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Robotics & Automation Report, 5. Ausgabe 2009
Im Robotics & Automation Report, 5. Ausgabe 2009, lesen Sie folgende Artikel: |
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AUTOMATICA 2010 Weltweit bedeutendste Robotik-Konferenz tagt parallel zur AUTOMATICA in München

Norbert
Bargmann, Geschäftsführer der Messe München:
„Durch das Zusammentreffen der führenden Köpfe aus
Forschung und Entwicklung im ICM einerseits und der Industrie auf der
AUTOMATICA andererseits ist München im Jahr 2010 der wichtigste
Treffpunkt für die internationale Robotikbranche.“
Bild: Messe München
| | Die
Robotik-Konferenz „ISR/ROBOTIK 2010“ findet zum zweiten Mal
im Rahmen der AUTOMATICA statt. Die Teilnehmer der Konferenz, bestehend
aus dem International Symposium on Robotics 2010 (ISR) und der ROBOTIK
2010, tagen vom 7. bis 9. Juni 2010 im Internationalen Congress Center
(ICM) auf dem Gelände der Neuen Messe München. Den
Zuschlag für die AUTOMATICA gab die Robotik-Weltorganisation
International Federation of Robotics (IFR). Damit trifft sich alles,
was in der internationalen Robotik-Szene Rang und Namen hat, in
München: einerseits, um auf der Konferenz praxisnahe Ergebnisse
auszutauschen, andererseits um auf der AUTOMATICA 2010 das weltweit
größte Robotik-Angebot zu zeigen und in Augenschein zu
nehmen.
Kongress-Teilnahme schließt Ticket für die AUTOMATICA 2010 mit ein Die
Referenten präsentieren Ergebnisse und Produktneuerungen aus den
Bereichen Service- und Industrierobotik, Komponenten und Zubehör.
Während des Symposiums haben die Teilnehmer Gelegenheit, mit
Kollegen aus Forschung und Entwicklung zu diskutieren oder sich mit
Experten der Robotik-Industrie über die Automatisierung ihrer
Produktion auszutauschen. Das Kongress-Ticket schließt den Besuch
der AUTOMATICA 2010 mit ein. Erwartet werden rund 80 Referenten und
rund 200 Teilnehmer aus der ganzen Welt. Für Prof. Rolf
Dieter Schraft, Institutsleiter a.D. des Fraunhofer-Instituts für
Automatisierung und Produktionstechnik (IPA) und Leiter des Organizing
Commitee der ISR/Robotik 2010 ist der Kongress „weit mehr als eine
führende Veranstaltung der Robotik-Forschung und -Wissenschaft. Er
zeichnet sich durch sehr guten Zuspruch und Beteiligung der Industrie
aus. Alle führenden Roboterhersteller werden im Juni 2010 in
München zugegen sein. Es ist das Branchentreffen schlechthin
für die Robotik-Industrie weltweit.“ Bereits jetzt
können sich Interessenten aus Forschung und Fertigung online unter
www.ifr.org über die Themen des Symposiums informieren. Der genaue
Termin für die Einreichung der Themenvorschläge, der
„Call for Papers“, wird noch bekanntgegeben.
| Engelberger Robotics Award wird verliehenIm
Rahmen des 41. International Symposium of Robotics 2010 erfolgt die
Verleihung des renommierten Engelberger Robotics Award. Die
Vergabe findet am 8. Juni 2010 während eines Galadinners statt.
Der Award gilt international als die höchste Auszeichnung
innerhalb der Branche. Mit ihm geehrt werden jährlich
Einzelpersonen für ihre herausragenden Leistungen in
technologischer Forschung, Entwicklung oder Anwendung. Die
Nominierungsphase für den Engelberger Robotics Award hat bereits
begonnen. Wie man Unterlagen einreichen kann, darüber informiert
die US-amerikanische Robotic Industries Association (RIA) unter www.robotics.org. Related Content
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ROBOTERTECHNIK Neue Robotik-Trends für eine wettbewerbsfähige Produktion
Sie benötigen einen Flashplayer für die Wiedergabe.
Dr.-Ing.
Michael Wenzel, Reis Robotics: „Die Photovoltaik hat sich in den
letzten Jahren boomartig entwickelt. Es gibt zahlreiche
Aufgabenstellungen für Roboter im Bereich der Automatisierung der
photovoltaischen Produktion. Mit einem Wort: Die Perspektiven sind sehr
gut.“
Bild: Wagner
| Die
Robotik sucht sich neue Aufgaben, Anwendungen und Märkte. Zu
aktuellen Trends wie der Mensch-Roboter-Interaktion oder dem Einsatz
der Robotertechnik in der Photovoltaik sprachen wir am Rande des 2.
VDMA-Kongresses Intelligenter Produzieren (Mannheim, 22. und 23. Juni
2009) mit Dr. Michael Wenzel, Geschäftsführer des
Roboterherstellers Reis.
In der Robotertechnik wird nach
neuen Anwendungen gesucht. Welche Perspektiven sehen Sie für den
Robotereinsatz in der Photovoltaik? Dr. Wenzel: Die Photovoltaik
hat sich in den letzten Jahren boomartig entwickelt. Es gibt zahlreiche
Aufgabenstellungen für Roboter im Bereich der Automatisierung der
photovoltaischen Produktion. Mit einem Wort: Die Perspektiven sind sehr
gut. Wir sehen vielfältige Aufgabenstellungen, die ich jetzt hier
gar nicht alle aufzählen kann, das würde den Rahmen sprengen. Aber
diese Potenziale sind sicherlich noch zu erschließen.
Die
Interaktion von Mensch und Roboter ist zu einem wichtigen Aspekt der
Robotertechnik geworden. Was muss man sich darunter vorstellen? Dr.
Wenzel: Bei der Interaktion von Mensch und Robotern wird im Gegensatz
zu früheren Situationen die Möglichkeit geschaffen, dass der
Werker unmittelbar, quasi Hand in Hand, mit dem Roboter
zusammenarbeitet. War es früher notwenig, aus
Sicherheitsgründen Schutzzäune, Gitter oder trennende
Barrieren zwischen Werker und Roboter einzufügen, ist das dank
neuer Sicherheitskonzepte jetzt nicht mehr erforderlich – bei
nach wie vor vollem Schutz des Werkers natürlich.
Die
Mensch-Maschine-Interaktion hatte ihren Schwerpunkt bisher in der
Automobilindustrie. Sehen Sie dafür Anwendungen auch in anderen
Industriebereichen? Dr. Wenzel: Die sehen wir nicht nur, die
haben wir bereits realisiert. Es gibt zahlreiche Installationen, also
echte Kundenprojekte, wo wir diese Technologie zum Einsatz gebracht
haben. Diese Technologie eröffnet aber auch noch weitere Felder.
Von daher sind wir zuversichtlich, dass sich die
Mensch-Roboter-Interaktion in Zukunft noch breiter durchsetzen wird.
| Wo bieten solche teilautomatisierten Lösungen Vorteile gegenüber vollautomatisierten?Dr.
Wenzel: Diese Technologie ist eigentlich immer dann sinnvoll, wenn auf
den Werker nicht verzichtet werden kann. Wir reden ja über eine
Interaktion Werker, sprich Bediener, und Roboter. Das heißt bei
Aufgabenstellungen wo wir entweder das Gespür, die
Feinfühligkeit oder aber auch das Prozess-Know-how und die
Erfahrungen des Werkers nicht missen wollen, macht diese Technologie
Sinn. Kürzlich wurde das Projekt SME Robot
abgeschlossen, bei dem es um die Entwicklung eines Mittelstandsroboters
ging. Herr Dr. Wenzel, welche Impulse sind davon für den
industriellen Mittelstand zu erwarten?Dr. Wenzel: Das Projekt
SME Robot ist von der EU-Kommission in Brüssel gefördert
worden, um speziell den Zugang mittelständischer Unternehmen zur
Robotertechnik zu erleichtern. Das Projekt bietet zahlreiche
Facetten und Möglichkeiten, um diesen Zutritt kleinen
mittelständischen Unternehmen – auch Meisterbetrieben
– zur Robotertechnik zu vereinfachen. Auch hier gibt es wieder
vielfältige Applikationen und vielfältige Perspektiven, die
man in einem Satz nicht beschreiben kann. Sehen sie neben der Photovoltaik und dem industriellen Mittelstand
noch weitere Einsatzgebiete und Märkte für Robotersysteme?Dr.
Wenzel: Die sehen wir in der Tat. Die Robotik und auch die
Applikationen für die Robotik sind noch bei weitem nicht am Ende, Sie
werden aber sicher verstehen, dass wir jetzt dieses Know-how, das
sicherlich auch unsere Marktbegleiter interessieren würde, an diesem
Ort noch nicht kommunizieren wollen. Sie werden Sie zu gegebener Zeit
von uns hören. CLAUDIA OTTO Related Content
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PICK & PLACE Handhabungssystem erkennt und greift chaotisch zugelieferte Schmiedeteile

Das Handhabungssystem erkennt jedes Bauteil, greift die chaotisch zugelieferten Teile und setzt sie schwingungsfrei ab.
| | Alle
3 s handelt das Flexmotion-Handhabungssystem 6 kg schwere
Schmiedeteile. Dabei greift es chaotisch zugeführte Bauteile
liegend ab und setzt sie schwingungsfrei, senkrecht und nach Setzmuster
zur Weiterverarbeitung auf eine Reinigungsstation. Vier Kameras sorgen
für die genaue Bestimmung der Greifposition.
Die
Hirschvogel Automotive Group zählt zu den erfolgreichsten
Herstellern von massivumgeformten Bauteilen aus Stahl und Aluminium.
Mehr als 2700 Mitarbeiter stellen in sechs Werken weltweit Umformteile
und Komponenten für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer
her. Im Stammwerk Denklingen fertigen über 1600 Mitarbeiter
massivumgeformte Bauteile in Großserie. Um eine hohe
Fertigungsqualität zu gewährleisten, wurde die
Automatisierung bei Hirschvogel stark vorangetrieben und gezielt eine
Prozessoptimierung gefordert, die eine automatische Verkettung zur
Reinigungsstation ermöglicht. Der Pick-&-Place-Prozess der
Bauteile sollte im vorgegebenen Zeitraster erfolgen und ein
schwingungsfreies Absetzen garantieren.
| Versuchsreihen mit konventionellen Robotersystemen brachten keine LösungLangjährige
Versuchsreihen mit konventionellen Robotersystemen brachten keine
Lösung, die wirtschaftlich tragbar war und die räumliche
Gegebenheiten berücksichtigt. Faude Produktionsanlagen lieferte
mit dem Flexmotion-Handhabungssystem FHS 500 eine Lösung, die alle
Anforderungen erfüllte. Heute verringert sich wie von Geisterhand
die Distanz und in 3 s erfolgt der schnelle Zugriff – denn die
FHS 500 erkennt jedes Bauteil. Präzise greift sie es, selbst wenn
die Teile liegend oder unsortiert zugeführt werden. Das
Flexmotion-Handhabungssystem kann Schmiedeteile bis 6 kg
schwingungsfrei, senkrecht und nach vorgegebenem Muster absetzen. Damit
wird alles für die weitere Verarbeitung auf der Reinigungsstation
vorbereitet. Diese Handhabungsaufgabe ist nicht leicht, denn der
hohe Schwerpunkt könnte die Teile beim senkrechten Aufstellen zum
Kippen bringen. Aber dank der Flexmotion-Kinematik ist dieses Problem
ausgeschlossen. Gleichzeitig arbeitet die Anlage mit hoher
Flexibilität und Schnelligkeit. In Verbindung mit einer
180°-Schwenkachse bietet die um 270° drehende C-Achse viele
Möglichkeiten, um die Teile zu handeln. Dabei wirken die Antriebe
direkt ohne zusätzliche Armglieder auf die Last ein. Schnelles und zuverlässiges Greifen ohne MaschinenstoppsIm
Vergleich zu Maschinen mit serieller Kinematik, wie bei
Schwerlast-Scaras oder Knickarmrobotern, ergibt sich daraus ein
optimiertes Last-Masse-Verhältnis, das mit wesentlich besserer Dynamik,
Genauigkeit und Steifigkeit deutliche Vorteile bietet. Darin liegt die
Basis für schnelles zuverlässiges Greifen ohne Maschinenstopps und das
schwingungsfreie Absetzen ohne Kippen der Bauteile. Augen und
Hand des FHS 500 arbeiten lückenlos zusammen. Was sich auf dem 1000 mm
breiten Band für die Zuführung tut, wird mit einem
Bildverarbeitungssystem erkannt. Vier Kameras identifizieren alle
Bauteile zu 100%, bestimmen die genaue Lage bildübergreifend,
überwachen die Kollisionen der chaotisch an- oder aufeinanderliegenden
Teile im Greifbereich und überprüfen die Typenreinheit. Faude-Bildverarbeitungssoftware Flexvision RV steuert vier KamerasErreicht
wird diese Leistung durch das Zusammenspiel des speziell für die
erschütterungsintensive Umgebung konstruierten Kameraarmes und der für
solche Applikationen entwickelten Faude-Bildverarbeitungssoftware
Flexvision RV. Die vier Kameras machen den maßgeschneiderten und
kundenspezifischen Abgriff sämtlicher Bauteile möglich. Auch die
Erfassung der Bauteile außerhalb des Arbeitsraumes ist durch die
Kopplung von Auge und Hand – also der Bildverarbeitung mit dem
Rotationsgeber am Zuführband – gewährleistet. Mit dem
Handhabungssystem konnte Hirschvogel den Automatisierungsgrad erhöhen.
Die kompakte Maschine ließ sich voll in die Verkettung integrieren.
Dabei arbeitet die FHS 500 nicht so genau wie möglich, sondern so genau
wie nötig. Mit 2300 mm × 2300 mm und einer Höhe von 3000 mm ist der
Platzbedarf gering und die Maschine für alles offen – auch was den
Zugang von allen Seiten betrifft. Übergeordnet führt die Investition zu
kürzeren Produktionszeiten und garantiert gleichzeitig hohe
Fertigungsqualität. Bedienung der Steuerung geht mit dem Windows-Explorer konformDas
Steuerungssystem ist intuitiv, kompakt und mit einem
Standard-19-Zoll-Touch-Bildschirm ausgestattet. Zudem ist nur ein PC
für Maschinensteuerung und Bildverarbeitung erforderlich. Die Bedienung
geht mit dem Windows-Explorer konform. Je nach Anforderung und Aufgabe
des Kunden kann das System modular erweitert werden. Die Programmierung
entspricht internationalen Standards, genauso wie die unterschiedlichen
Feldbus-Anbindungen, der Fernzugriff über TCP/IP, die synchrone
Datenausgabe an Digital IO sowie Antriebe über Sercos. Der eingesetzte Greifer bietet die folgenden Vorteile: - Genaues Abgreifen der Bauteile durch schnelle Servo-Dreh- und Schwenkachsen sowie Bildverarbeitung.
- Formbasierende Mustererkennung mit leistungsstarker Infrarot-Flächenbeleuchtung und -filter.
- Schnelle Taktzeit ohne Maschinenstopps.
- 100%ige Identifikation der Bauteile durch vier Kameras.
- Handling unterschiedlicher Bauteile bis zu einem Gewicht von 6 kg.
- Lageunabhängiger, fliegender Abgriff der Bauteile.
- Schwingungsfreies, fliegendes Absetzen der Bauteile ohne Kippen.
- Frei teachbare Setzmuster.
DIETER FAUDE UND SUSI STADLER Dieter
Faude ist Geschäftsführer der Faude Produktionsanlagen GmbH in
Gärtringen. Susi Stadler ist PR-Beraterin bei der Stadler GmbH in
Kirchheim. Related Content
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MINITEC Photovoltaik-Module mit geringer Schichtstärke automatisch montieren

Im
Glasspeicher werden die Glasscheiben für das Lay-up
bereitgestellt. Sie dürfen dort wegen ihrer Lichtempfindlichkeit
maximal eine Stunde liegen, nicht durchbiegen und keinerlei Staub
ausgesetzt sein.
| | Weltweit
wetteifern Techniker, um die Effizienz von Solaranlagen zu
erhöhen. Dazu wird unter anderem die Schichtstärke der
Solarzellen verringert. Die extrem dünnen Scheiben stellen
allerdings höchste Anforderungen an das Prozess-Know-how der
Anlagenhersteller und Betreiber. Dem Maschinenbauer Minitec ist es
gelungen, die Montagequalität bei kürzeren Taktzeiten zu
optimieren. Obwohl Sonnenenergie in beliebigen Mengen kostenlos
verfügbar ist, stellt der Bau und wirtschaftliche Betrieb von
Solaranlagen die Betreiber vor große Herausforderungen. Rund 90%
aller Photovoltaikanlagen produzieren ihren Strom mit monokristallinen
oder polykristallinen Siliziumzellen, die bereits einen Wirkungsgrad
von fast 20% erreichen.
Verringerung der Schichtstärke der Solarzellen senkt die Kosten Alternativen
dazu sind Dünnschicht-Module – bei diesen wird eine
dünne Halbleiterschicht auf ein Trägermaterial aufgedampft
– oder organische Solarzellen. Diese letztgenannten Techniken
befinden sich allerdings noch im Entwicklungsstadium oder haben eine
deutlich geringere Leistungsfähigkeit. Um den Vorteil des hohen
Wirkungsgrades zu erhalten, unternimmt die Industrie große
Anstrengungen, um die Kosten für Module mit kristallinen
Solarzellen zu senken. Ein Ansatz zur Kostenreduzierung ist die
Verringerung der Schichtstärke der Solarzellen. Die extrem
dünnen Scheiben haben eine Stärke von nur noch 160 µm.
Ihre Montage stellt jedoch höchste Anforderungen an das
Prozess-Know-how der Anlagenhersteller und Betreiber. Die Bruchrate der
Zellen in der Montage ist ein wesentliches Qualitäts- und
Kostenkriterium bei ständig kürzeren Taktzeiten. Dies
lässt sich nur mit anspruchsvollen Montageanlagen erreichen.
| Montageanlage aus dem BaukastenDie
Montagelösungen von Minitec basieren auf dem flexiblen
Profil-Baukastensystem. Der strikt modulare Aufbau dieses Systems mit
durchgängig gleichem Rastermaß und gleicher Nutform machen
Anlagenerweiterungen oder Änderungen ohne großen Aufwand
möglich. Dank der patentierten Verbindungstechnik, die ohne jede
Bearbeitung auskommt und ESD-Fähigkeit sicherstellt, können
Anpassungen auch auf der Baustelle oder Einstellarbeiten in
kürzester Zeit realisiert werden. Jede Baugruppe der Solarzellen-Montageanlage ist als autarker
Funktionsbaustein konzipiert. Die Bausteine sind grundsätzlich mit
fehlersicheren Peripheriebaugruppen ausgestattet, die den Test aller
Funktionen eines Anlagenteils bereits bei der Montage ermöglichen. Im
ersten Produktionsschritt werden die Zellen im Stringer mit Lötbändern
zu einem Zellenstring verbunden. Diese Strings, die aus zehn bis zwölf
Zellen bestehen, werden von dem so genannten Lay-up der Minitec-Anlage
übernommen und exakt auf der Glasplatte, die mit einer EVA-Folie belegt
ist, positioniert. Die Glasscheibe muss automatisch in eine sehr
präzise Ablageposition gebracht werden, auf die die Strings in
korrekter Polarität mit einer Genauigkeit von ± 0,3 mm abgelegt werden.
Handling der Strings erfordert größte SorgfaltDas
Handling der äußerst empfindlichen Strings erfordert dabei größte
Sorgfalt, um Zellenbruch zu vermeiden. Die Vorratsbehälter für Strings
werden mit Sensoren überwacht und melden dem Operator leere Behälter,
und zwar für jede Polarität getrennt. Bei der optionalen optischen
Kontrolle der Strings mit CCD-Kameras auf Beschädigungen einzelner
Zellen, auf Außenkonturfehler, Risse und fehlende Lötbänder werden
fehlerhafte Strings automatisch entnommen, fehlerhafte ausgesondert und
ersetzt. Alle Fehlerdaten werden protokolliert. Die Produkt- und
Fabrikationsdaten werden über Scanner eingelesen und optional wird ein
Etikett erzeugt und auf die Scheibe aufgebracht. Gleichzeitig werden
Produktionsdaten erfasst, die für die spätere Identifikation oder
ERP-Anbindung erforderlich sind. Diese Daten werden während des
gesamten Montageprozesses mitgeführt und vervollständigt. Staubfreiheit ist oberstes Gebot In
einem vorgelagerten Arbeitsschritt werden die Glasscheiben gereinigt,
mit EVA-Folie belegt und in einem Glasspeicher für das Lay-up
bereitgestellt. Dabei muss die Einlagerungszeit im Speicher strikt
überwacht werden, da die empfindliche Folie nicht länger als eine
Stunde dem Licht ausgesetzt sein darf. Gleichzeitig ist jede
Staubablagerung auf den Scheiben zu vermeiden. Die empfindlichen
Scheiben dürfen sich während des Transportes und im Speicher nicht
durchbiegen und müssen erschütterungsfrei transportiert werden. Ein-
und Auslagerung der Scheiben erfolgt vollautomatisch nach Fifo- oder
Lifo-Prinzip, je nach Erfordernis der folgenden Operationen. Zwischen
den Bearbeitungsstationen erfolgt der Transport auf speziellen
mehrspurigen Förderanlagen, die mit extra breiten, staubfrei
beschichteten Zahnriemen bestückt sind. Die Beschichtung garantiert
rutschsicheren Halt während des Transportes. Für spezielle Anwendungen
werden die Förderer mit hochtemperaturfesten Gurten bis 200 °C
geliefert. Für den Quertransport der Scheiben, Laminate oder
Module stehen zahlreiche Varianten zur Verfügung, die je nach
Aufgabenstellung zur Anwendung kommen. In den Transportstrecken werden
bei Bedarf Wendestationen integriert, um die Module für die folgende
Operation lagegerecht beizustellen. Auch für diese Stationen gelten die
gleichen Bedingungen für äußerst schonendes Handling. Nach dem
Lay-up erfolgt das Querverschalten der Strings. Diese Operation wird
häufig noch manuell ausgeführt, in Ausnahmefällen auch mit Robotern.
Nach dieser Operation werden die Scheiben im Laminator mit den
EVA-Folien und den Rückseitenfolien zu Laminaten verbacken und
beschnitten. Hochsensible Steuerung sorgt für passgenaue Pressung Die
überwiegende Mehrzahl der Photovoltaik-Module wird mit Rahmen montiert.
Dazu werden an allen vier Seiten des Laminats zuerst Dichtungsstreifen
oder Paste aufgebracht, bevor es mit einem Portalroboter oder einem
speziellen Riemenförderer in die Presse eingelegt wird. Die vier
Seitenprofile aus Aluminium werden anschließend auf das Laminat mit
exakt dosiertem Druck aufgepresst und gegebenenfalls verschraubt. Eine
ungenaue Pressung oder zu hoher Druck führen bei den empfindlichen
Glasscheiben leicht zu Bruch. Eine äußerst sensible Steuerung der
Anlage ist für diesen Prozess unbedingte Voraussetzung. Die
Prüfung der montierten Module und Klassifizierung erfolgt im
automatischen Flasher. Die Module werden selbsttätig in die Anlage
eingefahren, positioniert und kontaktiert. Die Anlage ist adaptiert an
ein Messsystem eines führenden Herstellers der Lichttechnik. Mit einem
1 kW starken Lichtblitz wird die Leistung des Moduls gemessen und
dokumentiert. Die Messergebnisse aus dem System können optional auf die
Module etikettiert werden. Eine Sortierung nach Leistungsklassen ist
ebenfalls möglich. Optional werden die Flasher vertikal oder horizontal
aufgebaut. Profisafe-Bus ist Basis der AutomatisierungslösungDie
gesamte elektrische Ausrüstung der Montageanlage basiert auf dem
Pofisafe-Bus-Automatisierungssystem. Die Anlagenteile werden von einer
übergeordneten Sicherheits-SPS S7 Profisafe mit integrierter
Profibus-DP-Schnittstelle für erhöhte Sicherheitsanforderungen
gesteuert. Auf Kundenwunsch ist die Lieferung der SPS mit IP-Adresse
für Fernwartung und Fehlerdiagnose möglich. Related Content
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AUTOMATION VDI-Studie sieht Potenziale noch nicht ausgereizt

„Industrieroboter
oder eine prozessintegrierte Qualitätskontrolle finden nach
unserer Analyse nur in jedem dritten Unternehmen Anwendung“, hat
Dr. Steffen Kinkel vom Fraunhofer ISI festgestellt.
Bild: Fraunhofer ISI
| | Zwei
von drei Unternehmen in Deutschland nutzen einzelne
Automatisierungstechniken bislang nicht. Das ist das Ergebnis einer
Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und
Innovationsforschung (ISI) im Auftrag des VDI, die auf dem Kongress
„Automation 2009“ präsentiert wurde. „Hier
liegen beträchtliche unerschlossene Nutzerpotenziale“,
betonte Prof. Gerald Gerlach, Vorsitzender der VDI/VDE-Gesellschaft
Mess- und Automatisierungstechnik (GMA). „Viele Unternehmen
verkennen das wirtschaftliche Potenzial von Automatisierungstechniken.
Beispielsweise lassen sich Faktoren wie Arbeitsproduktivität und
Termintreue deutlich erhöhen.“ So sei beispielsweise die
Arbeitsproduktivität pro Mitarbeiter beim Einsatz von
rechnergeführten Lager- und Materialfluss-Systemen mit 95000 Euro
um fast 20% höher als ohne (79000 Euro). Allerdings nutzen nur 49%
der Unternehmen diese Systeme, so die Studie. Auch andere
Automatisierungstechnologien kommen laut ISI/VDI-Studie industriell
noch nicht umfassend zum Einsatz. „Industrieroboter oder eine
prozessintegrierte Qualitätskontrolle finden nach unserer Analyse
nur in jedem dritten Unternehmen Anwendung“, weiß Dr.
Steffen Kinkel vom Fraunhofer ISI. „Dabei lassen sich gerade hier
positive Zusammenhänge zu wirtschaftlichen Zielgrößen
wie Termintreue, Ausschussquote und Arbeitsproduktivität
nachweisen.“
Unternehmen mit Robotereinsatz liefern termingerechter Beispielsweise
liefern Unternehmen, die Industrieroboter einsetzen, ihre Ware
tendenziell termingerechter als Unternehmen, die keine Industrieroboter
nutzen. Mit einer prozessintegrierten Qualitätskontrolle gehe eine
um 30% geringere Ausschussquote einher, so Kinkel. Untersucht wurden in
der Studie 1600 Betriebe des verarbeitenden Gewerbes. Wie stark die
Automatisierungsbranche ist, zeigte Gerlach noch anhand eines
Thesenpapiers „Automation 2020“. „2008
erwirtschaftete die Branche 35 Mrd. Euro Umsatz in Deutschland. Sie
stellt jeden vierten Arbeitsplatz der Elektrotechnik.“ Den
wenigsten sei aber bewusst, dass ohne Automation heutzutage wenig
funktioniere. Gerlach: „Ob im Fahrstuhl, in Fahrkartenautomaten
oder in Heizungsanlagen: In allen Produkten steckt
Automatisierungstechnik. Doch als „hidden technology“
bleibt sie der Öffentlichkeit häufig verborgen.“
| Automation muss Leitdisziplin der deutschen Industrie werdenDas
muss sich ändern, ist Gerlach überzeugt: „Automation
muss als Leitdisziplin der deutschen Industrie verstanden werden, denn
die Branche wird künftig als Arbeitsplatzgeber weiter eine
wichtige Rolle spielen.“ Sowohl im Maschinenbau als auch in der
Fahrzeugtechnik sieht der VDI in nächsten Jahren die
größten Anwendungsbereiche und damit Wachstumschancen am
Standort Deutschland. Related Content
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BLECHVERARBEITUNG Roboter biegen viel präziser

Eine
vollautomatische Roboterbiegezelle produziert beim Hygiene-Spezialisten
Meiko über 120 verschiedene Teile mit einer Biegegenauigkeit von
kleiner 0,1 mm.
Bilder: ABB
| | Industrieroboter
sind in der Blechverarbeitung zunehmend eine Alternative zu
konventionellen Werkzeugmaschinen. Sie biegen, bördeln, schneiden,
entgraten, bohren, fräsen und schweißen in durchgängig
automatisierten Prozessketten mit hoher Qualität und
Reproduzierbarkeit, wie der Einsatz beim Maschinenbauer Meiko in
Offenburg beweist.
Der Maschinenbauer Meiko, Hersteller von
gewerblichen Spülmaschinen, realisiert mit einer vollautomatischen
Roboterbiegezelle von ABB eine Biegegenauigkeit von unter 0,1 mm bei
einer Biegelänge von über 2000 mm. Intelligente
Software-Tools von ABB ermöglichen dabei eine zeitsparende
Programmierung des Roboters und gewährleisten eine hohe
Präzision. Das robotergestützte, aktive Be- und
Verarbeiten von Blechen bietet enorme Produktivitätspotenziale. Um
die Vorteile der Automation auszuschöpfen, ist außer
leistungsstarken Industrierobotern ein optimales Zusammenspiel
untereinander und mit Greifern und Sensoren eine wichtige
Voraussetzung. Moderne Software-Tools erlauben zudem ein zeitsparendes
Programmieren der Roboter bei laufender Produktion.
Mittels Roboter mannlos und im Dreischicht-Betrieb produzieren Die
Meiko Maschinenbau GmbH erhöht mit einem vollautomatischen
Roboter-Biegesystem von ABB Präzision und Produktivität. Der
Hygienespezialist aus Offenburg produziert damit mannlos und im
Dreischicht-Betrieb über 120 verschiedene Teile in hoher
Qualität. Zum Biegen der Edelstahlbleche setzen die Offenburger
auf die 3-Punkt-Biegetechnik. Präzision spielt dabei eine zentrale
Rolle. Hintergrund ist die steigende Anzahl von Biegestellen an
den immer komplexeren Werkstücken: Mit jeder weiteren Biegung
erhöhen sich zwangsläufig die Anforderungen an die
Genauigkeit. Die Roboterbiegezelle realisiert dabei eine
Biegegenauigkeit von unter 0,1 mm bei Biegelängen von über
2000 mm. Einen entscheidenden Beitrag zu den positiven Ergebnissen
leistet die Software Robot-Studio von ABB. Mit ihr programmiert
der Anwender zeitsparend und kosteneffizient offline am PC, statt vor
Ort den Produktionsprozess zu unterbrechen. Die Funktion Autopath
generiert aus 3D-CAD-Daten innerhalb weniger Minuten die erforderlichen
Roboterpositionen zum Bearbeiten auch komplexer Werkstückkonturen.
| Funktion True-Move steigert Präzision der RoboterbahnDie
in der Steuerung integrierte Funktion True-Move steigert auf der Basis
eines dynamischen Robotermodells die Präzision der Roboterbahn.
Unabhängig von Geschwindigkeit und Lasteinfluss entspricht diese
vom Roboter ausgeführte Bewegungsbahn immer exakt der
programmierten Bahn. Quick-Move verkürzt Zykluszeiten durch
die Selbstoptimierung von Bewegungsabläufen: Der Roboter
fährt bei unterschiedlichen Lastzuständen stets mit maximal
möglicher Beschleunigung oder Verzögerung. Mit Multi-Move
lassen sich selbst komplexe Applikationen, in denen die Roboter
unabhängig voneinander gleichzeitig an ein und demselben Bauteil
arbeiten, einfach und sicher programmieren. Die intelligente Software
eröffnet dem Nutzer neue Perspektiven zum Erhöhen von
Qualität und Produktivität. Steckbrief ABBWeltweit mehr als 160000 Roboter installiert ABB
Robotics gilt als einer der führenden Anbieter von
Industrierobotern, von Robotersoftware, modularen Fertigungszellen und
bietet den Service für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche
der Automation. Weltweit hat ABB mehr als 160000 Roboter installiert.
In Deutschland erzielte ABB im Jahr 2008 einen Umsatz von 3,69 Mrd.
Euro und beschäftigte mehr als 11000 Mitarbeiter. Steckbrief MeikoMaschinen für die gewerbliche Spültechnik Die
Meiko Maschinenbau GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Offenburg gilt
als bekannter Hersteller von gewerblicher Spültechnik sowie von
Reinigungs- und Desinfektionsautomaten. Zuletzt konnte die Gruppe mit
21 Tochterunternehmen weltweit ihren Umsatz um 18% auf 213 Mio. Euro
steigern. Dazu haben mehr als 1600 Mitarbeiter beigetragen. Starke
Kundennähe und eine ebenso starke Vertriebs- und
Serviceorganisation werden als wesentlicher Erfolgsfaktor betrachtet. Das
Jahr 2008 stand für Meiko erneut im Zeichen von Innovationen und
Kundenorientierung. Dafür erhielt das Unternehmen zahlreiche
Preise und Auszeichnungen, wie etwa den „Catering Star“
(Catering Inside) für die Software M-Commander In-Vision und den
„Star Award“ (Top Hotel). Als bester
Spülmaschinenhersteller wurde Meiko „Superpartner des
Fachverband Gastronomie- und Großküchenausstattung e.V.
(GGKA)“. BETTINA NEUBAUER Related Content
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BILDVERARBEITUNG Production Management Intelligence – Qualität produzieren statt kontrollieren

Enis
Ersü, Vorstandsvorsitzender der Isra Vision AG in Darmstadt:
„Bildverarbeitungssysteme können in der Produktion helfen,
Qualität zu produzieren. In den Produktionsprozess integriert,
kann man in jedem Prozessschritt mit Bildverarbeitung die Probleme des
Produktionsschrittes analysieren und gleichzeitig einen optimalen
Zufluss in den nächsten Prozessschritt ermöglichen.“
Bild: Wagner | | Intelligente Produktion setzt eine Optimierung der Produktionsprozesse
voraus. Die dafür erforderliche Datenbasis liefert die Industrielle Bildverarbeitung. Wie diese Datenbasis genutzt
werden kann, um Qualität über mehrere Standorte hinweg zu
produzieren, darüber sprachen wir mit Enis Ersü,
Vorstandsvorsitzender der Isra Vision AG in Darmstadt, Herr Ersü, was kann die Industrielle Bildverarbeitung beitragen, um intelligenter zu produzieren? Ersü: Der Beitrag der Industriellen Bildverarbeitung in der
Produktion fängt ja schon einmal da an, wo man die Produktion
designt. Das heißt, man kann durch die Integration von
Bildverarbeitungskomponenten – sei es für das Erkennen,
Messen, Identifizieren oder Steuern durch die Integration von
Roboter-Sehen – die Produktion wesentlich beeinflussen. Also,
bereits beim Konstruieren kann man durch die Integration von
Bildverarbeitung auf sehr teure mechanische Lösungen verzichten.
Man spart von vornherein Geld. Man konstruiert beziehungsweise designt
die gesamte Produktionslinie mit einer Flexibilität, um kann so
auch für Kleinserien und variantenreiche Fertigung Lösungen
anbieten. Das heißt, man kann gleichzeitig Qualität
produzieren ohne anschließend Qualität zu kontrollieren.
Sie haben den Begriff „Production Management Intelligence“ geprägt. Was hat man darunter zu verstehen? Ersü: Wir haben als Bildverarbeiter bis jetzt immer nur lokal in
der Linie unsere Systeme installiert und damit ausschließlich
lokale Daten produziert. Lokale Daten sind aber auch nur lokale
Wahrheiten. In einem globalen Unternehmen mit mehreren Standorten, mit
mehreren Linien, brauchen die Manager eine entsprechende Aufbereitung
dieser Daten – sprich eine Datenverdichtung – um
vernünftige Entscheidungen treffen zu können. Das
heißt, sie brauchen Entscheidungshilfen. Und Production
Management Intelligence bedeutet nichts anderes, als dass man diese
Daten entsprechend der Bedürfnisse auf verschiedene
Management-Ebenen eines Unternehmens aufbereitet, und damit nicht nur
die lokale, sondern die globale Wahrheit integriert.
Stichwort „Automatisierte Inspektionssysteme“: Wie
flexibel reagieren solche Systeme heute auf variierende
Losgrößen? Ersü: Variierende Losgrößen sind natürlich die
Stärke der Bildverarbeitung. Die heutigen
Bildverarbeitungssysteme, zumindest die meisten, sind so ausgelegt,
dass sie sehr schnell parametriert werden können. Man integriert
quasi heute schon die Zukunft in das System hinein. Die Systeme sind
lernfähig, adaptiv. Man kann sehr schnell durch Parametrieren auch
die zukünftigen Varianten im System berücksichtigen. Deshalb
sind moderne Bildverarbeitungssysteme optimal für eine
variantenreiche Fertigung, insbesondere bei kleinen
Losgrößen.
| Können Bildverarbeitungs- oder Inspektionssysteme so eng mit
den Produktionsprozessen verzahnt werden, dass sie Fehler quasi an der
Quelle erkennen, die Anlage selbstständig nachjustieren und so die
Prozesse in gewisser Weise autonom steuern?Ersü: Das ist eine sehr wichtige und interessante Frage.
Bildverarbeitungssysteme können in der Produktion helfen,
Qualität zu produzieren, statt allein Qualität zu
kontrollieren. Das heißt, in den Produktionsprozess integriert,
kann man in jedem Prozessschritt mit Bildverarbeitung die Probleme des
Produktionsschrittes analysieren und gleichzeitig einen optimalen
Zufluss in den nächsten Prozessschritt ermöglichen. Ich
denke, dass die Bildverarbeitung als wesentliches Element einer
Produktion anzusehen ist, wobei es nicht um das nachträgliche
Kontrollieren, sondern um das Produzieren von Qualität geht. JÜRGEN SCHREIER Related Content
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