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Robotics & Automation Report, 11. Ausgabe 2010
Im Robotics & Automation Report, 11. Ausgabe 2010, lesen Sie folgende Artikel: |
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Robotik Mit sehenden Greifern variabel angeordnete Teile handhaben
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Für den Fanuc- Schwerlastroboter M-2000iA mit 1200 kg Traglast hat Schunk einen Sondergreifer entwickelt.
Bild: Fanuc Robotics
| | Die
menschliche Hand ist das bislang unerreichte Vorbild für
Robotergreifer. Allerdings machen Sensoren die Greifer heute
feinfühlig und die Bildverarbeitung verleiht ihnen Augen. Auch die
zunehmenden Traglasten der Roboter sind eine Herausforderung für
die Greiferhersteller.
Greifer sind die Hände der Roboter
und sie sorgen in vielen Fällen erst dafür, dass der Roboter
seine Aufgabe erledigen kann. Sie müssen aber auch mit
Weiterentwicklungen bei den Robotern mithalten, die immer schwerere
Lasten bewegen können. „Wir begleiten diesen Trend mit
Greifern, bei denen das Verhältnis von Leistungsfähigkeit und
Eigenmasse optimiert ist“, sagt Matthias Poguntke, Leiter
Produktmanagement Automation bei der Schunk GmbH & Co. KG.
„Denn je leichter der Greifer, desto schwerer kann das
Werkstück sein.“
Kräftiger Greifer handhabt schwere Lasten an Werkzeugmaschinen
So
hat das Lauffener Unternehmen für den Fanuc-Schwerlastroboter
M-2000iA/1200 einen elektrischen Greifer entwickelt, der es bei einem
Hub von 100 mm pro Finger auf eine Greifkraft von etwa 23 000 N bringt.
2009 konnte man auf einer Werkzeugmaschinen-Messe das Duo dabei
bestaunen, wie es abwechselnd ein 700 kg schweres Maschinenbett und
einen Lagerring mit einem Durchmesser von 850 mm handhabte, ohne dazu
die Greiferbacken zu wechseln. „Das Greifsystem für die
Fanuc-Messepräsentation wog gerade einmal 350 kg“, betont
Poguntke.
| Steifigkeit des Schwerlastgreifers mit Finite-Elemente-Methode optimiertDie
Steifigkeit des Schwerlastgreifers und seiner Backen wurde mit der
Finite-Elemente-Methode so optimiert, dass an keiner Stelle unzulässige
Kräfte auftreten können. Gleichzeitig wurde überschüssiges Material
konsequent entfernt. Der elektrische Antrieb erfolgt bei diesem
Sondergreifer über ein zentral angeordnetes Trapezgewinde, das die
Kraft gleichmäßig und genau auf die rollengeführten Grundbacken
überträgt. Zum Betrieb wird die Steuerung des Roboters genutzt, die den
Greifer wie eine siebte Achse behandelt. Die Intelligenz der Greifer wächstAuch sein Zubehör hat Schunk entsprechend um das neue
Wechselsystem SWS-L-1210 ergänzt, das speziell für den
Einsatz an Schwerlastrobotern optimiert wurde. Es ist gleich mit drei
Verriegelungssystemen ausgestattet und kann dadurch in allen drei
Achsen statische Momente von 5400 N bei einer Zuladung von 1200 kg
aufnehmen, heißt es von Unternehmensseite. Zur einfachen Montage
am Roboterarm ist der Wechsler mit den Lochbildern für die
ISO-Flansche mit einem Durchmesser von 200 und 250 mm ausgestattet. Greifer werden aber auch immer intelligenter. „Bei modernen
Greifsystemen gehören Sensoren mittlerweile zur
Standardausstattung“, urteilt der Schunk-Manager. Um die
Prozesssicherheit zu gewährleisten, werde über Sensoren
abgefragt, ob der Greifer offen oder geschlossen sei. Häufig
kämen auch Bauteilanwesenheits- oder Greifkraftsensoren zum
Einsatz. Roboter-Greifer lernen sehen„Zudem eröffnet die industrielle Bildverarbeitung viele neue
Möglichkeiten“, so Poguntke. „Sehende Greifer spielen
vor allem dort eine Rolle, wo Teile variabel angeordnet sind. Der Griff
in die Kiste steht bildhaft genau für eine solche
Handhabungsaufgabe.“ Ähnlich sei es, wenn ungeordnete Teile
vom Band gegriffen oder unterschiedliche Werkstücke gehandhabt
werden sollen. Mit der Bildverarbeitung erkenne der Greifer das
Greifgut und passe sich automatisch an. Die Natur stand Pate bei der Entwicklung des Fin-Grippers von Festo.
Der adaptive Greifer hat eine der Fisch-Schwanzflosse nachgebaute
dreidimensionale Fin-Ray-Struktur (Flossenstrahlstruktur). Die drei
Greiffinger passen sich bei seitlich einwirkendem Druck direkt an die
Kontur des Werkstücks flexibel und elastisch an –
unabhängig von dessen Bauteilkontur. Der Fin-Gripper
umschließt das zu greifende Werkstück, zum Beispiel eine
Glühbirne, ähnlich wie eine Hand, betont das Esslinger
Unternehmen. Der Feinmotoriker unter den Greifern kommt von FestoFür feinfühliges Greifen zerbrechlicher Werkstücke
eignet sich der Bernoulli-Sauggreifer von Festo. Er nimmt
Werkstücke wie beispielsweise siliziumbasierte Wafer
berührungslos auf, indem am Bernoulli-Greifer selbst ein
Überdruck angelegt wird. Gleichzeitig wird an der zu greifenden
Fläche ein Unterdruck zum Ansaugen des Wafers erzeugt. Bernoulli-Greifer arbeitet mit ÜberdruckDadurch wird das Werkstück an den Greifer gezogen, so lange bis
die Gewichtskraft, die Kraft des Staudrucks aus der Düse und die
anziehende Kraft aus dem Beschleunigungsimpuls des Fluids im
Gleichgewicht stehen. Es stellt sich dabei ein bestimmter Abstand von
etwa 0,5 bis 3 mm zwischen Greifer und Grifffläche des Bauteils
ein, sodass das Objekt berührungslos gehalten wird. |
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Vision Components Weiterentwickelte Software-Bibliothek zur konturbasierten Objekterkennung
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Die Bildverarbeitungs- kameras sind mit einem Pattern-Matching-Tool zur konturbasierten Objekt- erkennung ausgestattet.
Bild: Vision Components
| | Vision
Components stellt eine weiterentwickelte Version der
Software-Bibliothek VC Smart Finder vor: Das Pattern-Matching-Tool soll
dank einer Parameteroptimierung Objekte unabhängig von ihrer
Entfernung zum Sensor skalieren und zuverlässig dem Muster
zuordnen.
Mit der Software können Strukturen wie
Etikettenaufdrucke auf Flaschen oder komplexe Bauteile anhand
vorgegebener Muster identifiziert werden. Das Echtzeit-Programm arbeite
dabei im Subpixel-Bereich: Die Positionsgenauigkeit beträgt
Herstellerangaben zufolge ±0,1 Pixel, die Winkelgenauigkeit
±0,3°. Dabei seien mit dem Tool hohe Geschwindigkeiten
möglich: Bei einer Auflösung von 640 Pixel × 480 Pixel
erkenne das Programm 10 bis 100 Objekte pro Sekunde. Es gleicht ein
oder mehrere Muster unabhängig von der Drehlage, Größe
und Beleuchtung der Objekte ab. Zudem identifiziert es auch Objekte,
die bis zu 80% verdeckt sind. Die Anzeige erfolgt als Bounding-Box und
Konturanzeige. Mit der Teach-in-Funktion werden neue Objekte
eingelernt.
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Leoni Special Cables Kalibriersystem für Roboterwerkzeuge misst dreidimensional
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Das
Kalibriersystem sens-line TCP-3D misst ohne Umorientierungsbewegungen
und berührungslos. Im Gegensatz zur üblichen
Werkzeugkalibrierung findet kein zusätzlicher Verschleiß des
Werkzeuges statt.
Bild: Leoni
| | Das
Kalibriersystem sens-line TCP-3D ist laut Leoni für alle
Robotertypen und Maschinen mit rotationssymmetrischen Werkzeugen
einsetzbar und somit herstellerunabhängig. Es vermisst die Lage
des Werkzeuges elektronisch in drei Dimensionen.
Das
entsprechende Steuerungsprogramm wird automatisch um die gemessenen
Abweichungen korrigiert und sorgt dafür, dass das Werkzeug stets
an der korrekten Position arbeitet, so Leoni. Die Fehlererkennung
erfolgt inline durch das Sensoriksystem, die Korrektur findet
unmittelbar und automatisch im laufenden Produktionsprozess statt. Das
System misst ohne Umorientierungsbewegungen und berührungslos,
heißt es weiter. Im Gegensatz zur üblichen
Werkzeugkalibrierung findet kein zusätzlicher Verschleiß des
Werkzeuges statt. Das Messsystem ist über eine
Auswerteelektronik direkt an die Roboter- oder Maschinensteuerung
angeschlossen. Die ermittelten Korrekturwerte können somit auch
direkt an diese Steuerung kommuniziert werden. Einsatzbereiche sind
beispielsweise das Schweißen, Löten, Kleben und Fräsen.
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Reis Robotics Dosierroboter für Gewichte bis 60 kg
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Die
neuen Dosierroboter von Reis haben zwei freiprogrammierbare lineare
Achsen. Wartungsfreie AC-Servoantriebe garantieren zudem hohe
Verfahrgeschwindigkeiten.
Bild: Reis
| | Bei
der Dosierroboter-Baureihe RL wurde laut Reis Robotics der Schwerpunkt
auf Bedien- und Programmierkomfort gelegt. Schnelles, einfaches und
problemloses Programmieren in der Sprache des Gießers wird mit
der Reis-Gießsoftware erreicht.
Die komplette
Dosierroboter-Baureihe umfasst vier verschiedene Roboter-Modelle
für Gießgewichte bis 60 kg. Die Dosierroboter haben zwei
frei programmierbare lineare Achsen. Die kompakten wartungsfreien
AC-Servoantriebe gewährleisten hohe Dynamik und
Verfahrgeschwindigkeiten und damit kurze Taktzeiten. Eine wichtige
Komponente ist der Gießlöffelantrieb. Reis setzt dabei
eine NC-Achse ein mit Direktantrieb der Gießlöffelachse. Der
Vorteil ist eine programmierbare ruhige Einfüllbewegung mit einer
sehr hohen Dosiergenauigkeit, betont das Unternehmen. Mit drei
redundanten Elektrodenpaaren wird eine sehr hohe Betriebssicherheit
erreicht. Der Füllstand im Ofen und der Badspiegel werden sicher
erkannt.
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Roboter-Forschung Forschungsministerium baut Förderung für Roboter-Assistenzsysteme aus
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Weil
Pflegekräfte knapp und teuer sind, verstärkt das
Bundesforschungs- ministerium seine Förderung für die
Entwicklung von Robotern als Altenpfleger.
Bild: obs/Johanniter-Unfallhilfe
| | Notruftechnik,
die von selbst Hilfe holt, Bodenbeläge, die gefährliche
Stürze erkennen und melden, oder Roboter, die das
Frühstück ans Bett bringen – intelligente
Assistenzsysteme bieten älteren Menschen die Chance auf ein
sicheres Leben zu Hause. Das Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) will deshalb die Förderung für das
Forschungsfeld „Assistenzsysteme im Dienste des älteren
Menschen“ 2010 aufstocken.
Im Regierungsentwurf des
Haushalts 2010 ist eine Steigerung um 21 Mio. Euro auf insgesamt 30
Mio. Euro vorgesehen, wie das Bundesforschungsministerium berichtet.
„Unser Ziel ist es, dass ältere Menschen möglichst
lange ein unabhängiges und eigenverantwortliches Leben führen
können“, sagte Thomas Rachel (MdB), Parlamentarischer
Staatssekretär im BMBF am Dienstag in Berlin. Die Bundesregierung
sei entschlossen, Forschung für ein selbstbestimmtes Leben
auszubauen.
Roboter-Forschung für altersgerechte Mobilität
Auf
dem 3. Deutschen AAL-Kongress (Ambient Assisted Living), den das BMBF
gemeinsam mit dem VDE in Berlin veranstaltet, stellte Rachel einen
neuen Schwerpunkt der Forschungsförderung vor: die barrierefreie
Mobilität, altersgerechte Assistenzsysteme für zu Hause und
für unterwegs. Zugleich verwies er auf offene wirtschaftliche,
ethische und rechtliche Fragen, zum Beispiel zum Datenschutz oder zum
Haftungsrecht. Gebraucht werde ein gesamtgesellschaftlicher
Dialog, um herauszufinden, welche Technik ältere Menschen wirklich
wollen. Um diese und ähnliche Fragen zu beantworten, fördert
das BMBF in den nächsten drei Jahren eine breit angelegte, soziale
und gesellschaftswissenschaftliche Begleitforschung.
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Große Marktchancen bei Robotern für ältere MenschenAuf die großen Marktchancen von Produkten und Dienstleistungen
des „Ambient Assisted Living“, wie dieser wichtige
Technologiebereich in Europa genannt wird, wies der
VDE-Vorstandsvorsitzende Dr. Hans Heinz Zimmer hin. Laut VDE-Trendstudie „Medtech 2020“ ist Deutschland bei
Telemedizin und E-Health auf dem Weg zum globalen
Innovationsführer. Zimmer forderte indes ein
branchenübergreifendes Konzept für die intelligente
Heimvernetzung: „Wenn uns die sinnvolle Integration aller
informations- und kommunikationstechnischen Dienste gelingt,
eröffnen sich zusätzliche Potenziale“, sagte der
Vorstandvorsitzende. |
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Montage- und Handhabungstechnik auf der AUTOMATICA 2010 Dauerbrenner "Flexibilität"
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Flexible
Montagesysteme tragen dazu bei, dass produzierende Unternehmen
zahlreiche Herausforderungen hinsichtlich schwankenden
Stückzahlen, Variantenentwicklung und Produktionsverlagerungen
wirtschaftlich meistern können.
Bild: teamtechnik
| | München.
Wichtige Trends ändern sich nicht von heute auf morgen. So
beobachtet man in der Montage- und Handhabungstechnik seit langem, dass
immer mehr Unternehmen nach modularen Systemen suchen, die eine
optimale Schnittmenge von Flexibilität und Wirtschaftlichkeit
erreichen. Aus intensiver Entwicklungsarbeit entstehen Jahr für
Jahr Fortschritte, die sich im praktischen Einsatz positiv bemerkbar
machen. Neueste Lösungen werden auf der internationalen Leitmesse
für Automation und Mechatronik, der AUTOMATICA 2010, vorgestellt,
die vom 8. bis 11. Juni 2010 auf dem Gelände der Messe
München stattfindet.
Mehr Informationen >>
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