Wertschöpfungskette darzustellen. Hinter dem
industriegetriebenen Konzept der AUTOMATICA stehen die Messe München GmbH und
VDMA Robotik + Automation, ideell-fachlicher Träger der Messe. Die Aussteller-
und Besucherzahlen der AUTOMATICA sind von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer
im Auftrag der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und
Ausstellungszahlen (FKM) geprüft und international durch UFI (Global
Association of the Exhibition Industry) zertifiziert.
Über die Messe
München International (MMI) Die
Messe München International (MMI) ist mit rund 40 Fachmessen für
Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien einer der weltweit
führenden Messeveranstalter. Über 30.000 Aussteller aus mehr als 100 Ländern
und mehr als zwei Millionen Besucher aus über 200 Ländern nehmen jährlich an
den Veranstaltungen in München teil. Darüber hinaus veranstaltet die MMI
Fachmessen in Asien, in Russland, im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit
sechs Auslandsbeteiligungsgesellschaften in Europa und Asien sowie 66
Auslandsvertretungen, die 89 Länder betreuen, verfügt die MMI über ein
weltweites Netzwerk.
Ansprechpartner für
die Presse: AUTOMATICA
Claudia Huber -
Pressereferentin
Tel. (+49 89) 949 -
20862
Fax (+49 89) 949 -
20869
e-mail:
claudia.huber@messe-muenchen.de VDMA Robotik + Automation
Thilo Brodtmann,
Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation
Tel. (+49 69) 6603 - 1590
Fax (+49 69) 6603 - 2590
e-mail:
thilo.brodtmann@vdma.org