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Robotics & Automation Report, 9. Ausgabe 2009
Im Robotics & Automation Report, 9. Ausgabe 2009, lesen Sie folgende Artikel: |
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AUTOMATICA und Intersolar 2010 wieder parallel Automatisierung ist zentrales Thema für die Photovoltaik Industrie
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 | | Was 2008 bereits ein Erfolgsmodell war, wird 2010
fortgeführt: Die AUTOMATICA, internationale Fachmesse
für Automation und Mechatronik und die Intersolar, Internationale
Fachmesse für Solartechnik, finden parallel statt. Die
Verknüpfung macht Sinn, denn: Die weltweite Nachfrage nach
Solarzellen steigt, und die Solarindustrie setzt immer mehr auf die
Automatisierungsbranche, um wettbewerbsfähig zu bleiben und
effizienter zu produzieren.
Auf der AUTOMATICA 2010, der internationalen Fachmesse für
Automation und Mechatronik, zeigen zahlreiche Aussteller u.a.
Automatisierungslösungen für die Solarindustrie. Die Messe
findet vom 8. bis 11. Juni 2010 auf dem Gelände der Neuen Messe
München statt und präsentiert das weltweit größte
Robotik-Angebot, die Schlüsseltechnologien Montage- und
Handhabungstechnik, Industrielle Bildverarbeitung sowie
dazugehörige Technologien. Die internationale Fachmesse Intersolar konzentriert sich auf die
Bereiche Photovoltaik (PV) und Solarthermie. Diese jährlich
veranstaltete Messe wird 2010 vom 9. bis 11. Juni ebenfalls auf dem
Gelände der Neuen Messe München in den direkt angrenzenden
Hallen stattfinden und sich somit an allen drei Messetagen mit der
AUTOMATICA überschneiden.
Die Kombination der beiden, in ihren Segmenten führenden
Fachmessen ist gerade für Produktionsfachleute wegweisend. Denn
hinter der Nutzung umweltfreundlicher Solartechnik stehen modernste
Fertigungs- und Montageanlagen, die in den letzten Jahren zunehmend
automatisiert wurden, um die Kosten zu senken und die Branche somit
konkurrenzfähig zu konventionellen Energieträgern zu machen. Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion
GmbH, die gemeinsam mit der FWTM (Freiburg Wirtschaft Touristik und
Messe GmbH & Co. KG) Veranstalter der Intersolar ist, freut sich
auf die zu erwartenden Synergien der beiden erfolgreichen Messen:
„Einige tausend Besucher haben 2008 den Übertritt zwischen
AUTOMATICA und Intersolar in beide Richtungen genutzt. Das wird 2010
nicht anders sein. Denn die automatisierte Fertigung wird in der
Solartechnik zu einem Dauerbrenner werden. Schließlich rechnet
die Branche, die in diesem Jahr durch die globale Wirtschaftskrise
etwas gebremst wird, mit langfristigem Wachstum. Neue
Förderprogramme und Initiativen in den USA, Japan, Osteuropa und
sogar in China geben dazu berechtigten Anlass.“
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Sensopart Vision-Sensor ermöglicht jetzt auch Pick-and-Place-Anwendungen
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Mit
der neuen Positionsbestimmung des Sensors lassen sich Anwendungen wie
Pick and Place von Teilen auf einem Förderband umsetzen.
Bild: Sensopart Industriesensorik
| | Der
Sensor FA 46 von Sensopart wurde unter anderem um eine integrierte
Lagenachführung erweitert. Mit den Logikfunktionen kann der
Anwender den Schaltausgängen jetzt Ergebnisse aus den Auswertungen
verschiedener Detektoren zuweisen.
Verbessert wurde laut
Sensopart auch die Positionsbestimmung: Mit Hilfe eines Konturdetektors
lässt sich die X/Y-Position und Drehlage eines Objekts sehr genau
ermitteln, so dass der Sensor für Anwendungen wie das Pick and
Place von Teilen auf einem Förderband geeignet ist. Außer
dem Konturdetektor stehen drei weitere Methoden für die
Merkmalserkennung zur Verfügung. Die neue
Bedienoberfläche ermöglicht den Angaben zufolge eine
intuitive Handhabung. Zudem sollen die Vergabe von gestaffelten
Benutzerrechten und ein Monitoring-Modul mit eingeschränkten
Bedienmöglichkeiten kritische Funktionen sichern.
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ABB Hightech-Konzern reorganisiert Automatisierungs-Divisionen
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Die neue Division Industrieautomation und Antriebe von ABB umfasst
Produkte und Systeme, die in der diskreten Fertigungsindustrie zur
Anwendung kommen (zum Beispiel Roboter und Programmable Logic
Controller) und in Fabriken für Antrieb sorgen (Motoren und Antriebe).
Bild: ABB
| | Der
ABB-Konzern will seine Automatisierungs-Divisionen neu aufstellen, um
sich besser auf das Kundenspektrum auszurichten. Dadurch sollen laut
ABB Wachstumschancen im Service konsequenter ausgeschöpft und die
Präsenz in der diskreten Fertigungsindustrie ausgebaut werden.
Mit
Wirkung zum 1. Januar 2010 werden die Geschäftseinheiten der
Divisionen Automationsprodukte und Robotik zu zwei neuen Divisionen
zusammengefasst: Industrieautomation und Antriebe sowie
Niederspannungsprodukte. Die Division Prozessautomation bleibt in der
jetzigen Form bestehen und wird lediglich um das
Instrumentierungsgeschäft der Division Automationsprodukte
ergänzt.
Ausrichtung auf Produktivität und Energieeffizienz birgt Wachstumspotenzial „Das
Automationsgeschäft von ABB mit seiner Ausrichtung auf
Produktivität und Energieeffizienz birgt enormes
Wachstumspotenzial“, sagt Joe Hogan, Vorsitzender der
Konzernleitung von ABB. „Wir richten uns stärker am Markt
aus, indem wir Geschäftsfelder mit ähnlichen Kunden,
Technologien und Servicemodellen bündeln. Damit können wir
künftig noch schneller Lösungen für unsere Kunden
entwickeln.“ Die neue Division Industrieautomation und
Antriebe umfasst Produkte und Systeme, die in der diskreten
Fertigungsindustrie zur Anwendung kommen – darunter Roboter und
Programmable Logic Controller( PLC) und Produkte, die in Fabriken
für Antrieb sorgen (Motoren und Antriebe). Außerdem
hält die Division ein breit gefächertes Angebot für den
Sonnen- und Windenergiesektor und die Bahnindustrie bereit.
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Mercedes, Kuka und DLR Leichtbauroboter montieren mit Gefühl
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Der weltweit erste Serieneinsatz: Zwei Leichtbauroboter in der Montage von Hinterachsgetrieben bei Mercedes-Benz.
Bild: Kroh
| | Es
ist der weltweit erste Serieneinsatz von Leichtbaurobotern aus der
Raumfahrt in der Automobilindustrie: In der Hinterachsmontage im
Werkteil Esslingen-Mettingen des Mercedes-Benz-Werkes
Untertürkheim fädeln seit März 2009 zwei der CFK-Roboter
Tellerräder und Lagerschalen in Getriebegehäuse ein.
„Die
Leichtbauroboter sind für uns die passende Antwort auf die
steigenden Anforderungen in der Produktion hinsichtlich
Flexibilität, Wandlungsfähigkeit und
Produktivität“, betont Günter Kasper, Leiter Produktion
Achsen im Werk Untertürkheim. Dr. Michael Zürn, Leiter
Produktions- und Werkstofftechnik bei der Daimler AG, ergänzt:
„Die konventionelle Automatisierung ist nicht in der Lage, die
steigende Komplexität durch immer variantenreichere Produkte zu
beherrschen. Deshalb ist eine kognitive Automatisierung notwendig. Der
Leichtbauroboter bietet neue Möglichkeiten für die
wandlungsfähige Montage.“ Das gemeinsame
Entwicklungsprojekt von Daimler mit dem Deutschen Zentrum für
Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Kuka Roboter GmbH startete 2004.
„Der modulare Leichtbauroboter hat sieben Drehgelenke und ist in
Größe, Kraft und Bewegungsmöglichkeiten dem
menschlichen Arm sehr ähnlich“, beschreibt Prof.Dr. Gerd
Hirzinger, Leiter des Instituts für Robotik und Mechatronik am DLR.
| Leichtbauroboter wiegt nur 14 kgDer 14 kg wiegende Roboter
verfüge über eine programmierbare Nachgiebigkeit. Durch seine
integrierte Sensorik (zwei Winkel- und ein Momentensensor pro Gelenk
sowie sechs Kraftmomentensensoren) sei er daher in der Lage, äußeren
Kräften nachzugeben. Den Unterschied zu bisherigen Robotern
verdeutlichte Manfred Gundel, Vorsitzender der Geschäftsführung der
Kuka Roboter GmbH: „Industrieroboter erledigen eine Aufgabe 1000 Mal,
die neue Robotergeneration 1000 Aufgaben, wenn es sein muss nur
einmal.“ Leichtbauroboter substituieren manuelle MontagestationenSeit
dem Start des Piloteinsatzes im März wurden knapp 18 000
Hinterachsgetriebe für Kundenfahrzeuge hergestellt. Die beiden
Leichtbauroboter wurden in die bestehende Linie integriert, an der
zuvor manuell montiert wurde. „Die Roboter fahren aber keine
vorprogrammierten Bahnen ab“, hebt Zürn hervor. Obwohl sie
automatisiert arbeiten, tasten sie sich dank ihrer sensorengesteuerten
Kraftmomentregelung an Objekte heran und stellen sich auf veränderte
Bedingungen ein: Sollte sich beispielsweise ein Bauteil nicht in der
optimalen Position befinden, passen die Leichtbauroboter ihren
Bewegungsablauf entsprechend an. „Dabei kommen sie mit einfachen
Werkzeugen ohne aufwändige Greifersensorik aus.“ Zürn ist deshalb
optimistisch, die Leichtbauroboter in Zukunft noch gezielter im Rahmen
der Mercedes-Montagestrategie einsetzen zu können. Related Content: www.maschinenmarkt.vogel.de |
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Eisenmann Knickarm-Roboter lackieren komplexe Bauteile mit dreidimensionaler Struktur
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Der Vario-Robot im praktischen Lackiereinsatz in der Automobilindustrie.
Bild: Eisenmann
| | Die
Einsatzmöglichkeiten von Knickarm-Robotern in Lackieranlagen und
die Trends bei der Automatisierung industrieller Lackierprozesse
erläutert im MM-Exklusiv-Interview Ralph Meier, Leiter Forschung
& Entwicklung des Bereichs Roboter & Applikation bei der
Eisenmann AG in Böblingen.
Herr Meier, welche
Voraussetzungen müssen im Rahmen eines Kundenprojekts vorhanden
sein, damit Sie bei einer Lackieranlage eine Applikationstechnik mit
Knickarm-Roboter empfehlen? Meier: Bei den zu lackierenden
Objekten sollte es sich um komplexe Bauteile mit einer deutlichen
dreidimensionalen Struktur handeln.
In welchen Branchen finden Sie diese Voraussetzungen am ehesten? Meier: Meist im Bereich der Automobilhersteller oder Automobilzulieferer.
| Welche Anpassungen sind beim Knickarm-Roboter erforderlich, damit er
das Teilehandling problemlos und störungsfrei erfüllt?Meier:
Bis auf wenige Ausnahmefälle sind keine Anpassungen erforderlich.
Manchmal ist jedoch die Erweiterung um eine zusätzliche Verfahrachse
notwendig. Eisenmann baut selbst Knickarm-Roboter. Warum? Meier:
Der Vario-Robot von Eisenmann besteht ebenfalls aus sechs Achsen,
entspricht aber nicht der Definition eines Knickarm-Roboters. Um das
Kabinenvolumen zu reduzieren, wurde der Vario-Robot so konzipiert, dass
er in die vorhandene Kabinenstruktur integriert werden kann. Aus diesem
Grund wurde die Achse 1 nicht als Drehachse, sondern als Linearachse
ausgeführt. Das System wurde speziell für die Lackierung großflächiger
Teile wie Autokarossen, Lkw-Fahrerhäuser, Windflügel oder flächige
Anbauteile entwickelt. Deshalb ist ein Knickarm im eigentlichen Sinne
nicht nötig. Es ist so konzipiert, dass ausschließlich der leicht zu
reinigende, glattflächige Prozessarm in die Spritzkabine reicht. Dank
seiner Integration in die Kabinenwand ermöglicht der Vario-Robot den
Bau schmalerer Spritzkabinen. Daraus ergeben sich Vorteile bei den
Kabineninstallations- und -betriebskosten, da sich die benötigten
Zuluft-, Abluft- und Umluftmengen deutlich reduzieren. Auch die
Reinraum-Bedingungen werden verbessert, da alle mechanischen Teile
wartungsgünstig außerhalb der Kabine untergebracht sind. Wie sind Roboter und Lackierprozess steuerungstechnisch miteinander
verknüpft, um eine optimale Beschichtung zu ermöglichen?Meier:
Bei Eisenmann ist die Steuerungsarchitektur modular aufgebaut. Die
Roboter- und die Applikationssteuerung sind klar voneinander getrennt
und werden parallel betrieben. Dieser Steuerungsaufbau ermöglicht dem
Kunden eine optimale Beschichtung der zu lackierenden Teile. Dank des
modularen Aufbaus kann die Eisenmann-Applikation mit jedem Robotertyp
jedes Roboterherstellers verknüpft werden. Wie beurteilen Sie das Lackieren von kleinen und mittleren Werkstückserien mit Hilfe eines Knickarm-Roboters?Meier:
Unter Berücksichtigung des ROI ist der große Vorteil einer
Roboterlackierung die gleichbleibend hohe Qualität in Verbindung mit
einer ausgereiften Prozessparameterdokumentation. Damit werden alle
Vorgaben des heute gängigen Qualitätsmanagements erfüllt. Häufiger
als Knickarm-Roboter kommen bekanntlich Linearroboter beim Lackieren
zur Anwendung. Wie würden Sie das Anwendungspotenzial, die
Wirtschaftlichkeit und Effizienz beider Automationslösungen beschreiben?Meier:
Bei einem Vergleich der beiden Systeme spielt das zu beschichtende
Teilespektrum stets eine große Rolle. Sind die zu beschichtenden
Produkte ausschließlich zweidimensional, kann der Anwender die Vorteile
der Linearroboter voll ausschöpfen. Dazu zählen geringere
Investitionskosten, niedrigere Betriebskosten und einfachere Technik.
Letzteres ist gleichbedeutend mit geringeren Anforderungen an das
Betriebs- und Instandhaltungspersonal. Sobald die zu lackierenden Teile
dreidimensional sind, ist der Betreiber mit einer Knickarm- oder
Vario-Robot-Lösung gut beraten. Den höheren Investitionskosten und
Anforderungen an das Know-how des Personals steht die große
Flexibilität der Gesamtanlage gegenüber. Dadurch ergeben sich viele
Möglichkeiten im Bezug auf das zu lackierende Teilespektrum. So
amortisieren sich die höheren Kosten in der Regel binnen kurzer Zeit.
Losgelöst voneinander können beide Systeme hinsichtlich Effizienz nur
schwer beurteilt werden. Erst die Verbindung von optimaler
Applikationstechnik mit individuell passender Roboterauswahl macht das
Gesamtsystem effizient. Dank des modularen Steuerungskonzepts ist diese
Effizienz beim Einsatz des Eisenmann-Systems stets gegeben. Welche weiteren Entwicklungen sehen Sie beim Zusammenspiel von Knickarm-Roboter und Lackiertechnik?Meier:
Der Automatisierungsgrad in den Lackierprozessen wird weiter steigen.
Auch wenn bei dieser Entwicklung Teile des Prozessablaufs gesondert
betrachtet werden müssen, so darf doch nie der Gesamtprozess aus den
Augen verloren werden. Denn nur wenn alle Komponenten optimal
aufeinander abgestimmt sind, kann das gesamte Kosten- und
Qualitätspotenzial verbessert werden. Josef Kraus Related Content: www.maschinenmarkt.vogel.de |
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Mobil-Roboter Teilautonomer Wartungsroboter führt einfache Handhabungsaufgaben durch
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Hat optisch mit dem „Star-Wars“-Roboter C3PO kaum etwas gemeinsam, der
teilautonome Wartungsroboter des Fraunhofer IPA. Hier dreht er gerade
ein Stellrad.
Bild: Fraunhofer IPA
| | Bereits
2006 wurde am Fraunhofer IPA ein mobiler Offshore-Inspektionsroboter
„Mimorex“ aufgebaut, der auch in explosiver Atmosphäre
sicher betrieben werden konnte und autonom Patrouillenfahrten
durchführte. Der jetzt im Rahmen des Projekts Imronet entwickelte
Wartungsroboter ist zusätzlich in der Lage, einfache
Handhabungsaufgaben wie das Öffnen und Schließen von
Ventilen mit Hilfe von Stellrädern durchzuführen.
Dabei
wird der Roboter durch einen Benutzer ferngesteuert, unterstützt
diesen jedoch durch teilautonome Sicherheits- und Bewegungsfunktionen.
Damit könen die Bedienung des Roboters durch den Teleoperator
vereinfacht und Beschädigungen der Einrichtungsgegenstände
vermieden werden, etwa wenn der Endeffektor des Roboters beim Auf- oder
Zudrehen eines Stellrads nicht entlang der korrekten Bahn geführt
wird.
Bildverarbeitung erfasst Umgebung des Roboters Die
Bildverarbeitung des Roboters muss Position und Orientierung spezieller
Objekte in der Umgebung – zum Beispiel Stellräder, die
gedreht werden sollen – erkennen. Dafür wird ein
3D-Tiefensensor genutzt, der die Umgebung des Roboters in Form einer
dreidimensionalen Punktewolke sowie eines zweidimensionalen
Tiefenbildes erfasst. Da Stellräder oder Anzeigen eine
annähernd runde Form besitzen, werden Algorithmen zur
Ellipsenerkennung auf die Daten des Tiefensensors angewandt, um
wesentliche Parameter wie Radius, Normalenrichtung und Position zu
bestimmen.
| 3D-Modelle dienen als Basis für den KollisionsschutzAls
Basis für den Kollisionsschutz werden zusätzlich von statischen
Hindernissen wie Wänden, Geländern oder Maschinen 3D-Modelle erstellt
und dem Roboter in Form eines dreidimensionalen Umgebungsmodells zur
Verfügung gestellt. Zusätzlich werden diese zusammen mit den erkannten
Objekten zur Unterstützung des Teleoperators in einer graphischen
Benutzeroberfläche angezeigt. Für die intuitive Teleoperation von
Robotern ist der Einsatz von haptischen Effekten hilfreich. Zur
Steuerung des Roboters kommt deshalb ein haptisches Eingabegerät zum
Einsatz, das Kraftrückkopplungen erzeugen kann. Diese basieren auf der
Interaktion des Cursors in der graphischen Benutzeroberfläche mit
Objekten in der 3D-Umgebung. So wirken Stellräder beispielsweise
anziehend auf den Cursor, während dieser von anderen Objekten, die als
Hindernisse gesehen werden, abgestoßen wird. Mit Hilfe des Cursors kann
so beispielsweise ein zu drehendes Stellrad ausgewählt oder eine
Bewegung des Roboters erzeugt werden. Nachdem durch die
Objekterkennung die Position und Rotation des Stellrades definiert
wurde, kann sich der Roboter mittels der mobilen Plattform in dessen
Nähe begeben. Dafür wird eine Zielposition für die Plattform relativ
zum Stellrad berechnet, die eine Manipulation des Stellrades
ermöglicht. Roboter kann Arbeitsraum des Manipulators vergrößernNachdem
das Stellrad erreicht ist, wird basierend auf dessen Parametern sowie
dem Umgebungsmodell eine Armtrajektorie berechnet, um das Stellrad in
vorgegebener Richtung zu bewegen. Der Einsatz eines Kraftsensors
ermöglicht dabei die Kompensation von Ungenauigkeiten der 3D-Sensorik
oder der Lokalisierung. Soll ein sehr großes Stellrad bewegt werden,
für das der Arbeitsraum des Manipulators nicht ausreicht, bewegt sich
die mobile Plattform zusätzlich hin und her, um den Arbeitsraum des
Manipulators entsprechend zu vergrößern. Related Content: www.maschinenmarkt.vogel.de |
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Windkraft China lockt mit einem großen Windenergie-Potenzial
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Bei der Energieversorgung will die chinesische Regierung die
Abhängigkeit von Kohlekraftwerken verringern. Die technisch nutzbare
Windenergie wird auf 700 bis 1200 GW geschätzt.
Bild: MM-Archiv | | Der
staatlich geförderte Windenergie-Sektor Chinas bietet attraktive
Möglichkeiten für ausländische Unternehmen. Allerdings
sind trotzdem noch zahlreiche Hürden für ein Engagement zu
überwinden. Dazu gehören der Zustand des Stromnetzes und der
Mangel an wettbewerbsfähigen Tarifen.
Die Darstellung
konzentriert sich auf die Investitionsbedingungen für
Onshore-Windparks mit einer Kapazität von bis zu 50 MW. Der
Modellfall basiert auf den nationalen Gesetzen und den Provinzgesetzen
der Inneren Mongolei, der windreichsten chinesischen Provinz.
Peking fördert Windenergie kräftig Die
chinesische Regierung fördert nicht nur die Entwicklung des
Windenergie-Sektors, sondern die erneuerbaren Energien als Ganzes. Dies
ist ein wichtiger Teil der chinesischen Strategie, die von der Kohle
dominierte Energiestruktur des Landes umzugestalten. Seit der
Verabschiedung des Gesetzes für erneuerbare Energien im Jahr 2005
hat China seine verfügbare Windenergieleistung fast jedes Jahr
verdoppelt. Die kumulativ verfügbare Windenergieleistung betrug
13,2 GW im Jahr 2008 und wird voraussichtlich 100 GW im Jahr 2020
erreichen.
| Reichlich vorhandene Windenergie-Ressourcen in verschiedenen LandesteilenDie
nutzbare Windenergie in China wird auf 700 bis 1200 GW geschätzt. Die
Gegenden mit reichlich vorhandenen Windressourcen umfassen die
südöstlichen Küstenregionen (etwa die Provinzen Shandong, Jiangsu und
Guangdong), den nördlichen Teil von China (beispielsweise die Innere
Mongolei, Hebei, Gansu, Ningxia und Xinjiang) und bestimmte Gegenden im
Landesinneren. Die Windenergie-Einspeisetarife wurden bisher in China
auf einer Projekt-zu-Projekt-Basis oder durch feste Tarife bestimmt,
welche die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (National
Development and Reform Commission – NDRC), die der zentralen Regierung
direkt untergeordnet ist, festlegt. Für große Investitionsvorhaben (in
der Regel mit einer verfügbaren Leistung von mehr als 100 MW) wurde der
Einspeisetarif durch ein sogenanntes Konzessionsbietverfahren, welches
von der NDRC organisiert wird, festgelegt. Der Preis, der das
Bietverfahren gewonnen hatte, wurde zum Einspeisetarif, nachdem er
durch die NDRC nachgeprüft und eventuell leicht angepasst worden war. China versucht festes lokales Tarifsystem für Strom aus Windenergie zu etablierenFür
Windenergie-Projekte, die nicht unter solche Konzessionsbietverfahren
fallen, wurden die Einspeisetarife durch die zuständige Preisabteilung
der NDRC oder durch ihre zuständigen regionalen Amtskollegen bestimmt.
Bis Ende 2006 konnte der von der NDRC bestimmte Preis von 0,4 bis 1,2
Yuan (CNY) pro Kilowattstunde variieren (der Wechselkurs beträgt zur
Zeit 1 Euro = 10,147 CNY). Seit dem Jahr 2007 versucht die chinesische
Regierung an verschiedenen Orten auf der Grundlage der örtlichen
natürlichen Ressourcen und Infrastruktur ein festes lokales Tarifsystem
zu etablieren, weil sie erkannt hat, dass ein inkonsistentes
Preissystem negative Auswirkungen auf die Entwicklung der
Windenergiebranche hat. Regelmäßig sind die Einspeisetarife,
welche die NDRC oder die jeweils örtlich zuständigen Stellen bestimmen,
höher als die Preise, die durch das Konzessionsbietverfahren bestimmt
werden. Um das Preissystem zu vereinheitlichen und somit dem Investoren
des Windkraftprojekts eine bessere Gewinnvoraussage zu ermöglichen, hat
die NDRC eine Mitteilung bezüglich der Einspeisungstarife für
Onshore-Windkraftprojekte erlassen. Damit wurden je nach der
Windressource und Projektbedingungen vier Tarifstufen eingeführt. Sie
reichen von 0,51 bis 0,61 CNY/KWh. China fördert ausländische Windenergie-InvestitionenAusländische
Investitionen in Bau und Betrieb von Windparks werden von der
chinesischen Politik gefördert. Die Investitionen können entweder in
Form einer sogenannten „wholly foreign-owned company“, einer der
deutschen GmbH vergleichbaren beschränkt haftenden chinesischen
Kapitalgesellschaft, deren Anteile sich zu 100% im ausländischen
Eigentum befinden, oder als Joint Venture mit einem chinesischen
Partner vorgenommen werden. Die für ein solches Investitionsprojekt
erforderliche Gesamtinvestition muss in Übereinstimmung mit der
geplanten verfügbaren Leistung des Windparks stehen. Grundsätzlich muss
pro Megawatt verfügbare Leistung etwa eine 1 Mio Euro investiert
werden. 70% lokaler Windkraftanlagen-Anteil für Förderung notwendigAufgrund
einer aktuellen Regelung der NDRC ist es für alle Windparkprojekte
zudem erforderlich, einen inländischen (chinesischen) Anteil von
Anlagen („local content requirement“) von mindestens 70% zu verwenden.
Viele ausländische Hersteller von Windkraftanlagen haben daher ein
Joint Venture oder eine eigene Tochtergesellschaft in China gegründet
und produzieren vor Ort, um einerseits die Herstellungskosten zu
reduzieren, anderseits die behördliche Anforderung an die Lokalisierung
der Anlagen zu erfüllen. Um einen Windpark zu bauen oder zu
betreiben, muss der Investor die entsprechenden Genehmigungen der NDRC
oder die der jeweils zuständigen Stellen vor Ort erhalten. Projekte mit
einer verfügbaren Leistung von 50 MW und mehr unterliegen der
Genehmigungspflicht durch die NDRC, während Projekte mit einer
verfügbaren Leistung unter 50 MW von der Entwicklungs- und
Reformkommission auf Provinzebene (Development and Reform Commission –
DRC) genehmigt werden. Da die Projekte unter 50 MW die häufigsten Fälle
in der Praxis sind, haben wir uns hier auf das Genehmigungsverfahren
durch die DRC konzentriert. In zwei Schritten zur GenehmigungDie
DRC verfügt grundsätzlich zwei Zulassungen im Rahmen des
Genehmigungsverfahrens. In einem ersten Schritt, wird eine Genehmigung
für die Durchführung der vorbereitenden Arbeiten ausgestellt. Sie
umfasst Untersuchungen vor Ort und die Überprüfung der Lage des
Windparks, die Stellung von Anträgen für weitere Vor-Genehmigungen, die
Erstellung einer Machbarkeitsstudie, die Beratung mit dem
Stromnetzbetreiber, Verhandlungen mit Banken und anderen
Finanzinstituten sowie mit potenziellen Lieferanten. Nach
Abschluss aller Vorbereitungen kann der Antrag auf Gewährung des
Entwicklungsrechts bei der DRC gestellt werden. Mit dieser zweiten
Genehmigung erhält der Investor das Recht, den Windpark zu entwickeln. Lokalregierung für erfolgreiche Windpark-Genehmigung sehr wichtigDie
Regierung der Stadt oder Gemeinde, in welcher der Windpark errichtet
werden soll, spielt eine entscheidende Rolle für die erfolgreiche
Erlangung des Entwicklungsrechts. Die Unterstützung durch die lokale
Regierung kann sehr hilfreich sein, nicht nur für die Bereitstellung
von Informationen über die natürlichen Gegebenheiten und Infrastruktur
des Windparkgebiets, sondern auch für die Koordinierung mit anderen
Behörden. Investoren werden gewöhnlich aufgefordert, eine Einigung über
die Windparkentwicklung mit der lokalen Regierung zu vereinbaren. Die
Garantie für die Stromnetzanbindung ist für den rentablen Betrieb eines
Windparks entscheidend. Obwohl die Stromnetzbetreiber verpflichtet
sind, den gesamten eingespeisten Windstrom nach dem Gesetz für
erneuerbare Energien zu kaufen, gibt es noch einige Windparkprojekte,
die an der Aufnahme ihrer Tätigkeit gehindert werden, weil es ihnen am
Zugang zum Stromnetz in den vergangenen Jahren mangelte. Daher ist es
für den Investor notwendig, im Voraus Kontakt zu der jeweiligen
Stromnetzgesellschaft aufzunehmen und zu gewährleisten, dass eine
Garantie für die Netzanbindung erteilt wird. Milliarden-Investitionen in Bau und Infrastruktur des einheimischen StromnetzesDie
Regierung ist sich zunehmend bewusst, dass schwache Stromnetze ein
Hindernis für die Entwicklung erneuerbarer Energien sind und hat
bereits Maßnahmen getroffen, um diese Situation zu verbessern. Von dem
4000-Mrd.-CNY–Konjunkturpaket (mehr als 400 Mrd. Euro), das Ende des
Jahres 2008 freigegeben wurde, werden 1800 Mrd. CNY in den Bau und
Infrastruktur des Stromnetzes investiert. Die Entwicklung der
Windenergie in China bietet interessante Möglichkeiten für ausländische
Investoren. Herausforderungen bleiben in der Entwicklung eines
leistungsfähigen Stromnetzes und der Wettbewerbsfähigkeit der
Netztarife für Windenergie. Gleichermaßen bleiben die Anforderungen an
die lokal hergestellten Anlagen und ein Mangel an qualifiziertem
Fachpersonal Hürden für ausländische Investitionen. Allerdings ist
Chinas starkes Engagement für die Windenergie geeignet, die Bedingungen
für Investoren zu verbessern und es zu einer interessanten
Investitionsmöglichkeit, die es allerdings sorgfältig zu prüfen gilt,
zu machen. HONG YAN UND ALEXANDER FISCHER Hong Yan ist
Legal Counsel bei Rödl & Partner in Shanghai/China: Alexander
Fischer, Rechtsanwalt und Diplom-Übersetzer für Chinesisch und
Koreanisch, ist Niederlassungsleiter der Repräsentanz der Rechtsanwälte
von Rödl & Partner in Shanghai. Related Content: www.maschinenmarkt.vogel.de |
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