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Robotics & Automation Report, 2. Ausgabe 2009
Im Robotics & Automation Report, 2. Ausgabe 2009, lesen Sie folgende Artikel: |
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MESSE MÜNCHEN AUTOMATICA mit Sonderausstellung und Konferenz zum Thema Verbundwerkstoffe

Bruno Lammers, Executive Director Saertex, Frédérique Mutel, Präsidentin
der JEC Composites, und Norbert Bargmann, Geschäftsführer der Messe
München, haben eine Verbundwerkstoff- Sonderschau auf der AUTOMATICA 2010
vereinbart.
Bild: A.P. Foucha
| | Verbundwerkstoffe sind derzeit ein brandaktuelles Thema in
Konstruktion und Produktion und werden daher im nächsten Jahr auf der
AUTOMATICA eine Schlüsselrolle einnehmen. Letzte Woche haben sich die Messe
München als Veranstalter der AUTOMATICA, die Organisatoren der JEC Composites
Show in Paris und die Gesellschaft für die Weiterentwicklung von Werkstoffen
und Verarbeitungsprozessen (Sampe) darauf geeinigt, das Thema Verbundwerkstoffe
auf der AUTOMATICA im kommenden Jahr (08. - 11. Juni 2010) zum Hauptthema einer
Sonderausstellung und einer zweitägigen Konferenz zu machen.
Wie Norbert Bargmann, Geschäftsführer der Messe München,
mitteilt, soll der Verbundwerkstoff-Pavillion eine Fläche von 500 m² erhalten.
Organisiert wird die Ausstellung von JEC Composites, dem Veranstalter der
weltweit führenden Fachmesse für Verbundwerkstofftechnik, die letzte Woche in
Paris mit 1.000 Ausstellerfirmen stattfand und 27.000 Besucher anlockte. „In
der Fertigung von Verbundwerkstoffen werden zunehmend Roboter eingesetzt“, sagt
Frédérique Mutel, Präsidentin der JEC Composites. Deshalb ist die AUTOMATICA
für sie auch die geeignete Plattform für die Verbundwerkstoff-Hersteller.
Für die zweitägige Sampe-Konferenz „Automatisierung in der
Verbundwerkstoff-Technologie“, die von Prof. Klaus Drechsler organisiert wird,
dem Leiter des SGL-Group-Stiftungslehrstuhls für „Carbon Composites“ an der
Technischen Universität in München, konnte bereits eine Reihe internationaler
Referenten verpflichtet werden.
„Als Automatisierungszentrum ist die AUTOMATICA die ideale
Plattform für die automatisierte Verbundwerkstoff-Technologie. Der Kongress und
die vielen wissenschaftlichen Vorträge aus Industrie und Forschung bilden eine
ideale Ergänzung zur Ausstellung“, betont Drechsler.
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Durch die große Nachfrage an Leichtbauwerkstoffen vor allem
in der Raumfahrt, im Automobil- und Maschinenbau, erfahren Faserverbundstoffe
weltweit einen großen Zuwachs. Mutel schätzt die derzeitige weltweite Nachfrage
nach Verbundwerkstoffen auf ca. 8,6 Millionen Tonnen und veranschlagt den
Marktwert auf rund 62 Milliarden Euro. 550.000 Mitarbeiter sind in diesem
Bereich bereits tätig. Laut Mutel ist der Markt in den letzten fünf Jahren um
42% gewachsen und wird bis zum Jahr 2013 um weitere 51% steigen. Die fünf
wichtigsten Wachstumstreiber sind der Volumenzuwachs in Asien, die Entwicklung
von Windenergiesystemen, der zunehmende Bedarf an Verbundwerkstoffen in der
Luftfahrttechnik, neue Spritzgussprozesse für Verbundwerkstoffe und die großen
Zuwachsraten im Bereich der Thermoplaste. Mutel prognostiziert, dass die
höchsten Zuwachsraten innerhalb der nächsten fünf Jahre in der Bauwirtschaft
und im Windenergiesektor zu finden sein werden. Stéphane Itasse
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ROBOTER Gemeinsam mit Kuka neue Geschäftsfelder erschließen

„Wir gehen davon aus, dass wir durch gemeinsame Produkte bis
zum Jahr 2012 Umsatzpotenziale im dreistelligen Millionen-Bereich erschließen
können“, sagt Bernd Minning, Geschäftsführer der Grenzebach Maschinenbau GmbH.
Bild: Grenzebach
| | Die Beteiligung der Grenzebach Maschinenbau GmbH an der Kuka
AG und die kürzliche Erhöhung der Aktienanteile haben in den vergangenen Wochen
in der Branche für Diskussionsstoff gesorgt. Wir haben
Grenzebach-Geschäftsführer Bernd Minning nach den Hintergründen und Plänen
befragt.
Herr Minning, was hat Grenzebach veranlasst, aus der schon
bestehenden Zusammenarbeit mit Kuka eine Beteiligung an der Kuka AG zu machen? Minning: Durch den Anteilserwerb wollen wir unsere
Zusammenarbeit mit einem strategisch wichtigen Kooperationspartner sichern. Die
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind gut. Beide
Unternehmen arbeiten seit einem knappen Jahrzehnt partnerschaftlich zusammen
und sind schon lange gemeinsam in der Produktentwicklung tätig.
Grenzebach hat seinen im Dezember 2008 erworbenen Anteil von
5,4% jetzt auf 19% aufgestockt. Was ist der Grund für diese Erhöhung? Minning: Wir streben eine langfristige, strategische
Partnerschaft mit Kuka an. Kuka ist generell ein sehr attraktives Unternehmen mit
hervorragenden Wachstumsaussichten – der steigende Rationalisierungsdruck und
die Nachfrage nach flexibleren Produktionsprozessen führen dazu, dass beide
Kuka-Sparten gute Aussichten auf weiteres Wachstum haben. Gemeinsam mit Kuka
wollen wir neue Geschäftsfelder erschließen.
Als Ziel haben Sie eine Beteiligung von 25,1% genannt. Will
Grenzebach damit auch auf die Geschäftspolitik von Kuka Einfluss nehmen? Minning: Der Besitz einer Sperrminorität von 25,1% gewährt
uns ein Mitspracherecht in wichtigen Fragen. Dass wir – als größter
Kuka-Aktionär – daran ein Interesse haben, dürfte verständlich sein.
Ist es die Absicht von Grenzebach, die starke
Automobil-Abhängigkeit von Kuka zu reduzieren? Minning: Aus unserer Sicht ist Kuka führend im
Automotive-Geschäft und soll es auch bleiben. Darüber hinaus bekennen wir uns
zur Sparte Systems mit der Konzentration auf Auto und Aerospace und zur Sparte
Robotik mit dem Fokus auf die General Industry und deren Systempartner. Wir
sehen Möglichkeiten für gemeinsames Wachstum in beiden Geschäftsbereichen.
| In welchen Anwendungsbereichen und Branchen gibt es bereits
eine Zusammenarbeit zwischen Grenzebach und Kuka und wo soll diese zukünftig
intensiviert oder erweitert werden? Minning: Grenzebach ist spezialisiert auf Anwendungen im
Bereich Materialfluss- und Verfahrenstechnik. Dabei setzt Grenzebach seit
längerem in verschiedensten Bereichen Roboter ein. So zum Beispiel bei der
Stapelung von Produkten aus dem Baustoffsektor, bei der Bearbeitung und
Stapelung von Glasscheiben oder bei der Beschickung von Solarpanels in
Fertigungsstraßen. Neben den gerade genannten gibt es weitere attraktive
Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den Bereichen Transport und Logistik sowie
in der Holzbearbeitung. Wo sind gemeinsame Produktentwicklungen geplant? Minning: Nehmen Sie zum Beispiel die Gepäckabfertigung am
Flughafen. Gemeinsam können Grenzebach und die Systems-Sparte von Kuka
intelligente Zellen für Gepäckabfertigungssysteme entwickeln, die den Prozess
weiter automatisieren. Oder nehmen Sie die Holzindustrie: Zusammen mit der
Robotersparte können wir zum Beispiel automatische Fertigungslösungen
entwickeln, mit denen Furniere künftig noch effizienter bearbeitet werden
können. Weitere Beispiele finden sich in der Glas- und der Solar-Industrie. Wir gehen davon aus, dass wir durch solche gemeinsamen
Produkte bis zum Jahr 2012 Umsatzpotenziale im dreistelligen
Millionen-Euro-Bereich erschließen können. Von der gemeinsamen
Produktentwicklung werden beide Unternehmen profitieren. Grenzebach und Kuka betreiben eine gemeinsame Niederlassung
in den USA. Sind weitere solche Projekte geplant und welche Regionen haben Sie
dabei im Visier? Minning: Kuka ist Untermieter in unserem Werk in Newnan bei
Atlanta (Georgia, USA) und unterstützt uns auf dem amerikanischen Markt bei den
Vertriebsaktivitäten im Bereich Glas. Gleichzeitig haben wir somit einen
Kuka-Service-Standort im Haus. In unserem Werk in Shanghai bearbeiten wir derzeit Gussteile
für die Kuka-Roboter. Auch für den asiatischen Raum bietet die Zusammenarbeit
mit Kuka bessere Möglichkeiten durch gemeinsamen Service für die Glasindustrie. Seit Ende 2007 hat Grenzebach in der Photovoltaik eine
Kooperation mit Reis Robotics. Beeinflusst die Beteiligung an Kuka diese
Partnerschaft? Minning: Die Partnerschaft mit Reis erlaubt uns, bei
Großprojekten gemeinsam aufzutreten, und bietet somit unserem Endkunden den
Vorteil eines einheitlichen Systemkonzepts. Insbesondere bei größeren
Nutzlasten ist Kuka ein Lieferant von Standard-Robotern, die in derartigen Applikationen
genutzt werden. Soll die Kooperation mit Reis langfristig weitergeführt
werden und wie sieht Ihre Vorgehensweise bei Photovoltaik-Projekten zukünftig
aus? Minning: Im Bereich Photovoltaik gibt es unterschiedliche,
nur zum geringen Teil überlappende Kompetenzen. Wir sehen den Sinn unserer
Kooperation darin, diese unterschiedlichen Kernkompetenzen zusammenzuführen und
damit einen Mehrwert für unsere gemeinsamen Kunden zu schaffen. Zur Person Bernd Minning Dipl.-Ing. Bernd Minning (55) kam 1996 zur Grenzebach
Maschinenbau GmbH. Zuerst war er technischer Leiter, ab Juni 1998
Geschäftsführer Technik und seit Juli 1999 ist er alleiniger Geschäftsführer
mit Verantwortung für die gesamte Gruppe. Er ist verheiratet und hat einen
erwachsenen Sohn. Rüdiger Kroh
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MIKROMONTAGE Präzisionsmontage-Anlagen müssen flexibel und anpassungsfähig sein

Martin Freundt, wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen: „Wir arbeiten an
der Entwicklung von hoch präzisen Montageköpfen, die es ermöglichen werden,
herkömmliche Positioniersysteme für die Präzisions- und Mikromontage
einzusetzen.“
| | Die zukünftige Generation automatisierter
Präzisionsmontageanlagen wird automatisch rekonfigurierbar und flexibel an
Hard- und Software anpassbar sein, so Martin Freundt, wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen.
Herr Freundt, welche Trends prägen die Entwicklung der
Mikromontage? Freundt: Die vormals reinen Mikroprodukte entwickeln sich
zunehmend in Richtung komplexerer
Baugruppen, bei denen Mikrobauteile und größere makroskopische Bauteile im Bereich
mehrerer Zentimeter miteinander montiert werden müssen. Wir sprechen in diesem
Zusammenhang von der „Präzisionsmontage“, die sich durch die für beide Bereiche
typische extrem hohe Montagepräzision bis zu 100 nm ausgezeichnet. Ein sehr
gutes Beispiel ist die Montage von Diodenlaserbaugruppen, wo kleine Optiken
hoch präzise justiert und montiert werden müssen. Dies neue Gebiet stellt
gesteigerte beziehungsweise teilweise neue Ansprüche an die Handhabungstechnik.
Eine Herausforderung ist der durch die Beteiligung größerer Bauteile
verursachte Bedarf an Arbeitsraum und die Anzahl der für die Montage
erforderlichen Freiheitsgraden hoch präziser Handhabungssysteme. Marktgängige
hochpräzise Systeme verfügen zunehmend über unzureichenden Arbeitsraum oder
fehlende Freiheitsgrade um die an uns herangetragenen Montageaufgaben zu
automatisieren.
Welche Bedeutung hat mittlerweile die Mikromontage? Freundt: Die Präzisions- und Mikromontage stellt bei allen
hybriden Produkten, bei denen dreidimensionale Bauteile oder verschiedene
Materialien zu präzise arbeitenden funktionalen oder miniaturisierten
Baugruppen zusammengebracht werden müssen, eine Schlüsseltechnologie dar.
Typische Anwendungsgebiete sind im Bereich der Montage von Sensoren, optischen
Systemen und medizintechnischer Produkte angesiedelt.
Stellt die Mikromontage hohe Anforderungen an
Handlingeinrichtungen? Freundt: Ja, Mikro- und auch Präzisionsprodukte stellen hohe
Anforderungen an die Flexibilität und Präzision der Handhabungseinrichtungen.
Viele hoch präzise Produkte erfordern während ihrer Produkteinführungsphase
automatisierte Montagevorgänge, die jedoch bei geringen Stückzahlen
wirtschaftlich realisiert werden muss. Um diese Produkte erfolgreich auf den
Markt bringen zu können muss diese Phase der Markteinführung trotz der geringen
Stückzahlen wirtschaftlich automatisiert werden können. Dafür ist eine hohe
Flexibilität der erforderlichen Handhabungstechnik essentiell, weil dies die
Kosten für die Gestaltung und Einrichtung einer automatisierten Montage entscheidend
beeinflusst.
| Welche Probleme müssen derzeit noch gelöst werden? Freundt: Derzeit arbeiten wir an der Entwicklung von hoch
präzisen Montageköpfen, die es ermöglichen werden,
herkömmliche
Positioniersysteme für die Präzisions- und Mikromontage
einzusetzen. Mit diesen
aktiven Montageköpfen, die sowohl aus spezieller Sensorik als auch
aus einer hoch präzisen
Feinjustageeinheit bestehen, wird es möglich, hoch
präzise Justagevorgänge auf der Basis konventioneller
Robotertechnik
zu realisieren. Auch die funktionelle Erweiterung
existierender Präzisionsmontagesysteme bei Kunden steht im
Fokus aktueller Arbeiten des Fraunhofer IPT. Diese Erweiterungen
können
beispielsweise zusätzliche Freiheitsgrade und/oder eine erweiterte
Flexibilität
der Greifwerkzeuge umfassen. Wie sehen Sie die Zukunft der automatisierten Montage von
Präzisionsbauteilen? Freundt: Für die zukünftige Generation automatisierter
Präzisionsmontageanlagen arbeiten wir an automatisch rekonfigurierbaren
Montageanlagen, die eine flexible Anpassung sowohl der Hard- und Software als auch der
erforderlichen Bauteilversorgung ermöglichen um Montageprozesse in kürzester
Zeit wirtschaftlich automatisieren zu können. Wir sehen diese Adaptivität auch
als erforderlichen Schritt um aktuelle Untersuchungsthemen wie Selbstoptimierung
und kognitive Steuerungen praktisch beziehungsweise mechanisch umsetzen zu
können. Bernard Kuttkat
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SCHUNK Präzisionsmontage-Anlagen müssen flexibel und anpassungsfähig sein

Der Greifer eignet sich für die Handhabung von flachen Bauteilen. | | Um in Werkzeugmaschinen und Bearbeitungszentren flache
Bauteile in das Spannfutter einzulegen, sind klassische Greifer nicht immer die
erste Wahl. Schunk hat daher einen Vakuumgreifer für beliebige
Spindelschnittstellen in sein Lieferprogramm aufgenommen.
Der Greifer eignet sich für die Handhabung von flachen
Bauteilen und kann in jeder Maschine eingesetzt werden, die über die
Werkzeugaufnahme Druckluft zur Verfügung stellt. Der Vakuumsauger arbeitet über
eine im Greifer integrierte Venturidüse und braucht daher zur Erzeugung des
Unterdrucks keinen Vakuumanschluss, sondern lediglich eine Druckluftversorgung
mit bis zu 8 bar. Das genügt, um bei einem Saugerdurchmesser von 70 mm
Werkstücke bis 12 kg Gewicht anzuheben, heißt es von Seiten des Unternehmens.
Über die gesamte Baureihe sind Haltekräfte von 20 bis 3000 N möglich.
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Rüdiger Kroh
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ROBOTIK Profactor bringt Robotern das Denken bei
Profactor hat mit dem I-Rob-Feeder eine Gesamtlösung für das
individuelle robotische Bestücken von Industrieanlagen entwickelt. Der denkende
Roboter erkennt und greift unterschiedlichste Werkstücke und platziert diese
für die Weiterverarbeitung richtig, wie das Unternehmen mitteilt. Eine einfache
Integration in eine Produktionsanlage wird durch ein verteiltes
Steuerungskonzept ermöglicht. „Der wesentliche Vorteil unserer bereits industrietauglichen
Entwicklung ist, dass die einzelnen Teile nicht mehr sortenrein geschichtet
zur Anlage geliefert werden müssen“, erklärt Andreas Pichler, Leiter des
Fachbereichs Robotik und Adaptive Systeme bei der österreichischen Unternehmensgruppe
für angewandte Produktionsforschung. Da das Roboter-System von Profactor die
3D-Lage der Werkstücke auch in nicht-standardisierten Umgebungen wie Kisten
oder Schütten lokalisiert, erspart es der Industrie die zeitlich aufwändige
Teile- und Arbeitsraumvorbereitung. Roboter verarbeitet wichtige Informationen selbst Der Roboter verarbeitet alle wichtigen Informationen, die
ihm durch ein Abbild der Ist-Situation mittels 3D-Objekterkennung vermittelt
werden, heißt es. Um welche Teile handelt es sich? In welcher Lage befinden
sich die einzelnen Teile? Wie sind sie am besten zu greifen? Nach Beantwortung
dieser Fragen ergreift der Roboter die Werkstücke und platziert sie für die
weitere Verarbeitung. „Unser Roboter programmiert sich sozusagen selbst. Wir haben
ihm das Denken beigebracht“, sagt Pichler. Somit sei das System in der Lage,
sich rasch an neue Umweltbedingungen anzupassen und sich in kurzer Zeit zu
rekonfigurieren um neue Teile handhaben zu können. Neues Zusammenspiel von Bildverarbeitung, Roboter,
Inspektion und Steuerung „Die eigentliche Innovation ist das Gesamtsystem
I-Rob-Feeder“, erläutert Pichler und meint damit das Zusammenspiel von
3D-Bildverarbeitungssystem, selbstprogrammierbarem Roboter, einer
Oberflächeninspektion sowie einem verteilten Steuerungskonzept. Da
Kompatibilität ganz oben im Anforderungsprofil stand, ist die
Profactor-Entwicklung sowohl hard- als auch softwaremäßig rasch und ohne große
Umbaumaßnahmen in bestehende Anlagen integrierbar, so das Unternehmen.
Stillstandzeiten würden sich auf ein Minimum reduzieren.
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EPSON Scara-Roboter deckt zylindrischen Arbeitsraum ab

Durch seine neue Kinematik erreicht der Scara-RS-Spider
jeden Punkt innerhalb seines zylinderförmigen Arbeitsraumes.
Bild: Epson
| | Man erkennt sie erst auf den zweiten Blick, die besondere
Kinematik des Scara-Roboters RS Spider von Epson. Doch dann fragt man sich
unwillkürlich: Warum ist darauf noch niemand gekommen?
Mit dem Spider hat das japanische Unternehmen einen
Scara-Roboter entwickelt, der nicht mehr nur den klassischen Arbeitsraum in
Nierenform abdeckt. Bei dem an der Decke montierten Gerät schwenkt der Arm
unter dem eigentlichen Roboterkörper hindurch und erreicht so jeden Punkt
innerhalb eines zylinderförmigen Arbeitsraumes. Wo ein normaler Scara-Roboter
umschwenken muss, nimmt der Epson-Spider den direkten Weg. Damit nutzt er den
gegebenen Platz optimal aus und ermöglicht den Aufbau flexibler
Produktionsstrukturen, betont das Unternehmen.
Weil der Scara RS jeden Punkt seines Arbeitsraums direkt
erreicht, reduzieren sich zudem die Taktraten deutlich. Epson nennt im
Vergleich zu einem herkömmlichen Scara-System eine Verringerung der Taktzeit um
mehr als 15%. Gegenüber einem kartesischen Roboter seien sogar 25% möglich. Der
erste Vertreter dieser neuen Produktfamilie ist der Epson RS3-R351S mit 350 mm
Armlänge.
Gesteuert wird der Epson-Scara RS3-R351S durch den RC 180
Controller von Epson, der die Integration des Roboters in bestehende
Produktionsstraßen und -abläufe erleichtert. Anwender programmieren den RS
Spider dabei frei über die Entwicklungsumgebung Epson RC+. Diese Softwaresteuerung
ist einfach zu bedienen und verfügt nach Herstellerangaben über zahlreiche
integrierte Optionen und Schnittstellen, darunter Vision Guidance,
Net-Unterstützung, Profibus, DeviceNet und EtherNet/IP.
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