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Robotics & Automation Report, 7. Ausgabe 2009
Im Robotics & Automation Report, 7. Ausgabe 2009, lesen Sie folgende Artikel: |
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AUTOMATICA 2010 Fachmesse für Automatisierung und Mechatronik präsentiert Initiative „Green Automation“
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Dr.
Michael Wenzel, Geschäftsführer von Reis Robotics und
Vorsitzender des Werbe- und Presseausschusses der AUTOMATICA
Bild: MM-Archiv
| | Die
AUTOMATICA hat zusammen mit dem VDMA-Fachverband Robotik + Automation
und dem Fraunhofer-Institut Produktionstechnik und Automatisierung
(IPA) die Gemeinschaftsinitiative „Green Automation“ ins
Leben gerufen. Auf der AUTOMATICA 2010 wird die Initiative erstmals
vorgestellt. Die Automatisierungsbranche nimmt ihre umweltpolitische
Verantwortung wahr und gestaltet die Vision einer
„grünen“ Welt aktiv mit. Dabei geht es nicht nur um
die umweltfreundliche Gestaltung von Produktionsprozessen, sondern auch
darum, ressourcenschonenden Technologien mit innovativen Systemen und
Lösungen der Robotik und Automation überhaupt zum Durchbruch
zu verhelfen. Auf der AUTOMATICA 2010, die vom 8. bis 11. Juni 2010 auf
dem Gelände der Neuen Messe München stattfindet, wird die
Initiative erstmals vorgestellt. „Green Automation“ soll
den Beitrag der Automatisierungstechnologien für nachhaltiges
Wirtschaften in all seinen Facetten zeigen.
Initiative
„Green Automation“ Leitthema auf der Automatica 2010 Die
Initiative „Green Automation“ wird ein Leitthema auf der
AUTOMATICA 2010 sein und unterstützt die ausstellenden Unternehmen
bei der Vermarktung von Produkten und Produktionsprozessen zur
Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Produktion. Ausgangspunkt der
Initiative „Green Automation“ ist die zunehmende Bedeutung
von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in der Fertigung.
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Dr.
Michael Wenzel, Geschäftsführer von Reis Robotics und
Vorsitzender des Werbe- und Presseausschusses der AUTOMATICA
erklärt: „In Politik und Gesellschaft ist wachsendes
Interesse festzustellen, nicht länger auf Kosten künftiger
Generationen zu leben und den Ressourcenverbrauch – ohne
Abstriche an die Lebensqualität machen zu müssen –
spürbar und nachhaltig zu senken. Diese Entwicklung fordert die
Investitionsgüterindustrie – insbesondere die Robotik und
Automation – heraus, die fertigungstechnischen Voraussetzungen
für „grüne“ Konsumgüter zu schaffen. Wir
stellen bereits am Markt entsprechende Nachfrage fest und so ist es zu
begrüßen, dass die internationale Fachmesse AUTOMATICA
„grüne“ Fertigungstechnologie derart gebündelt
darstellen wird.“ Ressourcenoptimal gestaltete AutomatisierungstechnikErst durch
Automatisierungstechnik wird eine umweltverträgliche und
energiesparendere Produktion möglich. Viele Hersteller bieten längst
Lösungen zur Ressourcenoptimierung, Energieeffizienz, Reduzierung der
Schadstoffemission oder Energierückgewinnung an. Dabei sei es wichtig,
dass sämtliche Betrachtungen bezüglich der Ressourceneffizienz über den
gesamten Lebenszyklus eines Produktes beziehungsweise einer Technologie
durchgeführt werden, heißt es. Automatisierung ist Voraussetzung für „grüne“ ProdukteLaut
Thilo Brodtmann, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation, sieht die
Branche hier ihre Verantwortung: „Der intelligente Umgang mit
Ressourcen wird zunehmend zu einem Erfolgsfaktor für die
Wettbewerbsfähigkeit von produzierenden Unternehmen. Hierbei kann
moderne Automatisierungstechnik Erstaunliches leisten. Die Hersteller
von Automatisierungstechnik erschließen ihren Kunden erhebliche
Einsparpotenziale und sind mit ihrer Engineering-Kompetenz die Enabler
neuartiger Lösungen, die „grüne“ Produkte überhaupt erst möglich und
bezahlbar machen.“ Die Initiative „Green Automation“ soll dabei für die
nötige Breitenwirkung sorgen. Durch steigende Energiepreise und
knapper werdende Ressourcen steigt die Nachfrage nach energiesparenden
Technologien. Moderne Automatisierungslösungen ermöglichen den breiten
Einsatz umweltverträglicher Produkte und Technologien wie der
Photovoltaik. So konnten durch den Einsatz von Robotern, Montagetechnik
und industrieller Bildverarbeitung die Herstellkosten von Solarzellen
bereits substantiell gesenkt werden – bei gleichzeitiger Erhöhung der
Qualität. Das Fraunhofer IPA sieht ein erhebliches Potenzial
im Umfeld der „Green Automation“. „Automatisierungstechnik ist ein
wesentlicher Faktor für die wettbewerbsfähige Produktion von „grünen“
Produkten wie beispielsweise Solaranlagen, Energiespeichern oder
Elektrofahrzeugen,“ erläutert Prof. Alexander Verl, Leiter Fraunhofer
IPA. „Aber auch die Automatisierungstechnik als Ressourcenverbraucher
muss beachtet werden. Hier sind erhebliche Potenziale sowohl bei
Komponenten und Maschinen als auch auf der Leitebene realisierbar“. AUTOMATICA 2010 macht „Green Automation“ erlebbarMit
der Initiative „Green Automation“ wird die AUTOMATICA erstmals dieses
Thema systematisch aufbereiten. So wird es eine „Green
Automation“-Besucherführung geben, um direkt Interessenten und Anbieter
themenspezifisch zusammen zu führen. Ergänzend wird eine Sonderschau
die erfolgreichsten Beispiele für „grüne“ Produkte vorstellen. Auf dem
AUTOMATICA-Forum wird an allen Tagen „Green Automation“ ein zentraler
Aspekt bei den Fragestellungen sein. Related Content: www.maschinenmarkt.vogel.de |
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High-Speed-Handling Neuer ABB-Roboter für die Solarzellenfertigung bietet größeren Aktionsradius
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Arbeitet
für zwei: Der neue IRB 360/1-1600 kann für bestimmte
Handhabungsbereiche, für die bisher zwei Roboter erforderlich
waren, die Aufgaben beider Robotern übernehmen – soweit dies
die Zykluszeit der Linie zulässt.
Bild: ABB | | Leistungsfähige
Automatisierungslösungen sind in der Photovoltaik-Industrie stark
gefragt. Ohne den Einsatz hochdynamischer, flexibler Roboter, die
optimal auf die Anforderungen in der Produktion von Solarzellen und
Module abgestimmt sind, lässt sich dieses Ziel aber nicht
realisieren. Ein solches System ist der neue Flexpicker IRB 360/1-1600
von ABB.
Der Roboter vervollständigt die zweite Generation
der Delta-Roboter von ABB. Der Flexpicker IRB 360/1-1600 wurde speziell
für die High-Speed-Handhabung von Wafern und Zellen in der
Solarproduktion konzipiert. Denn bei der Fertigung von Solarzellen
werden für Aufgaben, die beim Be- und Entladen innerhalb
verschiedener Produktionsprozesse anfallen, schnelle und
zuverlässige Roboter benötigt, die auch mit sehr
empfindlichen Materialien umgehen können. Schließlich sind
die zu handhabenden Wafer bis zu 160 µm dünn.
Die
Familie der ABB-Flexpicker-Roboter wurde mittlerweile in über 2500
Installationen integriert. Hauptmerkmal dieser Roboter ist nach wie vor
ihre enorme Schnelligkeit. Trotz der extrem hohen Beschleunigung von
bis zu 15 g (15 m/s²) und einer Geschwindigkeit bis zu 10 m/s
bleiben präzise Positionierung, Bahngenauigkeit und hohe
Zuverlässigkeit nicht auf der Strecke.
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Neuer Flexpicker für größere Arbeitsräume konzipiertDie Vorteile
des am Markt eingeführten Flexpickers sind in den neuen IRB 360/1-1600
eingeflossen und wurden weiterentwickelt. Dazu zählen auch die drei
Karbonfaser-Arme und die vierte Achse als Rotationsachse. Während in
Linien- und Anlagenkonzepten bisher mit einem Arbeitsraum von 1130 mm
kalkuliert wurde, eröffnet der neue Flexpicker mit 1600 mm neue
Dimensionen der Fertigung. Hier könne, so ABB, derzeit kein
vergleichbarer Roboter auf dem Markt mithalten. Konnten bisher – je
nach Wafergröße – bis zu sechs Bahnen innerhalb einer Linie abgedeckt
werden, sind es nun bis zu zehn Spuren, die bedient werden. IRB 360/1-1600 kann zweiten Roboter einsparenWährend
für bestimmte Handhabungsbereiche bisher zwei Roboter erforderlich
waren, kann der IRB 360/1-1600 denselben Arbeitsraum und die Aufgaben
von beiden Robotern alleine übernehmen – soweit dies die Zykluszeit der
Linie zulässt. Flexpicker IRB 360/1-1600 übernimmt auch spezielle SortierarbeitenDurch
den großen Arbeitsraum eignet sich der neue Flexpicker IRB 360/1-1600
nun auch für spezielle Sortierarbeiten. Schnell und wendig sortiert er
Solarzellen in bis zu 50 verschiedenen Kategorien. Optional wird
der Flexpicker auch mit der von ABB entwickelten Software Pickmaster
ausgestattet. Durch die integrierte Bildverarbeitung in der
Bewegungssteuerung erkennt der Roboter die Position der frei auf
Zuführbändern verteilten Zellen. Für eine gemeinsame Aufgabenstellung
können so einzelne oder bis zu acht Roboter im Team eingesetzt werden. Roboter flexibel an verschiedene Handlingaufgaben anpassbarOhne
aufwändige Konstruktions- und Entwicklungsarbeiten lässt sich der neue
Roboter an unterschiedlichste Anforderungen in der Handhabung von
Wafern und Solarzellen anpassen. Sogar nachträgliche Änderungen sind
laut ABB schnell und effizient zu realisieren. Linien- und
Anlagenbauer eröffnet der Roboter IRB 360/1-1600 neue konzeptionelle
Ansätze, da dank des größeren Arbeitsraums Aufgaben zusammengefasst
werden können. Der Flexpicker IRB 360/1-1600 ist ab Herbst 2009
verfügbar. Related Content: www.maschinenmarkt.vogel.de |
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Solartechnik-Produktion Bosch-Rexroth bündelt Automatisierungs-Produkte für Solarindustrie
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Für die Solarfertigung stellt Bosch Rexroth in Hamburg Produkte und Systeme für alle Fertigungsschritte vor.
Bild: Bosch Rexroth
| | Der
Automatisierungsspezialist Bosch Rexroth, Lohr am Main, treibt die
Fokussierung auf Systeme für die Solarindustrie weiter voran: In
einem festen Team bündeln Spezialisten das Anwendungs-Know-how
für Steuerungen, elektrische Antriebe, Pneumatik und Mechatronik,
wie das Unternehmen anlässlich der 24. European Photovoltaic Solar
Energy Conference mitteilt. Das Team unterstützt
Maschinenhersteller und Anwender mit einer Automationsberatung und
Produkten der Antriebs- und Steuerungstechnik. Die Fachleute
hätten den direkten Zugriff auf die weltweiten
Entwicklungskapazitäten von Rexroth.
Produkte und Systeme für die Solarindustrie aus dem Baukasten Sie
würden dabei auf den Automationsbaukasten des Unternehmens
zurückgreifen, der bereits viele speziell für die Anwendung
in der Solarindustrie entwickelte Produkte und Systeme umfasse. Die
freie Kombinierbarkeit von pneumatischen und elektromechanischen
Aktoren sowie eine formschlüssige Verbindungstechnik würden
den Freiheitsgrad für maßgeschneiderte Handlingsysteme in
allen Solar-Fertigungsschritten erhöhen.
Auf der
Steuerungsebene verknüpft Bosch Rexroth nach eigenen Angaben SPS-,
Motion- und Robotik-Funktionen auf einer Hardware und setzt auf offene
Schnittstellen und Programmierstandards wie die IEC 61131. Das
ermögliche auch bei regional unterschiedlichen Anforderungen eine
wirtschaftliche Standardisierung weltweiter Fertigungsverbünde auf
der Automationsebene. | Energieeffizienz senkt Kosten der SolarfertigungAuf Energieeffizienz optimierte Systeme würden dabei die
Herstellkosten für Solarmodule senken. Produkte und
Bedarfsregelungen verringerten allein in der Pneumatik den
Energieverbrauch um bis zu 55%. Die durchgängige
Rückgewinnung von Bremsenergien und gewichtsreduzierte
Lineartechnik würden den Strombedarf für die elektrische
Antriebstechnik zusätzlich in der gleichen
Größenordnung reduzieren. Auf das schonende Handling von Solarzellen ausgelegte Bewegungsmuster
und berührungslose Greifer verhindern Beschädigungen an den
Solarzellen, heißt es. Den sanften Transport der großen und
empfindlichen Photovoltaikmodule übernehme das Transfersystem TS
Solar. Einen weiteren Beitrag zur Produktivitätssteigerung
würden antriebsintegrierte Sicherheitsfunktionen leisten. Sie
verkürzten die Wiederanlaufzeiten von Maschinen nach manuellen
Eingriffen und erhöhten damit die Verfügbarkeit von
Fertigungslinien signifikant. Related Content: www.maschinenmarkt.vogel.de |
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Sensorik Miniatur-Optosensoren von Balluff für Minigreifer und Positionieraufgaben
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Die
Laser- Einweglichtschranke der Laserklasse 1 erkennt selbst kleinste
Teile von bis zu 0,28 mm sicher und ist damit auch für
anspruchsvolle Positionieraufgaben die richtige Wahl.
Bild: Balluff | | Die Miniatur-Optosensoren der Baureihe BOS Q08M im robusten, kubischen
Metallgehäuse bestechen nach Aussagen von Balluff durch ihre kompakte
Bauform und ihre hohe Präzision. Die Optosenoren seien überall
dort einsetzbar, wo Bauteile mit geringem Gewicht, wenig Raumanspruch
und höchster Schaltpräzision gefragt sind. Als Beispiele werden
Robotergreifarme und Minigreifer genannt. Neu in dieser
Mini-Opto-Familie sind eine Laser-Einweglichtschranke sowie eine
Fixfocus-Variante.
Laser-Einweglichtschranke für anspruchsvolle Positioneraufgaben Die
Laser-Einweglichtschranke der Laserklasse 1 erkennt selbst kleinste
Teile von bis zu 0,28 mm sicher und ist damit auch für anspruchsvolle
Positionieraufgaben die richtige Wahl, so das Unternehmen. Dabei ist
der Sensor mit seinem scharf gebündelten Laserstrahl und einem
Arbeitsbereich von bis zu 3 m auch die optimale Lösung, um bei engsten
Platzverhältnissen an Maschinenkomponenten „vorbeizuschauen“, heißt es.
Die neue Fixfokus-Variante basiert auf neuester Pinpoint-Technik
und ist aufgrund einer auf 50 mm fix eingestellten Tastweite besonders
einfach in Betrieb zu nehmen. Der gerichtete Lichtstrahl ermöglicht
genaues Positionieren und verhindert die gegenseitige Beeinflussung,
wenn Sensoren nebeneinander angeordnet sind. | Sensor erkennt Objekte unabhängig von ihrer Farbe, Form und OberflächeLaut Balluff erkennt der Sensor aufgrund einer extrem geringen
Grauwertverschiebung Objekte unabhängig von ihrer Farbe, Form und
Oberfläche. Objekte außerhalb des Erfassungsbereichs werden
sicher ausgeblendet. Die Laser-Einweglichtschranke arbeitet als
Schließer und verfügt über einen PNP-Ausgang. Die
Fixfokus-Variante ist wahlweise mit NPN- oder PNP-Ausgang, hell- oder
dunkelschaltend sowie als Kabel- und Pigtail-Variante erhältlich.
Der Anschluss erfolgt jeweils über einen dreipoligen M8-Stecker. Sensoren mit Klemmhalter bündig in Aluminiumprofilen positionierenPassend dazu gibt es jetzt auch einen patentierten Klemmhalter für
die schnelle und bündige Positionierung der Sensoren in
Aluminiumprofilen, teilt Balluff mit. Der Halter, der sowohl zu Item-
als auch zu Bosch-Profilen passt, wird dazu einfach von oben direkt in
die Nut eingesetzt und mit einer Schraubendrehung plan fixiert. Aufgrund seines bombenfesten Sitzes erschließt er den Sensoren
erstmals auch Applikationen, die bislang eine Domäne der
Gabellichtschranken waren, und zwar dort, wo bislang geeignete
Zwischengrößen fehlten. Related Content: www.maschinenmarkt.vogel.de |
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Palettieren Portalroboter sorgt für eine flexible Sackpalettierung
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Die Roboterpalettieranlage nimmt inklusive Zu- und Abführung nur eine Fläche von 16 m2 in Anspruch. | | Papier- und Aluminium-Verbundsäcke sollten nicht nur auf Paletten gesetzt, sondern
auch in Umkartons hineinpalettiert werden. Ein Portalroboter mit 150 kg
Handhabungsgewicht löst mit einem speziell entwickelten Greifer
diese Aufgabe.
Das Palettieren von Sackware kann nicht nur mit
Portalrobotern, sondern auch mit Lagenpalettierern oder
Knickarmrobotern vorgenommen werden. Der Portalroboter bietet jedoch
entscheidende Vorteile im Hinblick auf die maximale Anzahl der
Palettenplätze und deren Erreichbarkeit, damit verbunden die
mögliche Palettierhöhe und vor allem beim Palettieren in
einen zur Verkaufspräsentation eingesetzten Umkarton hinein.
Das
Unternehmen Frunol Delicia blickt auf eine mittlerweile über
190-jährige Tradition in den Geschäftsfeldern Pflanzenschutz
und Schädlingsbekämpfungsmittel zurück. Damit ist es
eines der erfahrensten mittelständischen Chemieunternehmen, das
konzernunabhängig in diesen Geschäftsfeldern tätig ist
und insbesondere über eine führende Marktstellung im
Geschäftsbereich der Rodentizide verfügt. |
Jetzt hat Frunol Delicia die Palettierung von Sackware automatisiert
und die Rober Industrieroboter GmbH mit der Installation eines
Portalrobotersystems betraut. Die Roboterserie Genix mit einem
Handhabungsgewicht von 150 kg kann bei Beschleunigungen von über 6 m/s²
Geschwindigkeiten in allen Achsen von mehr als 4 m/s erreichen. Die
räumliche Ausdehnung reicht von 4 m in Länge und Breite bis hin zu 8 m
Breite und mehr als 40 m in der Länge, und das bei Palettierhöhen von
mehr als 2,4 m. In der Version Genix xp (xp:expanded) kann die
Roboterbreite sogar bis zu 15 m betragen und ist daher besonders
prädestiniert für Lageranwendungen. Die Roboterserie Gigant bietet hohe
Handhabungsgewichte von 300, 500 und 1000 kg. Bei dieser Anwendung
sind Papier- und Aluminium-Verbundsäcke mit einem Füllgewicht bis 25 kg
zu palettieren. Eine besondere Herausforderung besteht dabei darin, die
Säcke auch in einen etwa 1,2 m hohen und zur Verkaufspräsentation
eingesetzten Umkarton zu palettieren. Als Palettenformate kommen die
CP1- und CP2-Palette sowie eine Displaypalette (Euro-Halbpalette) mit
dem aufgesetzten Umkarton zum Einsatz. Auf die CP1- und CP2-Palette
wird zusätzlich ein Kartontray zum Schutz der unteren Lage aufgesetzt,
in das ebenso hineinpalettiert werden muss. Zusätzlich sind auch
Papierzwischenlagen zur Stabilisierung einzulegen. Die zu realisierende
Palettierhöhe beträgt maximal 1,8 m. Nach der Absackanlage werden
die Säcke der Roboterpalettieranlage zugeführt. Zum Einsatz kommt dabei
der Roboter Genix mit einem Handhabungsgewicht bis 150 kg. Das
Baukastensystem dieses Roboters zeigt die notwendige Flexibilität. Auf
einer Fläche von lediglich 16 m² findet der Roboter inklusive der
Palettenzu- und -abführung Platz. Weil die Wahl des Robotersystems
erheblich durch den notwendigen Platzbedarf und die flexiblen
Eigenschaften bestimmt wurde, file die Wahl fiel auf einen
Portalroboter. Als Steuerung wird die RO-ENC66 eingesetzt. Sie
vereint dabei Bahnsteuerung und SPS in einem System.
Kommunikationsschnittstellen wie Ethernet TCP/IP, zur Anbindung an alle
gängigen Leitsysteme, sowie CAN-Open, für den Anschluss der digitalen
Antriebsverstärker, von Feldbusklemmen und weiteren feldbusfähigen
Geräten wie Barcodeleser oder Displays, prädestinieren den Einsatz in
Roboteranlagen mit verteilten Steuerungsstrukturen. Besonderer Wert
wurde bei der Entwicklung auf die integrierte Diagnosemöglichkeit
gelegt, um im Fehlerfall den Bediener gezielt zu informieren. Auf Basis
der SPS-Steuerung können umfangreiche Daten grafisch aufbereitetet und
mittels integrierter Software visualisiert werden. Besonderes
erwähnenswert ist auch die Packplansoftware Ro-Pack, über die es für
den Bediener möglich ist, durch die Eingabe der Packstückabmessungen
das optimale Lagenbild zu bestimmen und auf das Robotersystem zu
übertragen. Aufwändiges Programmieren entfällt somit. Eine
Innovation war bei der Entwicklung des Greifers notwendig, weil dieser
nicht größer sein durfte als die Grundfläche des kleinsten Produktes.
Denn die zu palettierenden Produkte müssen in den Umkarton mit seinen
begrenzten Abmessungen hinein palettiert werden. Pneumatisch betätigte
Greifarme umschließen dabei den Sack und öffnen synchron, um die Säcke
dicht an dicht zu palettieren. Über geeignete Messsysteme wird ständig
die Höhe der Beladung kontrolliert, um flexibel auf
Produktionsvarianzen reagieren zu können. Zusätzlich sind schwenkbare
Saugeinheiten installiert, die die Aufnahme der Zwischenlagen
ermöglichen. Der Produktionsablauf gestaltet sich wie folgt: Der
Bediener setzt eine mit Palettentray oder Umkarton vorbereitete Palette
mittels Handgabelhubwagen auf die Fördertechnik auf, und die Palette
wird automatisch dem Roboter zugeführt. Der Palettiervorgang kann nun
beginnen. Der Roboter nimmt mit seinem Greifer einen Sack von der
Fördertechnik auf und führt diesen zur Chargenkennzeichnung an einem
Inkjet-System vorbei. Dann erfolgt die lagenbildabhängige Palettierung.
Auf der zweiten Palettenbahn kann zwischenzeitlich schon wieder eine
Palette vorbereitet werden. Die fertig beladene Palette wird
automatisch über die Palettenbahn aus dem Roboterarbeitsbereich
heraustransportiert. Das Robotersystem palettiert dann auf der anderen
Palettenbahn wechselweise weiter. Durch die Installation des
Robotersystems konnte die körperlich anstrengende Arbeit zum Wohle des
Menschen eliminiert werden. Die Qualität der Palettierung wurde
erheblich gesteigert und auch andere Produktionsabläufe um die
Palettierung herum konnten optimiert und dadurch die
Produktionsleistung gesteigert werden. ELMAR STÖVE Elmar
Stöve ist Leiter Projektierung und Vertrieb bei der Rober
Industrieroboter GmbH, 59174 Kamen Related Content: www.maschinenmarkt.vogel.de |
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