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Robotics & Automation Report, 17. Ausgabe 2010
Im Robotics & Automation Report, 17. Ausgabe 2010, lesen Sie folgende Artikel: |
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Industrieroboter Robotik-Verband IFR sieht die Roboterindustrie zurück in der Erfolgsspur
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 Diskutierten
über die Roboterzukunft (v.l.n.r.): Moderator Ken Fouhy (MM
Maschinenmarkt, MM Erneuerbare Energien), Manfred Gundel (Kuka
Roboter), Olaf Gehrels (Fanuc Robotics), Åke Lindqvist (IFR
Präsident), Yoshikatsu Minami (Yaskawa Electric) und John
Dulchinos (Adept). Bild: Kroh | Nach
dramatischen Einbrüchen im Jahr 2009 befindet sich die
Robotik-Industrie wieder auf Wachstumskurs. Im ersten Quartal 2010
schnellten die Industrieroboter-Verkäufe um über 50% in die
Höhe. Das erklärte der Robotik-Verband IFR anlässlich
der Automatica 2010. „Das ist der Beginn einer Erholung, die
bis 2013 wieder zu jährlichen, weltweiten Verkäufen von
annährend 100 000 Industrierobotern führen kann“,
urteilte Åke Lindqvist, Präsident der International
Federation of Robotics (IFR).
Im vergangenen Jahr war die
Anzahl der neu installierten Roboter weltweit um rund 45% auf 62 100
Stück zurückgegangen. In Nordamerika sanken die
Verkaufszahlen um 48%, in Asien um 47% und in Europa um 41%. Besonders
stark betroffen war Japan mit einem Minus von 57% im Vergleich zu 2008.
Selbst im Wachstumsmarkt China wurden 31% weniger Roboter abgesetzt.
Solartechnik bietet der Roboter-Industrie enorme Wachstumschancen
Aber
laut IFR gibt es noch hohes Potenzial für Industrieroboter
besonders in wachsenden Branchen wie der Pharma- und Kosmetikindustrie,
der Medizintechnik, der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie,
aber auch in der Metall- und Solarindustrie. „Riesige
Verbrauchermärkte werden in China, Indien, Brasilien and Russland
erschlossen“, betonte Lindquist. Deshalb erwartet die IFR
für 2010 weltweit knapp 80 000 Roboterauslieferungen.
Über die Zukunft der Robotik diskutierten beim IFR
Roundtable die CEO der führenden Roboterhersteller (sehen Sie dazu
das Video).
Einigkeit herrschte dabei darüber, dass die Automobilindustrie in
den nächsten drei bis fünf Jahren der größte
Roboterabnehmer bleiben werde.
| Roboter muss so einfach zu bedienen sein wie ein iPhone
Parallel
dazu werde allerdings die allgemeine Industrie deutlich wachsen. Die
Roboter-Anwendung für die kleinen und mittelständischen
Unternehmen zu vereinfachen betrachteten die Experten als eine
große Herausforderung. „Der Roboter muss so einfach zu
bedienen sein wie ein iPhone“, meinte Olaf C. Gehrels, President
& CEO von Fanuc Robotics Europe. |
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Messrobotik IERA Award 2010 geht an den Roboterexperten Prof. Dr.-Ing. Alexander Verl
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 Preisträger Alexander Verl vom Fraunhofer IPA (links) mit IFR Präsident Åke Lindqvist. Bild: IFR-IEEE | Während des Banketts der International Symposium on Robotics ISR 2010
in Kooperation mit der 6. German Conference on Robotics Robotik 2010,
die im Rahmen der internationalen Fachmesse Automatica stattfand, ist
am 8. Juni der IERA Award an Univ.-Prof. Dr.-Ing. Alexander Verl,
Fraunhofer IPA für sein Projekt „Inline Measurement Robots – Robots Get
the Precision for Car Body Inspection“ (Roboterbasierte
Inline-Messtechnik für den Karosserierohbau) verliehen worden.
Die
IEEE Robotics and Automation Society (IEEE RAS) und die International
Federation of Robotics (IFR) zeichnen mit dem Invention &
Entrepreneurship Award – kurz IERA Award – außergewöhnliche Leistungen
in der Vermarktung von innovativen Roboter- und
Automatisierungstechnologien aus.
| Innovative roboterbasierte Messtechnik für den FahrzeugbauRoboterbasierte Inline-Messtechnik hat sich in den letzten 10 Jahren
als neue Anwendung für Industrieroboter im Karosserierohbau
durchgesetzt. Früher kamen für solche Aufgaben
stationäre Sensoren zum Einsatz. Vor allem dann, enn in einer
Produktionslinie verschiedene Varianten eines Fahrzeugs gebaut werden
sollen, verursachen diese Anlagen beträchtliche Investitionen.
Denn pro Messpunkt und Fahrzeugvariante muss ein Sensor installiert
werden. Außerdem verursacht die Anpassung an neue Aufgabenstellungen
einen erheblichen Aufwand, weil dabei Hardwareänderungen
vorgenommen werden müssen. Schließlich ist es mit den
stationären Systemen schwierig, alle relevanten Messpunkte im
Fahrzeuginnenraum zu erreichen. Temperaturempfindlichkeit von Robotern machte genaues Messen lange Zeit schwierigHinzu kommt, dass Standard-Industrieroboter durch
Außentemperaturänderungen und Eigenerwärmung
Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, die zu Fehlern
größer 0,5 mm aufgrund von Wärmedehnung führen.
Damit war der Roboter zur Kontrolle von Toleranzen kleiner 0,5 mm nicht
einsetzbar. Alexander Verl sich dieser Problematik angenommen und 1997 zusammen mit
Stefan Pieters die Firma Amatec Robotics GmbH gegründet, die heute
als Marktführer in der Messrobotik gilt. Schlüsselkomponente
war dabei die voll in die Kuka-Steuerung integrierte, modellbasierte
Temperaturkompensation. 2005 hat Verl Amatec an die Kuka Roboter GmbH
verkauft, die nun am Thema Messrobotik weiterarbeitet. Messrobotik heute Standard in der AutomobilindustrieDie meisten großen Autohersteller haben inzwischen flexible
Messrobotersysteme von Kuka/Amatec im Einsatz. Verl hat 2005/2006 den
Ruf an die Institute in Stuttgart angenommen und leitet nun mit
über 500 Mitarbeitern das größte produktionstechnische
Fraunhofer-Institut. Er beschäftigt sich dort weiterhin mit den
Themen Steigerung der Dynamik und Genauigkeit von Werkzeugmaschinen und
Robotern. |
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Bildverarbeitung Mini-Platinenkamera verzichtet auf Kompromisse in Sachen Funktionalität
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 Schnuckelig
klein, aber ganz groß, wenn es um den Funktionsumfang geht,
präsentiert sich die auf der Automatica 2010 vorgestellte Mini-
Platinenkamera mvBlueFOX-MLC von Matrix Vision. Bild: Matrix Vision | Bei
der Entwicklung von Platinenkameras ist die Reduzierung der
Größe ein wichtiger Parameter. Oft wird eine kompakte
Bauweise durch einen Kompromiss beim Funktionsumfang erreicht. Die neue
mvBlueFOX-MLC-USB-Plantinenkamera von Matrix Vision schafft quasi die
Quadratur des Kreises: Sie ist klein, bietet aber dennoch den vollen
Funktionsumfang.
Dazu gehören eine gute Bildqualität
bei sehr hoher Bildfrequenz und Unterstützung aller Sensorfeatures
(wie High Dynamic Range). Bei einer Größe von nur 35 mm x 33
mm besitzt die Kamera zusätzlich einen Bildspeicher von 8 Mbyte
für garantierte Bildübertragung sowie einen
Mikro-SPS-Sequenzer für zeitkritische I/O- und
Erfassungssteuerung.
Die Kamera ist je nach Anforderung mit
unterschiedlichen Ausstattungen im Hinblick auf Schnittstellen und
Objektivgewinden erhältlich. Die Platine kann sowohl mit einem
Mini-USB-Stecker als auch mit einer USB-Stiftleiste bestückt
werden.
| Objektivgewinde in drei unterschiedliche Tiefen verfügbarEin integriertes S-Mount-Objektivgewinde gehört zur
Standard-Ausstattung und steht in drei unterschiedlichen Tiefen zur
Verfügung. Optional können auch hochqualitative C- und
CS-Mount Frontflansche gewählt werden. Auch bei der Wahl der
digitalen Ein- und Ausgängen ist „industrielle“
Flexibilität vorhanden: 1/1 optisch-entkoppelte oder 2/2
TTL-kompatible digitale I/Os sind alternativ möglich. Derzeit ist
der Aptina-WVGA-Sensor als Grauwert-Version und in Farbe
verfügbar. Weitere Sensoren sind laut Matrix Vision in
Vorbereitung. Treiber für Linux und WindowsFür die Platinenkamera mvBlueFOX-MLC gibt es Treiber für
Linux und Windows; außerdem wird neben Directshow, Neurocheck,
Halcon, Labview und weiteren Produkten von Drittanbietern auch die
Bildverarbeitungsbibliothek mvimpact von Matrix Vision vollständig
unterstützt. Die neue Platinenkamera-Serie wurde auf der
Automatica 2010 in München vorgestellt und soll ab Sommer 2010
erhältlich sein. |
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Fabrikautomation Montageschnelle Schlauchpakete für die Roboterindustrie
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 Blitzschnelles
Austauschen von Leitungen: Energiekette „Triflex R“ in der
„Easy“-Version. Die Leitungen werden einfach von Hand in
die Kette hineingedrückt und sind immer von außen
zugänglich. Bild: Igus | Wellschläuche
können knicken und reißen. Deshalb hat Igus für
Roboterhersteller und -anwender die 3D-Energiekette Triflex R
entwickelt. Diese gibt es in drei Bauformen: Die geschlossene
Ausführung ist für den Leitungsschutz bei rauen Anwendungen,
etwa bei Schweißspritzern, Spänen und Schmutz geeignet. Die
„Light“-Version ist ab Lager lieferbar, leicht handhabbar
und besonders montageschnell. Bei der „Easy“-Version werden
die Leitungen per Hand in die Kette hineingedrückt.
Durch
ihren modularen Aufbau mit Einzelelementen kann die mehrdimensional
bewegliche Roboter-Kette jederzeit in der Länge angepasst werden.
Ein Kürzen und Längen ist an jeder beliebigen Stelle
möglich. Die hohe Zugfestigkeit wird über das sogenannte
„Trailer-Prinzip“ erreicht.
Die einzelnen Elemente
sind nicht durch störende Stahlseile oder ähnliches
miteinander verbunden, sondern wie bei einer Anhängerkupplung
(Kugel-Pfanne-Prinzip). Durch diese kugelförmige Ausbildung ist
die Beweglichkeit in alle Richtungen sicher gestellt. Es ist eine
Verdrehung von etwa ± 10° pro Kettenglied möglich.
Dadurch wird ein Führen der Leitungen um schwierige Geometrien
unterstützt.
| Keine Schlaufenbildung, kein LeitungsstressHinzu kommt eine definierte Bewegungsfreiheit in allen drei
Dimensionen. Der Biegeradius ist in allen Richtungen gleich, was
ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Lebensdauer von Kette,
Leitungen und Schläuchen hat. Zudem wird durch den Einsatz von
Federstabmodulen stets eine gerichtete Vorspannung erzeugt. So lassen
sich automatische Rückzugsmechanismen, ähnlich wie bei einer
Angelrute, realisieren und es könne nicht zu Schlaufen und
Leitungsstress am Roboterkopf kommen. Speziell für Roboteranwendungen auf engem Bauraum bietet Igus
überdies ein „Triflex RS“-Set an, mit dem die
Energiekette platzsparend parallel zum Roboterarm geführt wird.
Dieses lässt sich direkt an allen Befestigungspunkten am Roboter
montieren. Schließlich runden Protektoren,
Schnellverschlusssysteme und Anbindungsmodule für nahezu alle
Roboter das breite Programm ab. Leitungen immer zugänglichFür seine „Easy“-Version hat igus jetzt auf der
Automatica 2010 zwei zentrale Neuheiten vorgestellt. Bei der
„Easy“-Ausführung sind die Leitungen und
Schläuche – welche einfach in die Kette reingedrückt
werden – stets sichtbar und von außen zugänglich, um
im Servicefall einzelne Leitungen oder das ganze
Schlauch-/Leitungspaket blitzschnell austauschen zu können. Mit
dieser Lösung werden die Instandsetzungsarbeiten verkürzt und
Ausfallzeiten des Roboters verringert. 50% höhere ZugfestigkeitZum einen ist die „Easy Triflex R“ in der Größe
100 ab sofort auch mit einer Bolzenverbindung (sogenannte
„C-Version“) als Verschlussart lieferbar. Das erlaubt eine
mühelose Montage- und Demontagemöglichkeit der Kettenglieder.
Die Verbindung der Kettenglieder ist über ein sphärisches
Gelenklager – Kugelkalotte und Rastbolzen – realisiert, das
für eine formschlüssige Kraftübertragung sorgt. Die
lineare Zugkraftaufnahme wird weiter erhöht auf bis zu 4000 N. Die
Energiekette kompensiert jetzt noch größere
Torsionskräfte. Radienstablität wurde erhöhtZum zweiten bietet die „Easy Triflex R“ ab sofort ein
weiter verbessertes Anschlagsystem durch einen zusätzlichen
Anschlag (sogenannte „B-Version“). Das bringt eine bis zu
vierfach höhere Radienstabilität, um bei komplizierten und
sehr engen Bewegungen am Roboterarm noch höhere Kräfte
aufnehmen zu können und dabei alle Leitungen zu schützen. Die Kugel-Pfanne-Verbindung wurde dazu im Design verändert
für extrem harte Anwendungsfälle mit großen
Beschleunigungen und sehr hohen Geschwindigkeiten. Die vierfach
gesteigerte Biegeradienbelastbarkeit wurde in zahlreichen Tests im
firmeneigenen Igus-Technikum in Köln nachgewiesen, so der
Hersteller. |
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Positionieren Laborautomatisierung setzt auf Elektropneumatik
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 Bei
Laboranlagen zum Mischen, Dosieren, Applizieren und Testen von
Rezepturen treibt die Automatisierung den Probendurchsatz in die
Höhe. | Damit flüssige und
rieselfähige Güter im Labor zehn. bis hundertmal schneller
und deutlich genauer gemischt, geprüft und appliziert werden,
kommt bei Hochdurchsatzanlagen eine hybride Antriebstechnik zum
Einsatz. Wichtige Leistungselemente liefert dabei die Elektropneumatik.
Auf
die richtige Mischung kommt es an. Das gilt vor allem für
Rezepturen, die sich aus verschiedenen Rohstoffen zusammensetzen. In
der chemischen und pharmazeutischen Industrie ist das beispielsweise an
der Tagesordnung. Heute automatisiert dort die Hochdurchsatztechnik
das, was zuvor über Jahrzehnte weltweit in Laboren von Hand
gemacht wurde. Diese Entwicklung schreitet weiter voran, um die
Entwicklungszeiten für Produkte noch weiter zu verkürzen: vom
Dosieren und Mischen der Rohstoffe über das Testen spezifischer
Mischungseigenschaften bis zur Applikation, wobei in der Anwendung
weitere Tests im Labor erfolgen.
| Zehnmal höherer Probendurchsatz im Vergleich zum manuellen Testen Klingt
einfach, ist es aber nicht. Jedenfalls nicht dann, wenn der Anwender
außer Zeit auch Kosten für Rohstoffe einsparen und ein
möglichst der Realität entsprechendes Laborergebnis erhalten
möchte. An diesem Punkt setzen Hochdurchsatzanlagen an, wie sie
von Bosch Lab Systems, Waiblingen, – einem Unternehmensbereich
der Robert Bosch GmbH – gebaut werden (Bild 1). Das
Ergebnis: Die Automatisierung ermöglicht, rund 100 Proben im
gleichen Zeitraum zu testen. Ein Laborant schafft dagegen nur etwa zehn
Formulierungen am Tag. Ferner ist der Verbrauch an Rohstoffen im
Vergleich zur manuellen Arbeit deutlich reduziert (Bild 2). Elektropneumatik in dezentrale Steuerungshierachie eingebundenWie das möglich ist, zeigt eine Anlage zur Entwicklung von Farben
und Lacken. Die Antriebs- und Steuerungstechnik ist für die immer
schneller werdenden Abläufe verantwortlich. Lineare
Antriebsachsen, Transfersysteme und Steuerungen – diese
Antriebskomponenten bewegen Module, steuern das Dosieren und sind die
antreibende Kraft für die abschließenden Tests einer
Rezeptur in der Laboranwendung. Wichtige Leistungselemente liefert
dabei die Elektropneumatik. Zusammen mit den elektrischen und
elektromechanischen Antrieben ist sie in eine dezentrale
Steuerungshierachie eingebunden. Basisrohstoffe für Lacke und Farben sind Flüssigkeiten mit
niedriger bis hoher Viskosität. Dazu kommen Pigmente,
Lösemittel und Zusatzstoffe. Sie alle müssen vorgehalten und
in bestimmten Rezepturen – „Formulierungen“ –
gemischt werden. Dafür hat Bosch Lab Systems eine Art Spritze
entwickelt (Bild 3): ein spezieller Zylinder, der Flüssigkeiten
unterschiedlicher Zusammensetzung aufnehmen kann. Wird ein Kolben
eingesetzt, entsteht daraus eine hochgenaue Dosiervorrichtung mit
Zusatznutzen: Die gleiche Spritze wird zur Herstellung der Formulierung
und zum Aufbringen dieser Rezeptur auf eine Oberfläche verwendet,
um abschließend die Farb- oder Lackeigenschaften
realitätsnah zu testen. Dauerbetrieb der Anlagen treibt Anforderungen in die Höhe
Die Anlagen sind modular aufgebaut, können beliebig viele
Rohstoffe vorhalten und bestehen im Durchschnitt aus zehn bis 20
unterschiedlichen Modulen. Sie sind für den 24-h-Betrieb
ausgelegt, um etwa 80% der Versuche in Laboren abzudecken. Daraus
ergeben sich die technischen Anforderungen an die eingesetzten
Komponenten. Dazu gehören hohe Qualität, Zuverlässigkeit
sowie Langlebigkeit (Bild 4). Damit Mischen, Dosieren, Testen und Applizieren reibungslos
funktionieren, setzt Bosch Lab Systems bei den pneumatischen
Linearantrieben auf das Ventilträgersystem HF04 von Rexroth (Bild
5), das funktionssicher direkt an den Profibus der Anlage angeschlossen
ist. Für diese kompakten Ventile ist ein geringer Bauraum
unproblematisch, ebenso wie für die kolbenstangenlosen
Pneumatikzylinder der Baureihe RTC. Dies pneumatischen Zylinder halten
starken Belastungen stand. Wartungseinheit regelt spezifische Druckluftversorgung der Ventile. So bieten sie eine hohe Querkraftstabilität. Weil der Schlitten
und die Kolbenstange dieser Zylinderreihe eine Einheit bilden, lassen
sich große Lasten bewegen – selbst dann, wenn der Schlitten
von kleineren Zylindern angetrieben wird. Außerdem kommen für pneumatische Linearantriebe kompakte,
standardisierte ISO-Zylinder (Reihe CCI) zum Einsatz. Für die
erforderliche „gute Luft“ sorgt eine modular aufgebaute
Wartungseinheit, die Rexroth unter dem Namen Air Service System AS5
für große Luftmengen konzipiert hat (Bild 6). Dieses System
übernimmt nicht nur die Standardfunktionen Filtern, Regeln und
Ölen, sondern auch die Regelung der spezifischen
Druckluftversorgung der Ventile. Steuerungs- und Antriebstechnik aus einer HandDie gesamte Steuerungs- und Antriebstechnik kommt aus einer Hand. Das
Ergebnis ist ein durchgängiges Konzept – bis hin zum
Materialhandling. Die Handlingaufgaben übernehmen vor allem
pneumatische Minischlitten (Baureihe MSC). Sie sind dafür aufgrund
der hohen reproduzierbaren Positioniergenauigkeit beim Prüfen und
Handling der Materialien prädestiniert (Bild 7). Außerdem
führen die Minischlitten zur Zeit- und Kosteneinsparung bei der
Installation: Über eine standardisierte mechanische Schnittstelle
(Easy-2-Combine) können elektromechanische und pneumatische Achsen
einfach miteinander verbunden werden. Als elektromechanische Linearachsen kommen komplette einbaufertige
Module (Reihe CKK) zum Einsatz. Sie bestehen aus Steuerung,
Motoreinheit und Kugelgewindetrieb. Kennzeichnend für diese Achsen
sind hohe Dynamik und Steifigkeit. Der Materialfluss erfolgt anhand des
Transfersystems TS 1 von Rexroth, das ebenso wie die Minischlitten auf
exaktes Positionieren ausgerichtet ist. Bei den Hochdurchsatzanlagen
von Bosch Lab Systems kommt das Transfersystem mit Antriebsstationen,
Positioniereinheiten und Vereinzelern für die Transportsteuerung
zum Einsatz. Bereitstellen, vereinzeln und ansaugen auf einem halben QuadratmeterDie Anlagen werden nach kundenspezifischen Anforderungen gebaut. So
bestand bei einer kürzlich ausgelieferten Anlage die
größte Herausforderung in der Umsetzung einer
kreisförmigen Bewegung. Der Grund dafür lag in den
eingeschränkten Platzverhältnissen: Auf einem halben
Quadratmeter müssen Proben bereitgestellt, vereinzelt, angesaugt,
im Kreis verfahren und zum Weitertransport in eine Öffnung gesetzt
werden. Das Achssystem für die Bewegungen in X-Y-Richtung basiert
auf Umrichtern des Typs Indradrive C, die mit Synchron-Servomotoren
(Indradyn S) kombiniert wurden (Bild 8). In die Umrichter ist eine Sicherheitstechnik integriert, die
Anlaufsperre und reduzierte Geschwindigkeit als Sicherheitsfunktionen
nutzt. Zusammen mit dem Bedienterminal und der genau auf die Anwendung
zugeschnittenen Steuerung hat man somit auch diese Achskombination im
Griff (Bild 9). Hauptanwender der Anlagen sind der F&E-Bereich und die
Qualitätskontrolle. Sie haben Schlüsselfunktionen in vielen
Unternehmen. Deshalb ist jede einzelne Anlagenkomponente für das
Funktionieren der Gesamtanlage existenziell – mit dem Ziel,
Formulierungen realitätsnah zu applizieren. Hochrechnen der Laborergebnisse auf die tatsächliche Situation entfällt. Da muss das ganze System stimmig sein, wie anhand zweier Anwendungen
deutlich wird: Zum einen können mit einer Hochdurchsatzanlage ein
Automobillack in der später gewünschten Schichtdicke auf ein
Blech aufgespritzt und sogleich die Anwendungseigenschaften getestet
werden. Zum anderen lassen sich selbst Kunstharze mit hoher
Viskosität ohne Verdünnung dosieren. Das erspart dem Anwender
das mühselige Hochrechnen der Laborergebnisse auf die
tatsächliche Situation – und natürlich auch Kosten
aufgrund eines reduzierten Rohstoffverbrauchs im Vergleich zu anderen
Verfahren. Roland Emmerich, Olaf Eistert und Bernd Leutner
Dr. Roland Emmerich ist Leiter Marketing und Vertrieb bei Bosch Lab
Systems in Waiblingen. Olaf Eistert arbeitet dort als Projektleiter
Entwicklung und Konstruktion. Bernd Leutner ist Global Account Manager
bei der Bosch Rexroth AG in Fellbach bei Stuttgart. |
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Lebensmittelhandhabung Fünf-Achs-Roboter in IP67-Schutzart
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 Der
Roboter verfügt über die Schutzart IP67 sowie über eine
spezielle Wash-down-Lackierung. Dadurch ist der Roboter bei seinem
Einsatz im Lebensmittelbereich leicht zu reinigen. Bild: Motoman/Yaskawa | Der
Fünf-Achs-Roboter Motoman-MPK2 bietet laut Yaskawa
Höchstleistungen in den Bereichen Lebensmittelhandhabung,
Kommissionieren, Verpacken oder bei weiteren
High-Speed-Handhabungsapplikationen. Dies gelte ganz besonders in
Umgebungen, in denen es auf Sauberkeit und Hygiene ankommt. Der
Roboter verfügt über die Schutzart IP67 sowie über eine
spezielle Wash-down-Lackierung. Dadurch ist der Roboter bei seinem
Einsatz im Lebensmittelbereich leicht zu reinigen. Das hohle Design des
Handgelenks ermöglicht die integrierte Medien- und
Luftzuführung, durchgehend vom Grundgestell bis zum Werkzeug. Der
Fünf-Achser hat eine Traglast von 2 kg und eignet sich auch
für das Beladen von tiefen Kartonagen.
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Sicherheitstechnik Safety ist auf dem Weg zur totalen Integration
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 Sicherheits-Steuerungen
mit zertifizierten Sicherheitsfunktions- bausteinen ermöglichen
die einfache und sichere Realisierung von Funktionen wie Not-Aus,
Schutztürüberwachung oder Zweihandkontrolle. Bild: Siemens | Konventionelle Sicherheitstechnik arbeitet zwar mit bewährten
Komponenten, hat aber verglichen mit integrierten Systemen Nachteile
wie den erhöhten Verdrahtungsaufwand. Daher übernehmen
speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) zunehmend
sicherheitsrelevante Aufgaben.
Sicherheitstechnik wird oft als
notwendiges Übel angesehen – allerdings stellt sie nicht nur eine enge
Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine, sondern auch eine hohe
Verfügbarkeit der Anlage sicher. Maschinensicherheit ist deshalb ein
entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit der Produktion.
Zuverlässige Systeme, die sich einfach bedienen und warten lassen,
reduzieren die Unfall- und Störanfälligkeit.
Die
EU-Maschinenrichtlinie fordert, dass jeder Hersteller den
Sicherheitsanforderungen entsprechende, richtlinienkonforme Maschinen
bauen muss. Gemäß der Maschinenrichtlinie und der dort gelisteten
Normen, wie beispielsweise der ISO 13849, sind alle notwendigen
Maßnahmen zu ergreifen, damit die Maschine oder Anlage keinerlei Gefahr
für Leben und Gesundheit von Personen darstellt. | EN ISO 13849-1 stellt erweiterte Anforderungen an die BauteileDie Vermutungswirkung der EN 954, Vorgänger-Norm der EN ISO 13849,
wurde zwar bis Ende 2011 verlängert, dennoch ist sich Joachim
Greis, Produktmanager Sicherheitstechnik bei der Beckhoff Automation
GmbH in Verl sicher, dass der Anwender zunehmend Produkte verwenden
wird, bei denen die aktuellen und normgerechten Anforderungen an die
Sicherheitstechnik bereits bei der Entwicklung berücksichtigt
wurden. „Die EN ISO 13849-1 stellt sowohl an die sicherheitsbezogenen
Steuerungen als auch an die mit der Realisierung von
Sicherheitsfunktionen betrauten Personen erweiterte Anforderungen, wie
zum Beispiel die Quantifizierung der Bauteile, die
Software-Sicherheitsanforderungen oder die Abschätzung des
Diagnosedeckungsgrads“, sagt Greis. Besonders in Bezug auf die funktionale Sicherheit bringt die EN ISO
13849-1 inhaltliche Neuigkeiten mit sich. Wie Johann Aulila,
Geschäftsführer der Jokab Safety GmbH in Spaichingen,
erläutert, muss die sicherheitsbezogene Software von
Steuerungsfunktionen jetzt verifiziert und validiert werden. Maschinenbauer muss potenzielle Gefährdungen quantitativ abschätzen Dabei biete nur die EN ISO 13849-1 Leitlinien für einen qualitativ
hochwertigen Entwicklungsprozess von sicherheitsgerichteter Software.
Aulila: „Wer strikt nach dem Stand der Technik handeln will, muss
bei Anwendung einer Sicherheits-SPS und darauf erstellter
sicherheitsgerichteter Software jetzt zwingend die 13849-1
befolgen.“ Der wesentliche Unterschied zur Vorgänger-Norm EN 954-1 besteht
darin, dass der Maschinenbetreiber verpflichtet ist, zusätzlich
zur qualitativen Risikoanalyse jetzt auch eine quantitative
Einschätzung potenzieller Gefährdungen vorzunehmen.
Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen müssen nun nach
folgenden Kriterien eingestuft werden: - Diagnosedeckungsgrad (DC)
- Quantifizierung von Fehlern gemeinsamer Ursache (CCF)
- Zeit bis zum gefährlichen Ausfall (MTTFd) und
- Ausfallwahrscheinlichkeit (PFHd beziehungsweise PL).
Für die Beurteilung der Sicherheitsfunktionen bieten viele
Hersteller von Sicherheitssteuerungen dem Anwender ein Werkzeug an, so
auch das Unternehmen Siemens. „Unser Safety Evaluation Tool hilft
schnell und sicher bei der Bewertung von Sicherheitsfunktionen der
Maschinen entsprechend der beiden Normen IEC 62061 und ISO 13849-1. Als
Ergebnis erhalten die Kunden einen normenkonformen Report, der als
Sicherheitsnachweis in die Dokumentation integriert werden kann,“
erläutert Ulrich Kaus, Marketing Manager Safety Integrated bei der
Siemens-Division Industry Automation in Nürnberg. Sicherheitsgerichtete Daten und Steuerungsdaten über eine einzige Busleitung übertragenDas Unternehmen hat unter der Bezeichnung Simatic Safety Integrated ein
skalierbares Angebot sicherheitsgerichteter Controller für alle
Bereiche der Fertigungsautomatisierung im Portfolio. Laut Kaus
profitieren Anwender besonders von Zeit- und Kosteneinsparungen, weil
sich das vorhandene Know-how bezüglich der Standardtechnik auf die
Sicherheitstechnik übertragen lässt. Dabei können die
sicherheitsgerichteten Daten und die Standard-Steuerungsdaten über
eine einzige Busleitung übertragen werden. Die sicherheitsgerichtete Kommunikation wird durch das Profisafe-Profil
ermöglicht: „Was heute Stand bei den Simatic-Controllern ist
– Standard und fehlersicheres Programm werden von der selben CPU
abgearbeitet – spiegelt sich auch in der Kommunikation wider; das
heißt, Standard und fehlersichere Kommunikation erfolgen
über die gleiche physikalische Busleitung“, so Kaus. Der
Vorteil liege klar auf der Hand: Die fehlersichere Kommunikation kann
über eine bereits vorhandene Netzwerkinfrastruktur erfolgen
beziehungsweise bei einer Neuinstallation verringert sich der
Installationsaufwand laut Kaus erheblich. Trennung sicherer und nicht sicherer Daten ist eher anwenderspezifisch„Generell besteht die Forderung der Anwender nach einem einfachen
und einheitlichen Verkabelungssystem innerhalb einer Anlage“, ist
sich Markus Schlögl, Bereichsleiter Produktmanagement bei der Pilz
GmbH & Co. KG in Ostfildern sicher. „Die Überlegungen
zur Trennung von sicheren und nicht sicheren Daten sind nicht
anwendungsspezifisch, sondern eher anwenderspezifisch“, so
Schlögl. Die Herangehensweise hänge von der System- und
Sicherheitsphilosophie des Anwenders ab, welche oftmals auch historisch
gewachsen sei. „In der Vergangenheit gab es keine andere
Möglichkeit, als die Signale über verschiedene Kabel zu
trennen, daher ist der Bestand und damit der Erfahrungsschatz
solchermaßen strukturierter Systeme sehr hoch“,
erläutert Schlögl. „Doch der Trend weist hier deutlich
in Richtung Netzwerk-basierender Systeme.“ Mit dem neuen
Automatisierungssystem PSS 4000 bietet Pilz eine integrierte, modulare
und dezentrale Lösung für sichere und nicht sichere
Steuerungsaufgaben. Safety-System Twin-Safe von Beckhoff verwendet keinen zusätzlichen SicherheitsbusAuch bei Twin-Safe, der Sicherheits-Lösung von Beckhoff
Automation, wird kein zusätzlicher Sicherheitsbus verwendet.
„Die Twin-Safe-Komponenten kommen da zum Einsatz, wo
sicherheitsgerichtete Eingangssignale erfasst oder
sicherheitsgerichtete Aktoren angesteuert werden müssen. An
mindestens einer Stelle des Systems sorgt eine sichere Logikeinheit
für die korrekte Verarbeitung der Sicherheitsfunktionen. Die
Kommunikation zwischen den Twin-Safe-Komponenten erfolgt über das
vorhandene Standardbussystem“, erläutert Greis. Dabei kommt das Protokoll Fail-Save-over-Ethercat zum Einsatz, das die
sicherheitsgerichteten Daten in einen Datencontainer verpackt und mit
einem vorhandenen Bussystem transportiert. Allerdings stellt die
Sicherheitslösung laut Greis ein eigenständiges System
innerhalb des Automatisierungssystems dar, sodass die sichere und die
nicht sichere Welt voneinander getrennt sind. „Das System besitzt zum Beispiel eine eigene Nutzerverwaltung mit
Passwortschutz und Aufzeichnung der Versionshistorie. Auf diese Weise
erfolgt eine saubere Trennung zwischen Sicherheits- und
Standardanwendung, sodass Änderungen in der Standardapplikation
nicht die Sicherheit beeinflussen. Dennoch sind alle Informationen
durchgängig verfügbar“, so Greis. Einfache Steuerungstechnik hat keineswegs ausgedientDen Trend hin zu einer vollkommen integrierten Lösung, bei der
eine entsprechend dimensionierte Sicherheits-SPS sowohl Automatisierung
als auch Sicherheit übernimmt, bestätigt auch Aulila. Auf der
anderen Seite aber gebe es nicht wenige Anwender, die ihre bisherige
Automatisierungs-SPS ohne Veränderung weiter betreiben
möchten und die Sicherheit auf einer separaten SPS wie der Pluto
von Jokab Safety programmieren. Dies liege daran, dass nicht jeder
Anwender alle seine Programmierer auf sicherheitsgerichtete
Anforderungen trainieren möchte. Zudem wird der Zu- und Eingriff auf sicherheitsgerichtete Software auf
einen mit den entsprechenden Normen und Anforderungen vertrauten
Personenkreis beschränkt. „Durch die systematische Trennung
von Safety- und Non-Safety-Anwendungen muss der
Verifikations-Validierungsaufwand nicht in die Non-Safety-World
übertragen werden“, so Aulila. So haben also neben vollkommen integrierten Systemen zur sicheren
Automatisierung auch separate Steuerungen mit einfacher und
bewährter Technik noch nicht ausgedient. Das Esslinger Unternehmen
Fiessler Elektronik GmbH & Co. KG beispielsweise hat außer
den programmierbaren auch kompakte Sicherheitssteuerungen im Programm,
sodass die Kunden die optimale Lösung auswählen können.
Laut Götz Fiessler, Geschäftsführer bei Fiessler
Elektronik, liegt der Mehrwert für den Kunden besonders in der
einfachen Handhabung. Monika Zwettler |
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Montage Pneumatisches Pick & Place-System schafft bis zu 120 Picks pro Minute
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Top |
 Im
Gegensatz zu konventionellen pneumatischen Pick & Place-Einheiten
sind die horizontale und die vertikale Bewegung der robusten
PPU-P miteinander verschliffen und über eine Kurvenrolle
zwangsgeführt. Bild: Schunk | Rasantes
Pick & Place ermöglicht die pneumatisch angetriebene PPU-P von
Schunk. Mit bis zu 120 Zyklen pro Minute ist sie laut Hersteller die
schnellste pneumatische Pick & Place Einheit am Markt.
Möglich
macht solche Geschwindigkeiten unter anderem die Abstimmung mit den
vor- und nachgelagerten Einheiten: Mit Hilfe der Ansteuerung kann der
Effektor direkt über der jeweiligen Zielposition in Wartestellung
gehen, bis die Zuführung beziehungsweise die Ablageeinheit bereit
stehen. Davon profitieren sowohl Prozesssicherheit als auch Taktung.
Horizontale und vertikale Bewegung sind verschliffen
Im
Gegensatz zu konventionellen pneumatischen Pick & Place-Einheiten
sind die horizontale und die vertikale Bewegung der robusten
PPU-P miteinander verschliffen und über eine Kurvenrolle
zwangsgeführt. So können beide früher geschaltet werden,
was die Zykluszeiten um rund ein Drittel verkürzt. Mit 145 mm
Horizontalhub, 45 mm (20 mm linear) Vertikalhub und bis zu 1 kg
bewegter Masse erreicht die Einheit eine Zykluszeit von nur 0,63 s
inkl. 2 x 50 ms Greifzeit. Damit eignet sie sich für
unterschiedlichste Handhabungs- und Montageaufgaben in der
Elektronik-industrie, in der Medizintechnik und in anderen Bereichen
der Kleinteilemontage.
Zum Ausgleich von Aufbautoleranzen
lässt sich der Horizontalhub pro Seite um 12 mm anpassen. Zudem
können beide Endlagen unabhängig voneinander vertikal um je
bis zu 15 mm feinjustiert werden. So lassen sich Höhendifferenzen
zwischen Aufnahme- und Ablageposition ohne Zwischenanschlag einfach und
schnell aus-gleichen. |
Ventilbox macht Pneumatikeinheit effizienterIn Verbindung mit einer intelligenten Ventilbox, die optional
erhältlich ist, steigt die Effizienz der PPU-P noch weiter. Die
Ventilbox minimiert den Druckluft- und damit den Energieverbrauch und
beschleunigt zugleich die Taktung. Dazu ist die optimale Schaltung der
beiden Antriebszylinder bereits voreingestellt. Bis zu vier
zusätzliche Ventile steuern direkt die Pneumatikaktoren an,
beispielsweise einen Greifer und ein Drehmodul. Sämtliche Ventile werden über eine einzige Luftzuführung
versorgt. Mit Hilfe der Intelligenz ist es möglich, sowohl die
Bewegung des Auslegerarms als auch die der Aktoren zu regeln. Die
dafür nötige Software ist bereits integriert. Für einen
kompletten Zyklus benötigt die Einheit dann nur einen einzigen
Befehl von der übergeordneten Steuerung. System lässt sich per Plug & Play in Betrieb nehmenAlles weitere erledigt sie vollkommen selbständig. Deshalb
lässt sie sich auch per Plug & Play in Betrieb nehmen. Mit
ihrem Lochbild fügt sich die PPU-P nahtlos in den Modulbaukasten
für die Modulare Montageautomation ein. Zahlreiche Greif- und
Drehmodule lassen sich auf einfachste Weise mit ihr kombinieren. |
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